Petition update

Besuchen wir unsere Abgeordneten

Sonja Schuhmacher
Weiden, Germany

Sep 13, 2015 — Vor der Abstimmung im Bundestag sollten wir Fracking-Gegner den Druck auf unsere Abgeordneten erhöhen. Bundesweit werden engagierte Bürger und Initiativen in der kommenden Woche Abgeordneten-Büros aufsuchen und die Presse dazu einladen. Dabei kann dem Büro der folgende Brief übergeben werden:
Sehr geehrte Abgeordnete,
eine breite Gemeinschaft aus Bürgerinitiativen und Umweltverbänden, aus Wirtschaftsunternehmen
und Erzeugerbranchen mit Abhängigkeit von sauberem Grundwasser, aus kommunalen
Wasserversorgern und Kommunen sowie aus Gewerkschaftsverbänden und kirchlichen
Organisationen hat sich in der jüngeren Vergangenheit unmissverständlich gegen die Einführung
der Fracking-Förderung zur Produktion von Erdöl und Erdgas in Deutschland positioniert. Sie alle
eint die Sorge um die Gesundheit der Menschen in den Fördergebieten, um die Erhaltung unseres
Grundwassers und die negativen Auswirkungen einer Energiegewinnung, die wider besseres
Wissen auf fossile Energieträger setzt.
Hunderttausende Menschen haben sich in über 300 Unterstützer-Organisationen zusammengeschlossen
und die „Korbacher Resolution“ gegen jegliches Fracking in Deutschland
unterzeichnet. 2.500 Gemeinden in Deutschland haben sich für „frackingfrei“ erklärt, darunter
auch die Städte Düsseldorf, Koblenz und Kleve. Zwei Drittel aller Bundesbürger sprechen sich
mehreren Umfragen zufolge gegen die Einführung der Frackingförderung in Deutschland aus.
Die möglichen Risiken für Mensch, Natur und Immobilien durch die Förderung von Kohlenwasserstoffen,
egal ob mit oder ohne den Einsatz der Fracking-Technik wie
 Trinkwassergefährdung
 Schadstoffbelastung von Luft und Boden
 hierdurch bedingte Erkrankungen bis hin zu Krebserkrankungen, wie sie vielfältig in den
USA belegt sind
 Auslösung von Erdbeben
 Flächenzerstörung durch Industrialisierung der Landschaft
sind im Zuge der Diskussionen immer wieder benannt worden, finden aber in dem Rechtsänderungspaket
nur unzureichend Berücksichtigung.
Darüber hinaus sind die Konsequenzen wirtschaftlicher Natur: In den Unternehmen und in den
Verbänden der Getränke- und Nahrungsmittelindustrien sowie des Agrarbereiches mit einem
jährlichen Gesamtumsatz von 100 Mrd. EUR sind rund 700.000 Beschäftigte tätig, deren
Arbeitsplätze bedroht wären.
Damit der Schutz von Mensch und Umwelt im Sinne heutiger und zukünftiger Generationen zu
seinem Recht kommt, sind Sie als Volksvertreter jetzt gefragt. Stoppen Sie das Rechtsänderungspaket
zur Zulassung von Fracking und schreiben Sie im Bundesberggesetz ein
ausnahmsloses Verbot aller Formen des Fracking fest sowie ein Verbot der unterirdischen
Entsorgung von Lagerstättenwasser und Flowback.
Seite 2 zum Offenen Brief an Minister und Abgeordnete vom 06.09.2015
Verhängen Sie für den Übergang, bis zum Inkrafttreten der Änderungen im Bundesberggesetz,
ein sofortiges Moratorium auf Fracking und die unterirdische „Entsorgung“ von
Lagerstättenwasser und Flowback.
Stellen Sie die erste Weiche für eine zukunftsfähige Energieversorgung, zeigen Sie, dass Ihnen
die formulierten Klimaziele, Begrenzung des Temperaturanstieges auf max. 2° Celsius, zu der
sich Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen des G7-Gipfels in Ellmau bekannt hat, ernst sind.
Lassen Sie es nicht zu, dass hier ein Regelungswerk verabschiedet wird, das den kurzzeitigen
wirtschaftlichen Profit eines Wirtschaftsbereiches begünstigt, welcher vor dem Hintergrund der
notwendigen Energiewende keine Zukunft mehr hat, die Risiken dieses Handelns aber über viele
Generationen vergesellschaftet.
Mit freundlichen Grüßen.
im Auftrag: Volker Fritz
für die Tagungsteilnehmer des Bundestreffens
Liste der Initiativen des Treffens:
IG Hamminkeln gegen Gasbohren/Niederrhein
BUND KV Kassel
BI Gegen Gasbohren Kleve
BI Wir gegen Fracking in Lüneburg
BBU Bonn
BIST Witten
Berliner Wassertisch gegen Fracking
Arbeitskreis Fracking Braunschweiger Land
BI kein-frack-in-wf, Lkrs Wolfenbüttel
BI Bergbaubetroffener am Niederrhein
BI Fahner Höhe gegen Fracking, Thüringen
BI Frackingfreies Heessen n.e.V.
IG Frackingfreies Artland
Abgefrackt Bündnis Weidener Becken gegen Fracking, Oberpfalz
Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V.
Gemeinnütziger Umweltschutzverein pro gruen e.V., Paderborn
BIGG Hamm
GENUK e.V., Hamburg
BI LangBÜRGnERsee, Chiemgau, Bayern
BI Flecken Langwedel gegen Gasbohren
BI Frackloses Gasbohren im Lkrs Rotenburg e.V.

Frackingfreie Grüße
Sonja Schuhmacher


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