Petition updateGegen die atomare BedrohungWaffen für die Enthauptung d. Gegners im Erstschlag steigern die Gefahr in jeder Krise
Bernhard TrautvetterEssen, Germany
May 4, 2025

Das Legitimations-Narrativ*, die Stationierung der drei Typen nuklear bestückbarer  US-Mittelstreckenraketen in Deutschland ab 2026 sei eine Reaktion auf die Eskalation des Krieges in der Ukraine (2022) [*siehe z.B.: https://www.swp-berlin.org/publikation/gewichtig-und-richtig-weitreichende-us-mittelstreckenwaffen-in-deutschland] hält einer Überprüfung nicht Stand:

"...Schon 2021 wurde in der US-Army Garnison (USAG) Wiesbaden die 2. Multi Domain Task Force (MDTF) stationiert und aktiviert. Sie ist eine von fünf geplanten amerikanischen Militäreinheiten, die die Bekämpfung gegnerischer »A2/AD-Systeme« mit neuartigen Mitteln möglich machen sollen. Die Abkürzung steht für »Anti-­Access/Area-Denial«, und beschreibt Abwehrmaßnahmen wie etwa Flugabwehr, die militärisches Handeln eines Angreifers in bestimmten Gebieten unmöglich machen. Um diese Abwehrmaßnahmen zu überwinden, arbeitet eine MDTF gemäß ihres Titels in den Bereichen Luft, Land, Wasser, Weltraum, Cyberraum, Informationsraum, und kombiniert vorrangig nachrichtendienstlich ausgerichtete Einheiten mit Präzisionsabstandswaffen aus dem Bereich der bodengestützten Mittelstreckenraketen. Diese wiederum werden von eigener Luft- und Raketenabwehr unterstützt und geschützt (vgl. Feickert 2024a). ...

... 

„Nicht nur die Dark Eagle, auch die SM 6-Version der Army fliegen mit über fünffacher Schallgeschwindigkeit und sind im Zielanflug manövrierbar. Daher sind sie hocheffektiv gegen mobile Ziele und sehr schwer abzufangen, selbst für moderne Raketenabwehr. Die Dark Eagle ist mit bis zu 17-facher Schallgeschwindigkeit kaum zu stoppen. Mit dieser hohen Eindringfähigkeit sind beide Waffen ideal, um auch solche russischen Hochwertziele auszuschalten, die gezielt geschützt werden.“ (ebd.)

Offensichtlich soll hier die Fähigkeit erlangt werden, in kürzester Zeit strategische russische Ziele offensiv ausschalten zu können, während russische Kurz- und Mittelstreckenraketen die USA nicht erreichen können. Weil hierzu heutzutage auch konventionelle Waffen in der Lage sind, macht es die Versicherung es sei – zumindest vorerst – keine nukleare Bestückung geplant, auch nicht viel besser. Es handelt sich hier also um Angriffswaffen – und genau hierfür sind sie gedacht, wie auch Claudia Major, ebenfalls von der Stiftung Wissenschaft und Politik bestätigt: „Die Tomahawks sollen bis zu 2.500 Kilometer weit fliegen können, könnten also Ziele in Russland treffen. Und ja, genau darum geht es. […] So hart es klingt. Im Ernstfall müssen NATO-Staaten auch selbst angreifen können, zum Beispiel, um russische Raketenfähigkeiten zu vernichten, bevor diese NATO-Gebiet angreifen können, und um russische Militärziele zu zerstören, wie Kommandozentralen.“ (Major 2024)

Fraglos wird Russland hierauf seinerseits reagieren..."

https://wissenschaft-und-frieden.de/artikel/stationierung-ab-2026/

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