Freier Zugriff auf medizinische Notfalldaten für Integrierte Leitstellen (ILS)


Freier Zugriff auf medizinische Notfalldaten für Integrierte Leitstellen (ILS)
Das Problem
Sehr geehrte Behindertenbeauftragten der Firmen, Vereine, Gemeinden, Städte, Bundesländer und des Bundes,
die FamilienAuszeit Meitingen (FAM) e.V. setzt sich in vielen Bereichen auch außerhalb des Landkreises Augsburg für Inklusionsthemen ein.
Besondere Aufmerksamkeit legen wird dabei aktuell u.a. auf das Thema "Freien Zugriff auf medizinische Notfalldaten für Integrierten Leitstellen (ILS)“.
Denn ohne entsprechende Informationen bei den ILS können Situationen schnell eskalieren, wenn z.B. (ehrenamtlichen) Helfern nicht bewusst ist, dass eine Person kognitive, emotionale, sensorische oder motorische Beeinträchtigungen und andere medizinische Anforderungen hat.
Stellen Sie sich z.B. folgende Situationen vor:
- Ein Haus brennt, die Person die den Einsatzkräften entgegen kommt ist taub und auf Grund von fehlender Verständigung ist nicht bekannt, wie viele Personen sich wo im Haus befinden. Durch die fehlende Information sterben die Mitbewohner.
- Der Beifahrer in einem Auto ist sehbeeinträchtigt und wird gebeten, hinter die Leitplanke zu treten. In der Aufregung kommen die Informationen, dass der Beifahrer die Leitplanke nicht sieht, beim Helfer nicht an und der Beifahrer läuft in die falsche Richtung. Dadurch gefährdet er sich und andere Verkehrsteilnehmer.
- Um eine Person mit (offensichtlicher) kognitiver Beeinträchtigung zu beruhigen, wird diese an der Schulter berührt, was zu einem Meltdown inklusive Aggression und Weglaufen führt. Die Person gefährdet dadurch sich selber und bindet wertvolle Einsatzkräfte.
Es gibt noch viele weitere Situationen, die man vermeiden könnte, wenn die (ehrenamtlichen) Helfer von vornherein mehr Informationen zur Verfügung über (medizinische) Besonderheiten der betroffenen Person hätten.
Darum fordern wir folgende Punkte:
- Jeder soll die Möglichkeit haben auf freiwilliger Basis medizinische Notfalldaten inklusive Handlungsanweisungen wie z.B. die Person beruhigt werden kann auf der eGK und bei der Leitzentrale basierend auf der Adresse hinterlegt werden können.
- In Link zu den Daten in Form eines QR-Codes soll z.B. für die Anbringen im Auto hinter der Sonnenblende des Fahrers verfügbar sein.
- Die Sicherheitsanforderungen, wer die Daten wann einsehen soll, soll den bisherigen Methoden der Notfalldaten auf der eGK entsprechen.
- Zusätzlich Symbole wie das durchgestrichene Auge (Sehbeeinträchtigung) oder Ohr (Hörbeeinträchtigung) sollen in einer vordefinierten und nicht exponierten Lage von Fahrzeug und Wohnung definiert werden.
- Einsatzkräfte sollen regelmäßig im Umgang mit medizinischen Besonderheiten und Handicaps geschult und sensibilisiert werden.
- Der Umgang mit diesen besonderen Anforderungen soll im 1. Hilfe Kurs verpflichtend integriert werden.
Diese Forderungen würden den Einsatzkräften, Ersthelfern und dadurch auch den betroffenen Menschen in Notfallsituationen helfen. Komplikationen bei Rettungseinsätzen und daraus resultierende Tode können reduziert werden.
Daher möchte ich Sie auffordern, als Vertreter von Menschen mit Handicaps sich für die Einführung einer Schnittstelle zwischen den Notfalldaten der eGK (äquivalentes Angebot für Privatversicherte) und den ILS einzusetzen und diese baldmöglichst umzusetzen.
Vielen Dank
Heike Rabas, 1. Vorsitzende der FamilienAuszeit Meitingen (FAM) e.V.
1.559
Das Problem
Sehr geehrte Behindertenbeauftragten der Firmen, Vereine, Gemeinden, Städte, Bundesländer und des Bundes,
die FamilienAuszeit Meitingen (FAM) e.V. setzt sich in vielen Bereichen auch außerhalb des Landkreises Augsburg für Inklusionsthemen ein.
Besondere Aufmerksamkeit legen wird dabei aktuell u.a. auf das Thema "Freien Zugriff auf medizinische Notfalldaten für Integrierten Leitstellen (ILS)“.
Denn ohne entsprechende Informationen bei den ILS können Situationen schnell eskalieren, wenn z.B. (ehrenamtlichen) Helfern nicht bewusst ist, dass eine Person kognitive, emotionale, sensorische oder motorische Beeinträchtigungen und andere medizinische Anforderungen hat.
Stellen Sie sich z.B. folgende Situationen vor:
- Ein Haus brennt, die Person die den Einsatzkräften entgegen kommt ist taub und auf Grund von fehlender Verständigung ist nicht bekannt, wie viele Personen sich wo im Haus befinden. Durch die fehlende Information sterben die Mitbewohner.
- Der Beifahrer in einem Auto ist sehbeeinträchtigt und wird gebeten, hinter die Leitplanke zu treten. In der Aufregung kommen die Informationen, dass der Beifahrer die Leitplanke nicht sieht, beim Helfer nicht an und der Beifahrer läuft in die falsche Richtung. Dadurch gefährdet er sich und andere Verkehrsteilnehmer.
- Um eine Person mit (offensichtlicher) kognitiver Beeinträchtigung zu beruhigen, wird diese an der Schulter berührt, was zu einem Meltdown inklusive Aggression und Weglaufen führt. Die Person gefährdet dadurch sich selber und bindet wertvolle Einsatzkräfte.
Es gibt noch viele weitere Situationen, die man vermeiden könnte, wenn die (ehrenamtlichen) Helfer von vornherein mehr Informationen zur Verfügung über (medizinische) Besonderheiten der betroffenen Person hätten.
Darum fordern wir folgende Punkte:
- Jeder soll die Möglichkeit haben auf freiwilliger Basis medizinische Notfalldaten inklusive Handlungsanweisungen wie z.B. die Person beruhigt werden kann auf der eGK und bei der Leitzentrale basierend auf der Adresse hinterlegt werden können.
- In Link zu den Daten in Form eines QR-Codes soll z.B. für die Anbringen im Auto hinter der Sonnenblende des Fahrers verfügbar sein.
- Die Sicherheitsanforderungen, wer die Daten wann einsehen soll, soll den bisherigen Methoden der Notfalldaten auf der eGK entsprechen.
- Zusätzlich Symbole wie das durchgestrichene Auge (Sehbeeinträchtigung) oder Ohr (Hörbeeinträchtigung) sollen in einer vordefinierten und nicht exponierten Lage von Fahrzeug und Wohnung definiert werden.
- Einsatzkräfte sollen regelmäßig im Umgang mit medizinischen Besonderheiten und Handicaps geschult und sensibilisiert werden.
- Der Umgang mit diesen besonderen Anforderungen soll im 1. Hilfe Kurs verpflichtend integriert werden.
Diese Forderungen würden den Einsatzkräften, Ersthelfern und dadurch auch den betroffenen Menschen in Notfallsituationen helfen. Komplikationen bei Rettungseinsätzen und daraus resultierende Tode können reduziert werden.
Daher möchte ich Sie auffordern, als Vertreter von Menschen mit Handicaps sich für die Einführung einer Schnittstelle zwischen den Notfalldaten der eGK (äquivalentes Angebot für Privatversicherte) und den ILS einzusetzen und diese baldmöglichst umzusetzen.
Vielen Dank
Heike Rabas, 1. Vorsitzende der FamilienAuszeit Meitingen (FAM) e.V.
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Petition am 16. Oktober 2025 erstellt