Fordert Transparenz über Asbest in Luxemburger Wohngebäuden

Le problème

Luxemburgisch | Deutsch | Französisch​ | Englisch

Wir, die Mitglieder von
Helvilux asbl
und
HELVILUX Media,

fordern die zuständigen Ministerien in Luxemburg auf, vollständige Transparenz über das Vorkommen von Asbest in Wohngebäuden zu schaffen, mit besonderem Fokus auf Bauten des öffentlichen Sektors. Obwohl Asbest in Luxemburg seit 2001 verboten ist, enthalten viele Gebäude – sowohl private als auch öffentliche – weiterhin dieses gefährliche Material. Derzeit gibt es keine öffentlich zugänglichen Daten über das tatsächliche Ausmaß der Asbestbelastung. Dadurch bleiben Bewohner, Arbeitnehmer und Familien über mögliche Gesundheitsrisiken im Unklaren.

 
Asbest: Eine stille und langfristige Gesundheitsgefahr
Asbest ist ein natürlich vorkommendes, faseriges Mineral, das früher häufig in Isolierungen, Zementplatten, Dachmaterialien, Rohrleitungen, Brandschutzverkleidungen und im Industriebau verwendet wurde.

Wird Asbest beschädigt oder gestört, setzt er mikroskopisch kleine Fasern frei, die sich in der Luft verbreiten können. Diese Fasern können:

  • in die Lunge eingeatmet werden
  • sich an Haut und Kleidung anheften
  • durch Sekundärexposition in Wohnungen getragen werden
  • jahrzehntelang im Körper verbleiben

Mit Asbest in Verbindung stehende Krankheiten sind unter anderem:

  • Mesotheliom (eine seltene und aggressive Krebsart)
  • Lungenkrebs
  • Asbestose

Die Symptome treten häufig erst 10 bis 40 Jahre nach der Exposition auf – Asbest ist daher eine tickende Zeitbombe. Die Überlebensraten bei Mesotheliomen sind äußerst gering.

Selbst minimale oder indirekte Exposition kann verheerende Folgen haben.

Aktuelle Fälle verdeutlichen das Problem

Ein Einfamilienhaus im Moseltal
Im Dezember 2024 kaufte ein Eigentümer ein Haus im Wert von 1 Million Euro, nur um später festzustellen, dass die äußeren Faserzementplatten Asbest enthielten – trotz wiederholter Zusicherungen der Verkäufer und Immobilienmakler, das Material sei asbestfrei. Erst durch rechtliche Schritte und professionelle Tests konnte die Familie ihr Haus sicher beziehen. Dank des engagierten Einsatzes der Anwältin Saliha Dekhar sowie der Berichterstattung durch die Luxembourg Times und das Luxemburger Wort erhielt die Familie eine Entschädigung, die die Asbestsanierung und damit verbundene Kosten abdeckte.

Grundschule Belvaux Poste – Gemeinde Sassenheim (Sanem):
Im Keller der Schule wurde Asbest entdeckt, was zur sofortigen Schließung und zur vorübergehenden Umsiedlung der Schüler führte. Die Behörden reagierten schnell, um das Risiko einzudämmen, weitere Tests durchzuführen und die Eltern zu informieren. Die Berichterstattung von RTL und anderen Medien stellte sicher, dass die Öffentlichkeit informiert wurde und das Bewusstsein für die verborgenen Gefahren in öffentlichen Gebäuden geschärft wurde.

Diese Fälle zeigen, dass Asbest in Luxemburg weiterhin ein ernstes Gesundheitsproblem darstellt – sowohl in privaten Wohnhäusern als auch in öffentlichen Einrichtungen. Medien, Anwälte und aufmerksame Bürger spielten eine entscheidende Rolle dabei, den Betroffenen zu helfen und die nationale Debatte über Asbestsicherheit neu zu entfachen.

 
Belval / Ehemaliges ARBED- (ArcelorMittal-) Industriegelände - Gemeinde Sassenheim
Zwei historische Backsteinschornsteine des ehemaligen ARBED-Stahlwerks in Belval sollen nun abgebaut werden.

Die Behörden nannten folgende Gründe:

  • Starke strukturelle Schäden
  • Sicherheitsrisiken
  • Geschätzte Restaurierungskosten von über 6 Millionen Euro
  • Zusätzliche Asbestsanierungsmaßnahmen

In der Pressemitteilung wurde bestätigt, dass die Erhaltungskosten auch die Entfernung von Asbest sowie den Abriss kontaminierter Lüftungskanäle umfassen.
Die Instandhaltungskosten hätten sich auf etwa 1 Million Euro alle 3–5 Jahre belaufen.

Belval hat sich von einem Schwerindustriegebiet zu einem modernen Stadtviertel mit Wohnungen, Restaurants und Gemeinschaftsräumen entwickelt. Doch der Abbau dieser Schornsteine verdeutlicht eine unbequeme Realität:

Luxemburgs industrielle Vergangenheit – insbesondere im Zusammenhang mit der Stahlproduktion – hat Infrastruktur hinterlassen, in der Asbest weit verbreitet war.

Mit der fortschreitenden Umgestaltung ehemaliger Industrieflächen stellen sich wichtige Fragen:

  • Wie viel Asbest ist noch in ehemaligen Industriegebieten vorhanden?
  • Welche Überwachungssysteme existieren?
  • Sind Anwohner und Arbeitnehmer vollständig informiert?
  • Stadtentwicklung darf nicht zu stiller Exposition führen. 

Unsere Forderungen
Helvilux asbl fordert die luxemburgische Regierung auf:

  1. Detaillierte nationale Statistiken über Gebäude mit Asbestbelastung zu veröffentlichen, insbesondere über:
  • Öffentliche Schulen
  • Regierungsgebäude
  • Sozialwohnungen
  • Gesundheitseinrichtungen

2. Eine öffentlich zugängliche nationale Asbest-Risikokarte zu erstellen.
3. Eine strukturierte Inspektions- und Sanierungsstrategie für Gebäude des öffentlichen Sektors umzusetzen.
4. Eine landesweite Aufklärungskampagne zu starten, die erklärt:

  • Die Risiken von Asbest
  • Wie mögliche Exposition erkannt werden kann
  • Welche Schritte Bürger ergreifen können

5. Die Aufsicht über Asbestsanierungsunternehmen zu verschärfen, durch:

  • Verpflichtende Zertifizierung und Lizenzierung
  • Regelmäßige Sicherheitsinspektionen
  • Transparente Berichterstattung über die Einhaltung von Vorschriften
  • Konsequente Durchsetzung und Sanktionen bei Verstößen

6. Unterstützungsmechanismen für betroffene Familien und Risikogruppen einzurichten.

Transparenz ist keine Option, wenn es um öffentliche Gesundheit geht.

Warum das jetzt wichtig ist
Luxemburg investiert zu Recht in Verkehrssicherheit und Arbeitsschutz. Das Risiko durch Asbest verdient die gleiche Dringlichkeit.

Die Gefahr verschwindet nicht einfach, nur weil das Material vor 25 Jahren verboten wurde. Solange Asbest in Gebäuden vorhanden ist, besteht weiterhin ein Risiko – insbesondere bei Renovierungsarbeiten und Infrastrukturmodernisierungen.

Still abzuwarten, bis in Jahrzehnten weitere Diagnosen gestellt werden, ist keine verantwortungsvolle Regierungsführung.

 
Über Helvilux asbl
Helvilux asbl ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für den Schutz lokaler Kultur, Integration sowie für die Verbesserung von Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung in Luxemburg und der Schweiz einsetzt. Wir klären auf, unterstützen betroffene Familien und setzen uns für sicherere Lebensräume ein.

Wir sind auf Spenden angewiesen, um unsere Arbeit fortzuführen. Wenn Sie unsere Mission unterstützen und einen Beitrag leisten möchten, klicken Sie bitte hier.

Unterzeichnen Sie diese Petition und fordern Sie Transparenz und konkrete Maßnahmen. Gemeinsam können wir Leben schützen und Luxemburg für alle sicherer machen.

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fordern die zuständigen Ministerien in Luxemburg auf, vollständige Transparenz über das Vorkommen von Asbest in Wohngebäuden zu schaffen, mit besonderem Fokus auf Bauten des öffentlichen Sektors. Obwohl Asbest in Luxemburg seit 2001 verboten ist, enthalten viele Gebäude – sowohl private als auch öffentliche – weiterhin dieses gefährliche Material. Derzeit gibt es keine öffentlich zugänglichen Daten über das tatsächliche Ausmaß der Asbestbelastung. Dadurch bleiben Bewohner, Arbeitnehmer und Familien über mögliche Gesundheitsrisiken im Unklaren.

 
Asbest: Eine stille und langfristige Gesundheitsgefahr
Asbest ist ein natürlich vorkommendes, faseriges Mineral, das früher häufig in Isolierungen, Zementplatten, Dachmaterialien, Rohrleitungen, Brandschutzverkleidungen und im Industriebau verwendet wurde.

Wird Asbest beschädigt oder gestört, setzt er mikroskopisch kleine Fasern frei, die sich in der Luft verbreiten können. Diese Fasern können:

  • in die Lunge eingeatmet werden
  • sich an Haut und Kleidung anheften
  • durch Sekundärexposition in Wohnungen getragen werden
  • jahrzehntelang im Körper verbleiben

Mit Asbest in Verbindung stehende Krankheiten sind unter anderem:

  • Mesotheliom (eine seltene und aggressive Krebsart)
  • Lungenkrebs
  • Asbestose

Die Symptome treten häufig erst 10 bis 40 Jahre nach der Exposition auf – Asbest ist daher eine tickende Zeitbombe. Die Überlebensraten bei Mesotheliomen sind äußerst gering.

Selbst minimale oder indirekte Exposition kann verheerende Folgen haben.

Aktuelle Fälle verdeutlichen das Problem

Ein Einfamilienhaus im Moseltal
Im Dezember 2024 kaufte ein Eigentümer ein Haus im Wert von 1 Million Euro, nur um später festzustellen, dass die äußeren Faserzementplatten Asbest enthielten – trotz wiederholter Zusicherungen der Verkäufer und Immobilienmakler, das Material sei asbestfrei. Erst durch rechtliche Schritte und professionelle Tests konnte die Familie ihr Haus sicher beziehen. Dank des engagierten Einsatzes der Anwältin Saliha Dekhar sowie der Berichterstattung durch die Luxembourg Times und das Luxemburger Wort erhielt die Familie eine Entschädigung, die die Asbestsanierung und damit verbundene Kosten abdeckte.

Grundschule Belvaux Poste – Gemeinde Sassenheim (Sanem):
Im Keller der Schule wurde Asbest entdeckt, was zur sofortigen Schließung und zur vorübergehenden Umsiedlung der Schüler führte. Die Behörden reagierten schnell, um das Risiko einzudämmen, weitere Tests durchzuführen und die Eltern zu informieren. Die Berichterstattung von RTL und anderen Medien stellte sicher, dass die Öffentlichkeit informiert wurde und das Bewusstsein für die verborgenen Gefahren in öffentlichen Gebäuden geschärft wurde.

Diese Fälle zeigen, dass Asbest in Luxemburg weiterhin ein ernstes Gesundheitsproblem darstellt – sowohl in privaten Wohnhäusern als auch in öffentlichen Einrichtungen. Medien, Anwälte und aufmerksame Bürger spielten eine entscheidende Rolle dabei, den Betroffenen zu helfen und die nationale Debatte über Asbestsicherheit neu zu entfachen.

 
Belval / Ehemaliges ARBED- (ArcelorMittal-) Industriegelände - Gemeinde Sassenheim
Zwei historische Backsteinschornsteine des ehemaligen ARBED-Stahlwerks in Belval sollen nun abgebaut werden.

Die Behörden nannten folgende Gründe:

  • Starke strukturelle Schäden
  • Sicherheitsrisiken
  • Geschätzte Restaurierungskosten von über 6 Millionen Euro
  • Zusätzliche Asbestsanierungsmaßnahmen

In der Pressemitteilung wurde bestätigt, dass die Erhaltungskosten auch die Entfernung von Asbest sowie den Abriss kontaminierter Lüftungskanäle umfassen.
Die Instandhaltungskosten hätten sich auf etwa 1 Million Euro alle 3–5 Jahre belaufen.

Belval hat sich von einem Schwerindustriegebiet zu einem modernen Stadtviertel mit Wohnungen, Restaurants und Gemeinschaftsräumen entwickelt. Doch der Abbau dieser Schornsteine verdeutlicht eine unbequeme Realität:

Luxemburgs industrielle Vergangenheit – insbesondere im Zusammenhang mit der Stahlproduktion – hat Infrastruktur hinterlassen, in der Asbest weit verbreitet war.

Mit der fortschreitenden Umgestaltung ehemaliger Industrieflächen stellen sich wichtige Fragen:

  • Wie viel Asbest ist noch in ehemaligen Industriegebieten vorhanden?
  • Welche Überwachungssysteme existieren?
  • Sind Anwohner und Arbeitnehmer vollständig informiert?
  • Stadtentwicklung darf nicht zu stiller Exposition führen. 

Unsere Forderungen
Helvilux asbl fordert die luxemburgische Regierung auf:

  1. Detaillierte nationale Statistiken über Gebäude mit Asbestbelastung zu veröffentlichen, insbesondere über:
  • Öffentliche Schulen
  • Regierungsgebäude
  • Sozialwohnungen
  • Gesundheitseinrichtungen

2. Eine öffentlich zugängliche nationale Asbest-Risikokarte zu erstellen.
3. Eine strukturierte Inspektions- und Sanierungsstrategie für Gebäude des öffentlichen Sektors umzusetzen.
4. Eine landesweite Aufklärungskampagne zu starten, die erklärt:

  • Die Risiken von Asbest
  • Wie mögliche Exposition erkannt werden kann
  • Welche Schritte Bürger ergreifen können

5. Die Aufsicht über Asbestsanierungsunternehmen zu verschärfen, durch:

  • Verpflichtende Zertifizierung und Lizenzierung
  • Regelmäßige Sicherheitsinspektionen
  • Transparente Berichterstattung über die Einhaltung von Vorschriften
  • Konsequente Durchsetzung und Sanktionen bei Verstößen

6. Unterstützungsmechanismen für betroffene Familien und Risikogruppen einzurichten.

Transparenz ist keine Option, wenn es um öffentliche Gesundheit geht.

Warum das jetzt wichtig ist
Luxemburg investiert zu Recht in Verkehrssicherheit und Arbeitsschutz. Das Risiko durch Asbest verdient die gleiche Dringlichkeit.

Die Gefahr verschwindet nicht einfach, nur weil das Material vor 25 Jahren verboten wurde. Solange Asbest in Gebäuden vorhanden ist, besteht weiterhin ein Risiko – insbesondere bei Renovierungsarbeiten und Infrastrukturmodernisierungen.

Still abzuwarten, bis in Jahrzehnten weitere Diagnosen gestellt werden, ist keine verantwortungsvolle Regierungsführung.

 
Über Helvilux asbl
Helvilux asbl ist eine gemeinnützige Organisation, die sich für den Schutz lokaler Kultur, Integration sowie für die Verbesserung von Gesundheit und Sicherheit der Bevölkerung in Luxemburg und der Schweiz einsetzt. Wir klären auf, unterstützen betroffene Familien und setzen uns für sicherere Lebensräume ein.

Wir sind auf Spenden angewiesen, um unsere Arbeit fortzuführen. Wenn Sie unsere Mission unterstützen und einen Beitrag leisten möchten, klicken Sie bitte hier.

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Les décisionnaires

Serge Wilmes Ministère de l'Environnement, du Climat et de la Biodiversité
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Yuriko Backes Ministère de la Mobilité et des Travaux publics
Yuriko Backes Ministère de la Mobilité et des Travaux publics
Martine Deprez Ministère de la Santé et de la Sécurité sociale
Martine Deprez Ministère de la Santé et de la Sécurité sociale
Marc Spautz Ministère du Travail, de l'Emploi et de l'Économie sociale et solidaire
Marc Spautz Ministère du Travail, de l'Emploi et de l'Économie sociale et solidaire

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Pétition lancée le 11 février 2026