

Liebe Mitstreiter:innen für eine neue Drogenpolitik,
die Petition befindet sich bei über 12.900 Unterschriften! Das stetige Wachstum der Stimmenzahl bestätigt uns, dass der Wunsch nach einer grundlegenden drogenpolitischen Reform und der Anspruch an Expertise weit verbreitet sind. Philine wurde von der Jetzt interviewt: Zum Interview.
Während die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig am 26.6., dem Weltdrogentag, für die Verschärfung der Repression auf europäischer Ebene plädiert hat (wovon die Global Commission on Drug Policy in ihrem diesjährigen Bericht abgeraten hatte, da diese Strategien Gewalt fördern), haben wir uns als #mybrainmychoice Initiative zusammen mit den Students for Sensible Drug Policy (SSDP) Berlin der Friedensinitiative Global Day of Action unter dem Motto „Support. Don‘t Punish.“ angeschlossen. Aktivist:innen aus aller Welt sind an diesem Tag dazu aufgerufen, mit Aktionen Aufmerksamkeit für drogenpolitische Missstände zu erzeugen und gemeinsam an die Regierungen zu appellieren, Strafverfolgung durch wirksame Hilfsangebote zu ersetzen. Unser Beitrag gestaltete sich als Straßenkunstaktion auf dem Tempelhofer Feld; die Fotos sind auf unserer Website abrufbar.
Im Nachgang folgt morgen, am Samstag, den 11.7. um 14 Uhr ein von SSDP Berlin organisiertes, internationales Online-Panel mit Aktivist:innen aus Argentinien, Australien, Südafrika und Julia für Deutschland: Zum Event.
Bei allem Optimismus über die stetig wachsende Stimmenzahl ist uns jedoch auch bewusst, dass wir in der politischen Debatte noch auf keinen etablierten drogenpolitischen Diskurs treffen und es viel zusätzliche Arbeit und Engagement braucht, um nachhaltig Aufmerksamkeit zu schaffen: für Missstände, die sich durch Tabu, Stigmatisierung, Irrtümer und grobe Vereinfachungen noch in einer schmutzigen Ecke befinden.
Daher gehört zur Kampagne auch die Erarbeitung von Debattenbeiträgen zur Darlegung der momentanen drogenpolitischen Gestaltung in Deutschland, die z. B. ihren gesundheits- und sozialpolitischen Auftrag grob verfehlt (vgl. unsere Artikel zu Harm Reduction und Drogengebrauch im öffentlichen Raum).
Die Petition dient uns als Instrument, den Wunsch nach einer neuen Drogenpolitik – die dem wissenschaftlichen Stand entspricht und die Strafverfolgung entsprechend als gescheitert anerkennt – mit der Forderung nach einer Fachkommission sichtbar zu machen. Unseren Erstunterzeichner:innen aus Zivilgesellschaft, Parteien und Wissenschaft haben sich seit Petitionsstart desweiteren das Knowmad Institut, die LAG Linke Drogenpolitik Berlin, die Hanfparade, die YouTuberin Carolina Subow, die Veranstalter der Berliner Tanzdemo Kollektiv Kirsch und der Rechtswissenschaftler und Drogenpolitikexperte Prof. Dr. Lorenz Böllinger als Partner:innen der Petition und Kampagne angeschlossen.
Ihre Statements präsentieren wir fortlaufend auf Instagram, Twitter, Facebook und unserer Website.
Für eine grundlegend #NeueDrogenpolitik!
Eure Philine und Julia