Wir sind in den vergangenen zwei Tagen häufig gefragt worden: Hat sich etwas bewegt? Wie reagiert die Politik? Was sind die nächsten Schritte?
Glauben Sie uns - wir stellen uns diese Fragen ebenfalls. Leider haben wir außer einer Antwort über den Nachrichtendienst Twitter noch keine Rückmeldungen der Landesbehörden. Leider hat sich darüber hinaus eine Debatte im Bundestag ergeben, die wir mit großer Sorge - sogar mit Unverständnis wahrgenommen haben: Der Bundestag hat gestern einer humanitären Aufnahme von 5.000 schutzbedürftigen Kindern nicht zugestimmt. Gleichzeitig haben die EU-Innenminister während einer Konferenz in Brüssel klargestellt, es müsse „zunächst Ordnung geschaffen und dann könne Menschlichkeit geübt werden“. Weiter heißt es: „Erst wenn Stabilisierung gelungen sei, solle man „zeitnah“ die Umverteilung minderjähriger Flüchtlinge aus Griechenland in andere EU-Länder angehen,“ (Quelle). Die Verantwortung wird stets weitergeschoben. Es ist aus unserer Sicht - und dies ist insbesondere die Sicht mit einer humanitären Brille - eine Katastrophe, dass Menschen in einer akuten Notlage nicht geholfen wird.
Was sind die nächsten Schritte?
Wir werden weiterhin öffentlich und nicht-öffentlich mit Menschen über unsere Forderungen sprechen: Politiker*innen, Journalist*innen, NGO-Mitarbeitende, Ehrenamtliche vor Ort und in Deutschland. Wir erleben in diesen Tagen viel Verständnis, aber leider wenig Verantwortungsübernahme. Sprechen Sie daher Ihren Abgeordneten aus Ihrer Region und fragen Sie ihn/sie, wieso er/sie so abgestimmt hat.
Wir werden auch weiterhin Informationen zusammentragen, um unsere Forderungen an entsprechenden Stellen zu platzieren. Haben Sie hierzu Ideen? Wir freuen uns über jeden Kontakt, den Sie herstellen können.
Teilen Sie bitte weiterhin unser Anliegen - am besten in Form unserer Petition, die weiterhin online unterzeichnet werden kann —> http://chng.it/pfHDWw6wXM. Derzeit haben wir fast 10.000 Unterzeichner*innen - die Zahl der Unterstützung wächst stetig. Leider nehmen auch die Zahlen derer zu, die uns anfeinden. Dies muss an dieser Stelle ebenfalls gesagt werden.
Zusätzlich gibt es eine weitere Petition des MdEP Erik Marquardt, mit dem wir in der Vergangenheit bereits zusammengearbeitet haben. Unterzeichnen Sie auch diese Petition.
Wir haben Kraft und Energie gemeinsam für die Menschen eine Stimme zu sein.
In den kommenden Tagen halten wir Sie über Updates auf dem Laufenden.