Freiheit für Roman Protasewitsch!

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Für die Freilassung des belarussischen Journalisten und Bloggers Roman Protasewitsch und seiner Partnerin Sophia Sapega!

Die Entführung und Inhaftierung des Journalisten und Bloggers Roman Protasewitsch und seiner Partnerin Sophia Sapega am 24. Mai 2021 im belarussichen Luftraum ist die brutale Antwort eines totalitären Regimes auf jemanden, der von seinem Menschenrecht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht hat.

Als Journalist und Blogger hat der 26-Jährige auf gesellschaftliche und politische Missstände in seinem Land Belarus hingewiesen. Mit dem harschen Vorgehen gegen den jungen Mann und seine Partnerin setzt Präsident Alexander Lukaschenko die systematische Unterdrückung von Freiheits- und Menschenrechten fort, mit der er gegen Oppositionelle, Andersdenkende und Kulturschaffende vorgeht. Der Fall dieser tragischen Entführung ist ein unfassbarer Eingriff in das Leben eines jungen Menschen, den wir nicht hinnehmen dürfen.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern Sie, Herr Lukaschenko, auf, den belarussischen Journalisten und Blogger Roman Protasewitsch und seine Partnerin Sophia Sapega umgehend freizulassen und die Verfolgung und Drangsalierung von Oppositionellen, Journalist*innen und Kulturschaffenden in Belarus zu beenden.

Die Entführung und Inhaftierung des belarussischen Bloggers und seiner Partnerin ist ein willkürlicher und unrechtmäßiger Akt und ein schwerer Eingriff in die Meinungsfreiheit. Roman Protasewitsch hat nichts anderes getan, als von diesem Menschenrecht Gebrauch zu machen. Ihr Verhalten, Herr Lukaschenko, können und wollen wir so nicht hinnehmen. Wir werden dafür sorgen, dass Taten wie diese nicht vergessen und immer wieder in das Bewusstsein einer internationalen Öffentlichkeit gerufen werden. Mit dem Vorgehen gegen diese beiden jungen Menschen und eine Vielzahl anderer versuchen Sie, Herr Lukaschenko, nach und nach die kritischen und mahnenden Stimmen in Belarus zum Schweigen zu bringen. Das wird Ihnen vor den Augen der Welt nicht gelingen. Kritik ist elementar für eine freie, vielfältige demokratische Gesellschaft. Die Freiheit des Wortes ist ein Menschenrecht und nicht verhandelbar.

An die Bundesregierung und die politischen Kräfte in der EU appellieren wir, an ihrem Kurs festzuhalten und konsequent und nachhaltig für die Meinungsfreiheit in Belarus einzutreten. Wir fordern sie auf, unabdingbar das Menschenrecht der Meinungsfreiheit zu verteidigen und es nicht gegen geostrategische und wirtschaftliche Interessen abzuwägen und seine zentrale Bedeutung in Verhandlungen zu relativieren.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels setzt sich als Verband der deutschen Buchbranche für Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit ein, denn Meinungsfreiheit ist die Grundlage einer freien, vielfältigen demokratischen Gesellschaft. Diese steht weltweit immer stärker unter Druck. Als Initiator der Woche der Meinungsfreiheit vom 3. bis 10. Mai 2021 haben wir zusammen mit einem breiten Bündnis von Partnern mit der Charta der Meinungsfreiheit ein inhaltliches Fundament geschaffen, auf das sich Verfolgte weltweit berufen können, und die gleichzeitig ein starkes Bekenntnis der Zivilgesellschaft für Freiheit und Gerechtigkeit ist. Diese Charta können Sie hier unterzeichnen: www.woche-der-meinungsfreiheit.de/charta

Blogger*innen, Journalist*innen, Autor*innen, Verleger*innen und Buchhändler*innen sowie alle Kunst- und Kulturschaffenden leisten einen wesentlichen Beitrag zu Demokratie und Freiheit. Daher setzen wir uns entschieden für das Recht auf freie Meinungsäußerung ein.

Unterstützen Sie bitte unsere Petition und treten Sie mit uns für dieses Grundrecht und das Wort und die Freiheit ein! 

#FreeProtasevich #FreeBelarus #FreeWordsBelarus

Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels

Zusammen mit zahlreichen Partnern, u.a.: PEN-Zentrum Deutschland, Bildungsstätte Anne Frank, Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di, Frankfurter Buchmesse, MVB, mediacampus frankfurt, Louise-Aston-Gesellschaft, Frankfurter Agenturallianz, Spread Group und Weiter Schreiben.