

Für einen offenen Ganztag an der GS BliNo - keine Pflicht für ganze Tage!!
Das Problem
An der Grundschule Bliedersdorf-Nottensdorf (GS BliNo) in der Samtgemeinde Horneburg im Landkreis Stade droht die Einführung eines teilgebundenen Ganztags ab dem Schuljahr 2025/26.
Was heißt das?
Kinder, die ab dem Schuljahr 2025/26 an der GS BliNo die 3. oder 4. Klasse besuchen, sind 8, 9 oder höchstens 10 Jahre alt. Sie müssen nun dienstags und donnerstags verpflichtend bis 15:45 Uhr in der Schule bleiben und haben an diesem Tag somit 8 Stunden Unterricht. Ein Arbeitstag wie der eines Erwachsenen.
Das vorgestellte teilgebundene Konzept soll als Vorbild dienen, um das teilgebundene Konzept möglicherweise auch an den Grundschulen in Horneburg und Dollern einzuführen. Bisher hat keine umliegende Grundschule oder weiterführende Schule ein teilgebundenes Konzept. Unsere Kinder sollen nun als Versuchskaninchen für diese neue Struktur dienen, was wir als inakzeptabel empfinden.
Wir, die unterzeichnenden Eltern und Unterstützer der GS BliNo, sprechen uns ausdrücklich gegen die Einführung eines teilgebundenen Ganztags aus.
Wir fordern die Überprüfung und Anpassung des Konzepts zu einem offenen Ganztagskonzept!
Was unterscheidet die offene Ganztagsschule von der teilgebundenen?
Mit dem offenen Ganztagsschulkonzept wird dem Betreuungsbedarf aller Eltern Rechnung getragen. Jeder kann bei Bedarf sein Kind an 5 Tagen die Woche bis zu 8 Stunden an der Schule betreuen lassen. Anders als beim teilgebundenen Konzept finden die außerschulischen Angebote am Nachmittag freiwillig statt – dies lässt Familien die Wahl, ob, an welchen Tagen und in welchem zeitlichen Umfang sie von dem Angebot der Nachmittagsbetreuung Gebrauch machen wollen.
Das an der GS BliNo durch den Schulvorstand verabschiedete Konzept ist jedoch verpflichtend, das lehnen wir aus folgenden Gründen entschieden ab:
Der Elternwille wird und wurde bei diesem Konzept nicht berücksichtigt:
Eine Umfrage unter den Eltern in Nottensdorf und Bliedersdorf hat gezeigt, dass die Mehrheit der Eltern das teilgebundene Ganztagskonzept ablehnt. Diese starke Ablehnung wurde bei der Entscheidungsfindung nicht berücksichtigt. Eine umfassende Elternbefragung hat nicht stattgefunden, was gegen die Empfehlungen des niedersächsischen Kultusministeriums verstößt, die die Ermittlung und Berücksichtigung der Interessen der Erziehungsberechtigten betonen.
Viele Eltern an der GS BliNo haben sich bewusst für das Leben hier auf den Dörfern Bliedersdorf und Nottensdorf entschieden, um die Zeit und den Raum zu bekommen, ihren Nachmittag mit ihren Kindern zu verbringen und sie aktiv während ihrer Schullaufbahn zu unterstützen. Viele Familien nehmen dafür bewusst berufliche und somit auch finanzielle Einschränkungen in Kauf, weil ihnen die Zeit als Familie und die Flexibilität wichtiger sind. Diese bewusste Entscheidung wird durch die Einführung des teilgebundene Ganztagskonzept nicht respektiert. Ein offenes Modell, das Flexibilität bietet und den Eltern die Möglichkeit lässt, die Betreuung nach ihren Bedürfnissen zu gestalten, wäre weitaus angebrachter.
Besonders bei jüngeren Kindern ist die Zeit, die sie mit ihrer Familie verbringen, entscheidend für ihre emotionale und soziale Entwicklung. Die geplanten längeren Schulzeiten reduzieren diese wertvolle Familienzeit. Den Kindern fehlt mitunter die notwendige Unterstützung und die familiäre Bindung wird gefährdet.
Konzept sieht mehr Unterricht vor, als nach Stundentafel des Kultusministeriums notwendig:
Das aktuelle Konzept überschreitet mit 28 Stunden die vom Kultusministerium vorgegebene Stundentafel von 26 Schulstunden / Woche. Dies bedeutet, dass die vorgeschlagenen zwei langen Ganztage nicht notwendig sind, um den Vormittag der Kinder zu entzerren. Die umliegenden weiterführenden Schulen nutzen alle ein offenes Ganztagskonzept. In der 5. Klasse haben die Kinder dort 29 Unterrichtsstunden, dennoch haben sie täglich nie länger als 13:20 verpflichenden Unterricht. Dieses Beispiel zeigt, dass ein offenes Ganztagskonzept ebenfalls erfolgreich sein kann und den Übergang auf weiterführende Schulen nicht beeinträchtigt.
Einschränkung individueller Hobbies und kindlicher Selbstentfaltung:
Die Kinder müssen ihre Hobbies, durch die verpflichtenden Ganztagstage, zukünftig an Tagen ausüben, an denen kein verpflichtender Nachmittagsunterricht stattfindet. An den Tagen mit langem Unterricht können Kinder ihre individuellen Hobbies und Interessen nicht mehr wahrnehmen. Da die Tage aber in der Regel von Vereinen, Musikschulen etc. vorgegeben sind, fallen Hobbies unter Umständen zukünftig gänzlich flach. Dies schränkt die Möglichkeiten zur Selbstentfaltung und zur Verfolgung eigener Interessen abseits der Schule unverhältnismäßig ein.
Außerschulische Freundschaften und soziale Kontakte werden erschwert:
Die lange Zeit in der Schule schränkt die Möglichkeit für soziale Interaktionen außerhalb der Schule erheblich ein. Außerschulische Freundschaften zu pflegen, wird wesentlich schwieriger, insbesondere wenn andere Schulen keine oder andere Ganztagstage haben. Die Zeit, sich nach der Schule zu verabreden, wird grundsätzlich beschnitten, da die Schule das Programm für die Nachmittage vorgibt.
Freizeitaktivitäten und freies Spielen finden nur noch unter „Zeitdruck“ oder in weniger qualitativ hochwertigen Rahmenbedingungen statt. Freie, unstrukturierte Spielzeit ist jedoch absolut entscheidend für die kreative Entwicklung und die Problemlösungsfähigkeiten der Kinder.
Überlastung unserer Kinder durch lange Schultage bis 16h:
Die Kombination aus langen Schultagen, Hausaufgaben und dem Lernen für Klausuren kann kleine Kinder überfordern. Dies reduziert die Zeit für Erholung, Spielen und Freizeitaktivitäten, die jedoch entscheidend für die körperliche und geistige Erholung sowie eine positive Entwicklung sind. Diese verpflichtenden und getakteten langen Tage können die Freude am Lernen erheblich verringern. Kinder empfinden Schule und Lernen dann als belastend und entwickeln ein unverhältnismäßig hohes Stresslevel, was zu schlechteren Leistungen und gesundheitlichen Problemen führen kann.
Studien zeigen, dass lange Schulzeiten bei den noch jungen Kindern zu erhöhter Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen können. Dies kann dazu führen, dass sie am Ende des Tages weniger aufnahmefähig sind und die Qualität ihrer Leistungen darunter erheblich leidet. Auch die Schlafqualität kann durch den höheren und möglicherweise chronisch werdenden Stress leiden.
Fehlende Zeit für notwendige Therapien:
Die verpflichtenden Ganztagstage erschweren es den Kindern, notwendige Therapien wie Ergotherapie, Logopädie oder Psychotherapie wahrzunehmen. Dies kann insbesondere für Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Entwicklungsverzögerungen problematisch sein und ihre Fortschritte behindern. Die schwierige Situation, überhaupt einen Therapieplatz zu bekommen, macht es unmöglich diese Termine auf Nachmittage zu legen, an denen kein verpflichtender Unterricht stattfindet.
Belastung für Kinder mit ADS, ADHS oder Hochsensibilität:
Kinder mit Störungen wie ADS, ADHS oder Hochsensibilität benötigen oft spezielle Unterstützung und Ruhephasen, die in einem langen und strukturierten Schultag schwer zu gewährleisten sind. Die erhöhte Belastung durch die Ganztagsschule kann zu verstärkten Symptomen und zusätzlichem Stress führen.
Psychische Belastung durch Mobbing:
Kinder, die unter Mobbing leiden, können den schulischen Druck und die langen Tage in einer verpflichtenden Ganztagsschule als besonders belastend empfinden. Ihnen fehlt die Möglichkeit, diesem Umfeld zu entkommen und sich zu erholen, was ihre psychische Gesundheit gefährden kann.
Wir fordern die Schulleitung, den Schulträger und den zuständigen Dezernenten dazu auf, von dem teilgebundenen Ganztagskonzept für die GS BliNo Abstand zu nehmen und mit der Einführung eines offenen Ganztagskonzept an der GS BliNo uns Eltern die Wahlfreiheit zu geben, ob und wie lange wir unsere Kinder nachmittags betreuen lassen.
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Das Problem
An der Grundschule Bliedersdorf-Nottensdorf (GS BliNo) in der Samtgemeinde Horneburg im Landkreis Stade droht die Einführung eines teilgebundenen Ganztags ab dem Schuljahr 2025/26.
Was heißt das?
Kinder, die ab dem Schuljahr 2025/26 an der GS BliNo die 3. oder 4. Klasse besuchen, sind 8, 9 oder höchstens 10 Jahre alt. Sie müssen nun dienstags und donnerstags verpflichtend bis 15:45 Uhr in der Schule bleiben und haben an diesem Tag somit 8 Stunden Unterricht. Ein Arbeitstag wie der eines Erwachsenen.
Das vorgestellte teilgebundene Konzept soll als Vorbild dienen, um das teilgebundene Konzept möglicherweise auch an den Grundschulen in Horneburg und Dollern einzuführen. Bisher hat keine umliegende Grundschule oder weiterführende Schule ein teilgebundenes Konzept. Unsere Kinder sollen nun als Versuchskaninchen für diese neue Struktur dienen, was wir als inakzeptabel empfinden.
Wir, die unterzeichnenden Eltern und Unterstützer der GS BliNo, sprechen uns ausdrücklich gegen die Einführung eines teilgebundenen Ganztags aus.
Wir fordern die Überprüfung und Anpassung des Konzepts zu einem offenen Ganztagskonzept!
Was unterscheidet die offene Ganztagsschule von der teilgebundenen?
Mit dem offenen Ganztagsschulkonzept wird dem Betreuungsbedarf aller Eltern Rechnung getragen. Jeder kann bei Bedarf sein Kind an 5 Tagen die Woche bis zu 8 Stunden an der Schule betreuen lassen. Anders als beim teilgebundenen Konzept finden die außerschulischen Angebote am Nachmittag freiwillig statt – dies lässt Familien die Wahl, ob, an welchen Tagen und in welchem zeitlichen Umfang sie von dem Angebot der Nachmittagsbetreuung Gebrauch machen wollen.
Das an der GS BliNo durch den Schulvorstand verabschiedete Konzept ist jedoch verpflichtend, das lehnen wir aus folgenden Gründen entschieden ab:
Der Elternwille wird und wurde bei diesem Konzept nicht berücksichtigt:
Eine Umfrage unter den Eltern in Nottensdorf und Bliedersdorf hat gezeigt, dass die Mehrheit der Eltern das teilgebundene Ganztagskonzept ablehnt. Diese starke Ablehnung wurde bei der Entscheidungsfindung nicht berücksichtigt. Eine umfassende Elternbefragung hat nicht stattgefunden, was gegen die Empfehlungen des niedersächsischen Kultusministeriums verstößt, die die Ermittlung und Berücksichtigung der Interessen der Erziehungsberechtigten betonen.
Viele Eltern an der GS BliNo haben sich bewusst für das Leben hier auf den Dörfern Bliedersdorf und Nottensdorf entschieden, um die Zeit und den Raum zu bekommen, ihren Nachmittag mit ihren Kindern zu verbringen und sie aktiv während ihrer Schullaufbahn zu unterstützen. Viele Familien nehmen dafür bewusst berufliche und somit auch finanzielle Einschränkungen in Kauf, weil ihnen die Zeit als Familie und die Flexibilität wichtiger sind. Diese bewusste Entscheidung wird durch die Einführung des teilgebundene Ganztagskonzept nicht respektiert. Ein offenes Modell, das Flexibilität bietet und den Eltern die Möglichkeit lässt, die Betreuung nach ihren Bedürfnissen zu gestalten, wäre weitaus angebrachter.
Besonders bei jüngeren Kindern ist die Zeit, die sie mit ihrer Familie verbringen, entscheidend für ihre emotionale und soziale Entwicklung. Die geplanten längeren Schulzeiten reduzieren diese wertvolle Familienzeit. Den Kindern fehlt mitunter die notwendige Unterstützung und die familiäre Bindung wird gefährdet.
Konzept sieht mehr Unterricht vor, als nach Stundentafel des Kultusministeriums notwendig:
Das aktuelle Konzept überschreitet mit 28 Stunden die vom Kultusministerium vorgegebene Stundentafel von 26 Schulstunden / Woche. Dies bedeutet, dass die vorgeschlagenen zwei langen Ganztage nicht notwendig sind, um den Vormittag der Kinder zu entzerren. Die umliegenden weiterführenden Schulen nutzen alle ein offenes Ganztagskonzept. In der 5. Klasse haben die Kinder dort 29 Unterrichtsstunden, dennoch haben sie täglich nie länger als 13:20 verpflichenden Unterricht. Dieses Beispiel zeigt, dass ein offenes Ganztagskonzept ebenfalls erfolgreich sein kann und den Übergang auf weiterführende Schulen nicht beeinträchtigt.
Einschränkung individueller Hobbies und kindlicher Selbstentfaltung:
Die Kinder müssen ihre Hobbies, durch die verpflichtenden Ganztagstage, zukünftig an Tagen ausüben, an denen kein verpflichtender Nachmittagsunterricht stattfindet. An den Tagen mit langem Unterricht können Kinder ihre individuellen Hobbies und Interessen nicht mehr wahrnehmen. Da die Tage aber in der Regel von Vereinen, Musikschulen etc. vorgegeben sind, fallen Hobbies unter Umständen zukünftig gänzlich flach. Dies schränkt die Möglichkeiten zur Selbstentfaltung und zur Verfolgung eigener Interessen abseits der Schule unverhältnismäßig ein.
Außerschulische Freundschaften und soziale Kontakte werden erschwert:
Die lange Zeit in der Schule schränkt die Möglichkeit für soziale Interaktionen außerhalb der Schule erheblich ein. Außerschulische Freundschaften zu pflegen, wird wesentlich schwieriger, insbesondere wenn andere Schulen keine oder andere Ganztagstage haben. Die Zeit, sich nach der Schule zu verabreden, wird grundsätzlich beschnitten, da die Schule das Programm für die Nachmittage vorgibt.
Freizeitaktivitäten und freies Spielen finden nur noch unter „Zeitdruck“ oder in weniger qualitativ hochwertigen Rahmenbedingungen statt. Freie, unstrukturierte Spielzeit ist jedoch absolut entscheidend für die kreative Entwicklung und die Problemlösungsfähigkeiten der Kinder.
Überlastung unserer Kinder durch lange Schultage bis 16h:
Die Kombination aus langen Schultagen, Hausaufgaben und dem Lernen für Klausuren kann kleine Kinder überfordern. Dies reduziert die Zeit für Erholung, Spielen und Freizeitaktivitäten, die jedoch entscheidend für die körperliche und geistige Erholung sowie eine positive Entwicklung sind. Diese verpflichtenden und getakteten langen Tage können die Freude am Lernen erheblich verringern. Kinder empfinden Schule und Lernen dann als belastend und entwickeln ein unverhältnismäßig hohes Stresslevel, was zu schlechteren Leistungen und gesundheitlichen Problemen führen kann.
Studien zeigen, dass lange Schulzeiten bei den noch jungen Kindern zu erhöhter Müdigkeit und Konzentrationsproblemen führen können. Dies kann dazu führen, dass sie am Ende des Tages weniger aufnahmefähig sind und die Qualität ihrer Leistungen darunter erheblich leidet. Auch die Schlafqualität kann durch den höheren und möglicherweise chronisch werdenden Stress leiden.
Fehlende Zeit für notwendige Therapien:
Die verpflichtenden Ganztagstage erschweren es den Kindern, notwendige Therapien wie Ergotherapie, Logopädie oder Psychotherapie wahrzunehmen. Dies kann insbesondere für Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Entwicklungsverzögerungen problematisch sein und ihre Fortschritte behindern. Die schwierige Situation, überhaupt einen Therapieplatz zu bekommen, macht es unmöglich diese Termine auf Nachmittage zu legen, an denen kein verpflichtender Unterricht stattfindet.
Belastung für Kinder mit ADS, ADHS oder Hochsensibilität:
Kinder mit Störungen wie ADS, ADHS oder Hochsensibilität benötigen oft spezielle Unterstützung und Ruhephasen, die in einem langen und strukturierten Schultag schwer zu gewährleisten sind. Die erhöhte Belastung durch die Ganztagsschule kann zu verstärkten Symptomen und zusätzlichem Stress führen.
Psychische Belastung durch Mobbing:
Kinder, die unter Mobbing leiden, können den schulischen Druck und die langen Tage in einer verpflichtenden Ganztagsschule als besonders belastend empfinden. Ihnen fehlt die Möglichkeit, diesem Umfeld zu entkommen und sich zu erholen, was ihre psychische Gesundheit gefährden kann.
Wir fordern die Schulleitung, den Schulträger und den zuständigen Dezernenten dazu auf, von dem teilgebundenen Ganztagskonzept für die GS BliNo Abstand zu nehmen und mit der Einführung eines offenen Ganztagskonzept an der GS BliNo uns Eltern die Wahlfreiheit zu geben, ob und wie lange wir unsere Kinder nachmittags betreuen lassen.
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Petition am 24. November 2024 erstellt