Verbesserung der Rahmenbedingungen an Berliner Schulen


Verbesserung der Rahmenbedingungen an Berliner Schulen
Das Problem
Mit dieser Petition werden folgende Punkte gefordert:
Die Senkung der Klassenstärken im Land Berlin ab dem Einschulungsjahr 2023/2024 auf maximal 24 Kinder wieder zu reduzieren und eine „Ermäßigungmodell“ mit noch geringeren Klassenstärken in den sogenannten Brennpunktschulen zu erarbeiten.
Die sofortige Freigabe von mehr Geldern für die umgehende Umsetzung der geplanten Bauvorhaben in Berliner Schulen, um Schulplätze zu schaffen / zu erhalten, statt die geplanten Bauvorhaben zu vertagen.
Mehr Gelder für Personal für individuelle Förderung leistungsschwacher Kinder spätestens zum Schuljahr 2023/2024 bereitzustellen.
Die Begleitung durch Schulhelfer spätestens ab dem Schuljahr 2023/2024 auch für Kinder mit dem Status emotionale-soziale Entwicklung zu ermöglichen / zu finanzieren.
Eine umgehende verlässlichen Aussage und Information für die Eltern und die umliegenden Schulen im Kiez, wie es nächstes Schuljahr und auch in Zukunft mit Kindern im Einzugsgebiet der Anna Lindt Schule aussieht – werden die anderen Schulen sie aufnehmen (müssen)? Wo werden diese beschult? Welche Unterstützung / Kompensation ist für die Schulen vorgesehen bei Aufnahme von mehr Schüler*innen?
Warum werden diese Punkte gefordert?
Ich bin Diplom Pädagogin, ehemalige Schulsozialarbeiterin einer Brennpunktschule und auch Mutter eines Kindes, das nächstes Jahr eingeschult wird. Ich habe mir fast sämtliche Grundschulen im Umkreis des Brüsseler Kiezes angeschaut und bin geschockt, was die jetzigen und vor allem die prognostizierten Zustände an den Schulen angeht. In den Klassen ist oftmals eine Klassenstärke von 26 Schüler*Innen, teilweise 27 und es wird von manchen Schulleiter*Innen mit einem Anstieg auf eine Stärke von 28 Kinder gerechnet.
Die Eltern werden, um Unterstützung gebeten um Sanierungsarbeiten voranzubringen. In einer anderen Schule wird berichtet, dass sie keine Smartboards installieren können, weil die Stromleitungen im Haus das nicht hergeben und auch WLAN sei nicht möglich. Tatsächlich wurde erst im RBB berichtet, dass viele geplante Baumaßnahmen vorerst nicht umgesetzt werden. Dort heißt es: Allein im Bezirk Mitte können laut Bezirksschulstadträtin Stefanie Remlinger "500 Grundschulplätze und 800 Oberschulplätze nicht realisiert werden, weil Ausbaumaßnahmen verschoben werden". Hier der Link dazu (02.10.2022): https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/09/schulen-berlin-neubau-offensive-sanierung-foerderung-plaetze.html
Durch die Umstände des Umzugs / Teilschließung der Anna Lindt Schule besteht zudem große Unsicherheit und unterschiedliche Aussagen. Einige lassen verlauten, dass nächste Jahr keine Erstklässler*innen an der Anna Lindt eingeschult werden, andere gehen fest davon aus. Die Situation verschärft die Lage an den angrenzenden Schulen. Um Horträume wird gebangt und als Elternteil hat man Angst selbst an der Einzugsschule keinen Schulplatz zu bekommen. Auf die eh knappen Schulplätze, bewerben sich nun verständlicher Weise noch mehr Kinder, deren Eltern nicht eine Schule wollen, zu der ihre Kinder hingeshuttelt werden müssen. Hier wird das Motto: „Kurze Beine, kurze Wege“ mit den Füßen getreten. Eine Schule begann ihre Schulführung mit der Aussage, dass sie alleine mehr als doppelt so viele Kinder im Einzugsgebiet haben, wie sie anhand ihrer Schulplatzkapazität unterbringen könnten, ungeachtet von den Kinder die ggf. von der Anna Lindt dazu kommen könnten.
Gerade in unserem Kiez ist Schule für viele Kinder der wichtigste Baustein, um Bildung zu erlangen! Kinder haben ein Recht auf Bildung! Was ich hörte, hört sich aber teilweise aufgrund der Rahmenbedingungen eher nach besserer Aufbewahrungsanstalt an. Weder das Kind und seine Bedürfnisse noch bildungswissenschaftliche Erkenntnisse können in Schulen mit solchen Rahmenbedingungen Berücksichtigung finden. Schon jetzt können einige Kinder in der 5. Klasse immer noch nicht lesen und das war noch mit geringeren Klassenfrequenzen und besser ausbildeten Lehrer*Innen. In unserem Kiez leben viele Kinder, die in ihren Familien kein Deutsch sprechen und / oder im bildungsfernen Familien leben oder auch in Armut leben. Gerade diese Kinder brauchen bessere Bedingungen und mehr Unterstürzung in Schulen, um einen Bildungserfolg zu erzielen. Ganz abgesehen davon, dass ein Klassenraum für 28 Kinder sehr eng ist, was wiederum Konfliktpotential unter den Schüler*innen fördert.
Alle Schulen haben mit dem Lehrer*innenmangel zu kämpfen! Einige Schulen betitelten sich selber als Ausbildungsschule und zum Kollegium gehören z.B. auch Lehrkräfte ohne volle Lehrbefähigung, Referendare und Praxissemesterstudent*innen.
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Das Problem
Mit dieser Petition werden folgende Punkte gefordert:
Die Senkung der Klassenstärken im Land Berlin ab dem Einschulungsjahr 2023/2024 auf maximal 24 Kinder wieder zu reduzieren und eine „Ermäßigungmodell“ mit noch geringeren Klassenstärken in den sogenannten Brennpunktschulen zu erarbeiten.
Die sofortige Freigabe von mehr Geldern für die umgehende Umsetzung der geplanten Bauvorhaben in Berliner Schulen, um Schulplätze zu schaffen / zu erhalten, statt die geplanten Bauvorhaben zu vertagen.
Mehr Gelder für Personal für individuelle Förderung leistungsschwacher Kinder spätestens zum Schuljahr 2023/2024 bereitzustellen.
Die Begleitung durch Schulhelfer spätestens ab dem Schuljahr 2023/2024 auch für Kinder mit dem Status emotionale-soziale Entwicklung zu ermöglichen / zu finanzieren.
Eine umgehende verlässlichen Aussage und Information für die Eltern und die umliegenden Schulen im Kiez, wie es nächstes Schuljahr und auch in Zukunft mit Kindern im Einzugsgebiet der Anna Lindt Schule aussieht – werden die anderen Schulen sie aufnehmen (müssen)? Wo werden diese beschult? Welche Unterstützung / Kompensation ist für die Schulen vorgesehen bei Aufnahme von mehr Schüler*innen?
Warum werden diese Punkte gefordert?
Ich bin Diplom Pädagogin, ehemalige Schulsozialarbeiterin einer Brennpunktschule und auch Mutter eines Kindes, das nächstes Jahr eingeschult wird. Ich habe mir fast sämtliche Grundschulen im Umkreis des Brüsseler Kiezes angeschaut und bin geschockt, was die jetzigen und vor allem die prognostizierten Zustände an den Schulen angeht. In den Klassen ist oftmals eine Klassenstärke von 26 Schüler*Innen, teilweise 27 und es wird von manchen Schulleiter*Innen mit einem Anstieg auf eine Stärke von 28 Kinder gerechnet.
Die Eltern werden, um Unterstützung gebeten um Sanierungsarbeiten voranzubringen. In einer anderen Schule wird berichtet, dass sie keine Smartboards installieren können, weil die Stromleitungen im Haus das nicht hergeben und auch WLAN sei nicht möglich. Tatsächlich wurde erst im RBB berichtet, dass viele geplante Baumaßnahmen vorerst nicht umgesetzt werden. Dort heißt es: Allein im Bezirk Mitte können laut Bezirksschulstadträtin Stefanie Remlinger "500 Grundschulplätze und 800 Oberschulplätze nicht realisiert werden, weil Ausbaumaßnahmen verschoben werden". Hier der Link dazu (02.10.2022): https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2022/09/schulen-berlin-neubau-offensive-sanierung-foerderung-plaetze.html
Durch die Umstände des Umzugs / Teilschließung der Anna Lindt Schule besteht zudem große Unsicherheit und unterschiedliche Aussagen. Einige lassen verlauten, dass nächste Jahr keine Erstklässler*innen an der Anna Lindt eingeschult werden, andere gehen fest davon aus. Die Situation verschärft die Lage an den angrenzenden Schulen. Um Horträume wird gebangt und als Elternteil hat man Angst selbst an der Einzugsschule keinen Schulplatz zu bekommen. Auf die eh knappen Schulplätze, bewerben sich nun verständlicher Weise noch mehr Kinder, deren Eltern nicht eine Schule wollen, zu der ihre Kinder hingeshuttelt werden müssen. Hier wird das Motto: „Kurze Beine, kurze Wege“ mit den Füßen getreten. Eine Schule begann ihre Schulführung mit der Aussage, dass sie alleine mehr als doppelt so viele Kinder im Einzugsgebiet haben, wie sie anhand ihrer Schulplatzkapazität unterbringen könnten, ungeachtet von den Kinder die ggf. von der Anna Lindt dazu kommen könnten.
Gerade in unserem Kiez ist Schule für viele Kinder der wichtigste Baustein, um Bildung zu erlangen! Kinder haben ein Recht auf Bildung! Was ich hörte, hört sich aber teilweise aufgrund der Rahmenbedingungen eher nach besserer Aufbewahrungsanstalt an. Weder das Kind und seine Bedürfnisse noch bildungswissenschaftliche Erkenntnisse können in Schulen mit solchen Rahmenbedingungen Berücksichtigung finden. Schon jetzt können einige Kinder in der 5. Klasse immer noch nicht lesen und das war noch mit geringeren Klassenfrequenzen und besser ausbildeten Lehrer*Innen. In unserem Kiez leben viele Kinder, die in ihren Familien kein Deutsch sprechen und / oder im bildungsfernen Familien leben oder auch in Armut leben. Gerade diese Kinder brauchen bessere Bedingungen und mehr Unterstürzung in Schulen, um einen Bildungserfolg zu erzielen. Ganz abgesehen davon, dass ein Klassenraum für 28 Kinder sehr eng ist, was wiederum Konfliktpotential unter den Schüler*innen fördert.
Alle Schulen haben mit dem Lehrer*innenmangel zu kämpfen! Einige Schulen betitelten sich selber als Ausbildungsschule und zum Kollegium gehören z.B. auch Lehrkräfte ohne volle Lehrbefähigung, Referendare und Praxissemesterstudent*innen.
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Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 2. Oktober 2022 erstellt