Verifizierter Erfolg

Spielplätze öffnen – Familien entlasten – Risikogruppen schützen

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Die Schließung von öffentlichen Spielplätzen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ist unverhältnismäßig und erschwert vielen Familien das Leben im Ausnahmezustand. Kinder werden durch die Schließung von Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie durch die Kontaktsperre stark isoliert und gleichermaßen in ihrer natürlichen Entwicklung gehemmt, obwohl sie nur in den seltensten Fällen zur Risikogruppe von COVID-19 gehören. Durch die ohnehin starke Isolierung der Kinder erscheint ein Risiko für die Gesellschaft durch konventionelle Spielplatznutzung gering, insbesondere dann, wenn Kinder verantwortungsvoll beaufsichtigt werden. Öffentliche Spielplätze müssen deshalb wieder zugänglich sein!

Soziale Ungleichheit reduzieren

Kinder brauchen Bewegung im Freien und gerade deshalb öffentliche, kindgerechte Spielflächen! Spielplätze sind ein geeigneter Ort, um der Enge der eigenen vier Wände zu entkommen, den kindlichen Spieltrieb zu befriedigen und motorische Fähigkeiten zu erlernen.

Die gegenwärtige Spielplatzschließung schränkt insbesondere Familien im urbanen Raum ein, die keinen Zugang zu privaten, kindgerechten Flächen im Freien haben. Spielplatzschließungen treffen deshalb häufig jene Familien besonders stark, die auf beengtem Wohnraum leben und verstärken somit soziale Ungleichheit zum Nachteil der Kinder dieser Familien.

Erhebliche Infektionsgefahr durch Spielplätze?

Eine erhebliche Infektionsgefahr durch die konventionelle Spielplatznutzung ist umstritten und erscheint bei einer mäßigen Auslastung der Anlagen fragwürdig. Die Studie von Prof. Dr. Streeck zur COVID-19 Case-Cluster-Study (Gemeinde Gangelt) belegt, dass Schmierinfektionen bei Sars-Cov-2 annähernd ausgeschlossen sind. Die Benutzung von Spielgeräten ist bei verantwortungsvoller Beaufsichtigung der Kinder sowie der weitestgehenden Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln folglich vergleichsweise risikoarm.

Sollte der Gesetzgeber dennoch eine erhebliche, gesamtgesellschaftliche Gefährdung durch die konventionelle Spielplatznutzung sehen, erwarten wir, dass umgehend regulierende Verordnungen bzw. Gesetze erlassen werden, die eine Spielplatznutzung ermöglichen.

Spielflächen bleiben, auch wenn man die Spielplätze schließt

Durch die Schließung der Spielplätze verschwinden Kinder nicht aus dem öffentlichen Leben. Sie spielen jetzt nur an anderen, weniger kindgerechten Orten, wie beispielsweise in Parks, Innenhöfen oder Wäldern. Dort kommt es teils zu ähnlichen Szenarien wie sie auf Spielplätzen stattgefunden hätten. Diese Szenarien unterscheiden sich aber unter Anderem dadurch, dass Kinder nun näher an Risikogruppen heranrücken, weshalb Angst oder gar Aggressivität bei Passanten entsteht, die sich einem unkalkulierbarem Risiko ausgesetzt fühlen.

Wir fordern deshalb, dass Spielplätze unverzüglich wieder geöffnet oder umgehend Verordnungen bzw. Gesetze erlassen werden, die eine Öffnung der Spielplätze zur Folge haben.

 



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