Fordern Sie die Rektorin der Kunstakademie, Donatella Fioretti, zum Rücktritt auf!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Katrin Düringer und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Petition an die Kunstakademie Düsseldorf und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Wir fordern den Rücktritt von Donatella Fioretti als Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf.

In ihrer Funktion als Rektorin trägt Donatella Fioretti besondere Verantwortung für alle Studierenden und für den Rahmen, in dem Veranstaltungen in ihrem Haus stattfinden.

Sie muss Sorge tragen, dass ihre Hochschule allen Studierenden einen sicheren Raum bietet – insbesondere jenen, die sich bedroht fühlen.

Voraussetzung dafür ist eine klare Abgrenzung gegenüber antisemitischen oder rassistischen Positionierungen sowie gegenüber der Verherrlichung von Gewalt oder Terror. Dies bedeutet auch eine Distanzierung gegenüber Personen, die antisemitische Narrative bedienen oder terroristische Gewalt relativieren. Diese Distanz wurde und wird von Frau Fioretti nicht gewahrt.

Am 21. Januar 2026 fand im Rahmen des offiziellen SPARTA Lecture Program der Kunstakademie Düsseldorf ein Vortrag von Basma al-Sharif statt. SPARTA ist Teil der institutionellen Struktur der Kunstakademie.

Donatella Fioretti verteidigte die Einladung der Aktivistin Basma al-Sharif, welche öffentlich die BDS-Bewegung unterstützt, Propaganda der HAMAS verbreitet und mit der PFLP kokettiert. Die BDS-Bewegung wurde 2019 mit breiter Mehrheit im Deutschen Bundestag als antisemitisch verurteilt. Die HAMAS und die PFLP sind in Deutschland als terroristische Organisationen eingestuft worden.

Nach Hinweisen zu problematischen Äußerungen von Basma al-Sharif wurde die Öffentlichkeit kurzerhand von dieser Versammlung ausgeschlossen. Die Begründung, dass eine Bedrohungslage vorlag, ist unglaubwürdig angesichts der Tatsache, dass zu den Protestierenden vor der Akademie die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW sowie Teile des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf gehörten.

Am 18. Februar 2026 verbreitete Basma al-Sharif in ihrer Story das Interview eines Mitglieds der HAMAS, in dem der brutale Angriff vom 7. Oktober 2023 nicht verurteilt, sondern als Folge der „Besatzung“ in ein Narrativ des Widerstands umgedeutet wird.

Am 19. Februar 2026 wurde Donatella Fioretti als Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin als Gesprächspartnerin von Basma al-Sharif angekündigt.

Spätestens jetzt sind aus den Beteuerungen von Frau Fioretti, sich gegen Antisemitismus und Judenhass einzusetzen, bloße Lippenbekenntnisse geworden. Es klingt wie Hohn, wenn die Rektorin den Auftritten von Basma al-Sharif das Mäntelchen der Kunstfreiheit umhängen möchte.

Am 13. Oktober 2023 stellte die Kultusministerkonferenz unmissverständlich klar: „Die Angriffe der Hamas sind und bleiben kaltblütiger Terrorismus, der durch nichts zu rechtfertigen ist und sich sowohl gegen die israelische Bevölkerung als auch den israelischen Staat richtet. Wir stehen fest an der Seite unserer israelischen Freundinnen und Freunde.“

Die Positionierung von Basma al-Sharif ist Frau Fioretti bekannt, als sie am 26. Februar ein Interview in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht. In diesem Interview wird klar: Frau Fioretti unterstützt aktiv eine Diskursverschiebung, die Positionen in die Mitte der Gesellschaft rücken soll, welche vor dem 7. Oktober 2023 allenfalls in Nischen weit rechts außen zu finden waren.

Die von Frau Fioretti eingeforderte Freiheit darf nicht nur für diejenigen gelten, die die Positionen einer lautstarken Gruppierung vertreten. Niemand sollte sich an einer staatlichen Hochschule gedrängt fühlen, seine jüdische Identität verstecken zu müssen.

Israelische Studierende sollten keine Angst haben müssen, sich zu positionieren. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen hat sicherzustellen, dass staatliche Hochschulen ihrer besonderen Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus gerecht werden. Der Schutz jüdischen Lebens ist Staatsauftrag.

Unsere Forderungen:

Wir fordern wir den Rücktritt von Donatella Fioretti als Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf.

Wir fordern eine unabhängige, neutrale Untersuchung der Bedingungen, denen jüdische und israelische Studierende  gegenwärtig an der Kunstakademie ausgesetzt sind.

Düsseldorf, den 04.03.2026

Quellen zu Positionen von Donatella Fioretti

Zitate aus einem Interview mit Donatella Fioretti, veröffentlicht am 26.02.2026 in der Frankfurter Rundschau:

„In diesen Vorwürfen geht es nicht um die künstlerische Arbeit von Basma al-Scharif, sondern ausschließlich um einige ihrer Instagram-Posts, in denen sie Kritik an der israelischen Politik übt.“

Selbstverständlich geht es nicht um die künstlerische Arbeit. Diese stand nie im Zentrum der Kritik. Vielmehr sind es die terror- und gewaltrelativierenden Instagram-Posts, welche Basma al-Sharif veröffentlich hat. Beispiele s.u.

Weiter heißt es: „Mit diesem begrenzten Fokus auf diese Posts übersehen ihre Kritiker die Dringlichkeit, Großzügigkeit und den Mut ihrer Arbeit. Wir haben Basma al-Sharif nicht als Politikerin eingeladen, sondern als Künstlerin.“

Niemand ist gezwungen, sich in sozialen Medien zu äußern. Wer allerdings: „1$RA3L has zero right to exist. Dismantle it.“ postet, darf durchaus dafür kritisiert werden. Da schützt dann auch nicht die Berufsbezeichnung „Künstlerin“.

„Wir leben in einer Kommunikationskultur, die von kurzen Mitteilungen, schnellen Urteilen, Zuspitzung und Empörung geprägt ist. Soziale Medien belohnen Vereinfachung, nicht Differenzierung. Komplexität hat dort kaum eine Chance.“

In der Tat sind die beanstandeten Socialmedia-Äußerungen von Basma al-Sharif sehr undifferenziert: die Delegitimierung Israels, die Verwendung extremistischer Symbole, die Verbreitung von Hamas-Narrativen und die Bezugnahme auf verbotene Organisationen: Da ist nicht viel Raum für Komplexität.

„Den Studierenden wurde vorgeworfen, nur palästinensische Künstler:innen einzuladen. Dabei hat nur eine Woche zuvor die jüdische Künstlerin Marina Pinsky einen Vortrag bei SPARTA gehalten. Selbstverständlich sind immer wieder jüdische Künstler:innen zu ihren Vortragsreihen eingeladen.“

Wer palästinensische Künstler:innen jüdischen Künstler:innen gegenüberstellt, hat schon ein klassisches antisemitisches Narrativ übernommen, egal, welche Definition von Antisemitismus man heranzieht. Wer gleichzeitig eine Aktivistin verteidigt, die Terror als Widerstand bezeichnet, der muss sich die Frage gefallen lassen, ob die daraus resultierende Gewalt gegen jüdische MitbürgerInnen auch legitimer Ausdruck eines solchen „Widerstandskampfes“ ist.

„Gerade darum hat die Kunstakademie Düsseldorf dem öffentlichen Druck standgehalten und die SPARTA-Veranstaltung am 21. Januar 2026 nicht abgesagt. Nicht aus Provokationslust. Nicht aus Naivität. Sondern weil es zu unserem institutionellen Auftrag gehört, künstlerischen Positionen Raum zu geben, auch denjenigen, die wir nicht unbedingt teilen, auch denjenigen, die komplex sind, die irritieren, die Widerspruch oder Kritik auslösen.“

Dass Frau Fioretti ihrer Eingangsbehauptung selbst widerspricht, mag der Tatsache geschuldet sein, dass ein Zeitungsinterview von ihr wahrscheinlich auch nur als ein „Vereinfachung belohnendes soziales Medium“ angesehen wird. Die künstlerische Arbeit von Basma al-Sharif, ihre künstlerischen Positionen standen nie im Zentrum der Kritik, sondern ihre extremistischen. Wir bezweifeln, dass es der institutionelle Auftrag der Kunstakademie Düsseldorf ist, diesen Positionen einen Raum zu bieten.

Der Forderung, Komplexität zuzulassen, möchten wir ein Zitat des Antisemitismusbeauftragten von Brandenburg, nach einem Brandanschlag auf seinem Wohngrundstück gegenüberstellen: „[…] Aber Anschläge sind nicht kompliziert“. Die roten Dreiecke in den Posts von Basma al-Sharif sind es auch nicht!

Quellen zu Positionen von Basma al-Sharif

Umgang mit dem 7. Oktober 2023

Wenige Tage nach dem 7. Oktober 2023 veröffentlicht Basma al-Sharif ein Statement, in dem die Angriffe der Hamas nicht verurteilt werden (12.10.2023). In späteren Beiträgen stellt sie die Einordnung des Angriffs der HAMAS am 7. Oktober als brutalen Terrorangriff infrage (z.B. am 10.01.2024). Die 252 von der Hamas entführten israelischen, deutschen, amerikanischen, tansanischen und thailändischen, französischen, britischen und nepalesischen Geiseln werden in ihren Beiträgen nicht erwähnt. Ebenso wenig die Misshandlungen der entführten Frauen, der Tod von Kindern und älteren Menschen in Gefangenschaft oder die brutale Zurschaustellung bei der Übergabe der Geiseln.

Boykottaufrufe und Delegitimierung Israels

Am 12. Oktober 2023 bezeichnet Basma al-Sharif Israel als „zionist entity“ und „Mini-Empire“. Am 14.11.2024 spricht sie Israel ausdrücklich das Existenzrecht ab: „1$RA3L has zero right to exist. Dismantle it.“. Am selben Tag veröffentlicht sie das Bild eines Mülleimers mit der Aufschrift „Israel“ und dem Hashtag „#trash“. Wiederholt ruft sie als Anhängerin der BDS-Bewegung zum Boykott auf (u.a. am 19.02.2024).

Bezug zur PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine)

Basma al-Sharif postet ein Bild von sich mit einem Buch der PFLP. Auch hier ohne kritische Einordnung. Die PFLP wird u.a. in Deutschland als Terrororganisation eingestuft. Basma al-Sharif dagegen bezeichnet den Terror der PFLP als „Selbstverteidigung“.

Verwendung des roten Dreiecks

Basma al-Sharif verwendet in ihrem Instagram-Feed regelmäßig das rote Dreieck (u.a. am 29.07.2024). Dieses Symbol wurde seit dem 7. Oktober 2023 in Videoveröffentlichungen der Al-Qassam-Brigaden, dem militärischen Flügel der Hamas, zur Markierung feindlicher Ziele und Personen eingesetzt und in sozialen Medien von Hamas-nahen Akteuren und Aktivisten übernommen.

Am 31.10.2025 veröffentlicht sie ein Bild mit dem Text: „May our martyrs find the rest and peace they deserve“. Auf diesem Bild trägt sie grüne Kleidung mit einem roten Dreieck auf der Brust. Im Vordergrund liegen ein Messer und ein in roter Flüssigkeit getränktes Gehirn.

Weiterverbreitung eines Hamas-Interviews

Am 18.02.2026 teilt Basma al-Sharif in ihrer Instagram-Story ein Interview mit Osama Hamdan, einem Mitglied des Politbüros der in Deutschland verbotenen Terrororganisation Hamas. In diesem Interview wird der brutale Angriff am 7. Oktober 2023 nicht etwa verurteilt, sondern als Folge von „Besatzung“ in ein Narrativ des Widerstands umgedeutet.

Die Petition wird gestartet von Rivkah Young & Peter Wildanger, Iron Dome Düsseldorf

Liste der Erstunterzeichner: innen

  • Dr. Stephan Keller – Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf
  • Dr. Oded Horowitz – Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf
  • Wolfgang Rolshoven – Beauftragter zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens in Düsseldorf
  • DUS for JEWS – Gemeinsam Stark e.V.
  • DIG Düsseldorf - Deutsch-Israelische Gesellschaft Düsseldorf e.V.

 

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Rivkah YoungPetitionsstarter*in

1.096

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Katrin Düringer und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Petition an die Kunstakademie Düsseldorf und das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Wir fordern den Rücktritt von Donatella Fioretti als Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf.

In ihrer Funktion als Rektorin trägt Donatella Fioretti besondere Verantwortung für alle Studierenden und für den Rahmen, in dem Veranstaltungen in ihrem Haus stattfinden.

Sie muss Sorge tragen, dass ihre Hochschule allen Studierenden einen sicheren Raum bietet – insbesondere jenen, die sich bedroht fühlen.

Voraussetzung dafür ist eine klare Abgrenzung gegenüber antisemitischen oder rassistischen Positionierungen sowie gegenüber der Verherrlichung von Gewalt oder Terror. Dies bedeutet auch eine Distanzierung gegenüber Personen, die antisemitische Narrative bedienen oder terroristische Gewalt relativieren. Diese Distanz wurde und wird von Frau Fioretti nicht gewahrt.

Am 21. Januar 2026 fand im Rahmen des offiziellen SPARTA Lecture Program der Kunstakademie Düsseldorf ein Vortrag von Basma al-Sharif statt. SPARTA ist Teil der institutionellen Struktur der Kunstakademie.

Donatella Fioretti verteidigte die Einladung der Aktivistin Basma al-Sharif, welche öffentlich die BDS-Bewegung unterstützt, Propaganda der HAMAS verbreitet und mit der PFLP kokettiert. Die BDS-Bewegung wurde 2019 mit breiter Mehrheit im Deutschen Bundestag als antisemitisch verurteilt. Die HAMAS und die PFLP sind in Deutschland als terroristische Organisationen eingestuft worden.

Nach Hinweisen zu problematischen Äußerungen von Basma al-Sharif wurde die Öffentlichkeit kurzerhand von dieser Versammlung ausgeschlossen. Die Begründung, dass eine Bedrohungslage vorlag, ist unglaubwürdig angesichts der Tatsache, dass zu den Protestierenden vor der Akademie die stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes NRW sowie Teile des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf gehörten.

Am 18. Februar 2026 verbreitete Basma al-Sharif in ihrer Story das Interview eines Mitglieds der HAMAS, in dem der brutale Angriff vom 7. Oktober 2023 nicht verurteilt, sondern als Folge der „Besatzung“ in ein Narrativ des Widerstands umgedeutet wird.

Am 19. Februar 2026 wurde Donatella Fioretti als Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Berlin als Gesprächspartnerin von Basma al-Sharif angekündigt.

Spätestens jetzt sind aus den Beteuerungen von Frau Fioretti, sich gegen Antisemitismus und Judenhass einzusetzen, bloße Lippenbekenntnisse geworden. Es klingt wie Hohn, wenn die Rektorin den Auftritten von Basma al-Sharif das Mäntelchen der Kunstfreiheit umhängen möchte.

Am 13. Oktober 2023 stellte die Kultusministerkonferenz unmissverständlich klar: „Die Angriffe der Hamas sind und bleiben kaltblütiger Terrorismus, der durch nichts zu rechtfertigen ist und sich sowohl gegen die israelische Bevölkerung als auch den israelischen Staat richtet. Wir stehen fest an der Seite unserer israelischen Freundinnen und Freunde.“

Die Positionierung von Basma al-Sharif ist Frau Fioretti bekannt, als sie am 26. Februar ein Interview in der Frankfurter Rundschau veröffentlicht. In diesem Interview wird klar: Frau Fioretti unterstützt aktiv eine Diskursverschiebung, die Positionen in die Mitte der Gesellschaft rücken soll, welche vor dem 7. Oktober 2023 allenfalls in Nischen weit rechts außen zu finden waren.

Die von Frau Fioretti eingeforderte Freiheit darf nicht nur für diejenigen gelten, die die Positionen einer lautstarken Gruppierung vertreten. Niemand sollte sich an einer staatlichen Hochschule gedrängt fühlen, seine jüdische Identität verstecken zu müssen.

Israelische Studierende sollten keine Angst haben müssen, sich zu positionieren. Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen hat sicherzustellen, dass staatliche Hochschulen ihrer besonderen Verantwortung im Kampf gegen Antisemitismus gerecht werden. Der Schutz jüdischen Lebens ist Staatsauftrag.

Unsere Forderungen:

Wir fordern wir den Rücktritt von Donatella Fioretti als Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf.

Wir fordern eine unabhängige, neutrale Untersuchung der Bedingungen, denen jüdische und israelische Studierende  gegenwärtig an der Kunstakademie ausgesetzt sind.

Düsseldorf, den 04.03.2026

Quellen zu Positionen von Donatella Fioretti

Zitate aus einem Interview mit Donatella Fioretti, veröffentlicht am 26.02.2026 in der Frankfurter Rundschau:

„In diesen Vorwürfen geht es nicht um die künstlerische Arbeit von Basma al-Scharif, sondern ausschließlich um einige ihrer Instagram-Posts, in denen sie Kritik an der israelischen Politik übt.“

Selbstverständlich geht es nicht um die künstlerische Arbeit. Diese stand nie im Zentrum der Kritik. Vielmehr sind es die terror- und gewaltrelativierenden Instagram-Posts, welche Basma al-Sharif veröffentlich hat. Beispiele s.u.

Weiter heißt es: „Mit diesem begrenzten Fokus auf diese Posts übersehen ihre Kritiker die Dringlichkeit, Großzügigkeit und den Mut ihrer Arbeit. Wir haben Basma al-Sharif nicht als Politikerin eingeladen, sondern als Künstlerin.“

Niemand ist gezwungen, sich in sozialen Medien zu äußern. Wer allerdings: „1$RA3L has zero right to exist. Dismantle it.“ postet, darf durchaus dafür kritisiert werden. Da schützt dann auch nicht die Berufsbezeichnung „Künstlerin“.

„Wir leben in einer Kommunikationskultur, die von kurzen Mitteilungen, schnellen Urteilen, Zuspitzung und Empörung geprägt ist. Soziale Medien belohnen Vereinfachung, nicht Differenzierung. Komplexität hat dort kaum eine Chance.“

In der Tat sind die beanstandeten Socialmedia-Äußerungen von Basma al-Sharif sehr undifferenziert: die Delegitimierung Israels, die Verwendung extremistischer Symbole, die Verbreitung von Hamas-Narrativen und die Bezugnahme auf verbotene Organisationen: Da ist nicht viel Raum für Komplexität.

„Den Studierenden wurde vorgeworfen, nur palästinensische Künstler:innen einzuladen. Dabei hat nur eine Woche zuvor die jüdische Künstlerin Marina Pinsky einen Vortrag bei SPARTA gehalten. Selbstverständlich sind immer wieder jüdische Künstler:innen zu ihren Vortragsreihen eingeladen.“

Wer palästinensische Künstler:innen jüdischen Künstler:innen gegenüberstellt, hat schon ein klassisches antisemitisches Narrativ übernommen, egal, welche Definition von Antisemitismus man heranzieht. Wer gleichzeitig eine Aktivistin verteidigt, die Terror als Widerstand bezeichnet, der muss sich die Frage gefallen lassen, ob die daraus resultierende Gewalt gegen jüdische MitbürgerInnen auch legitimer Ausdruck eines solchen „Widerstandskampfes“ ist.

„Gerade darum hat die Kunstakademie Düsseldorf dem öffentlichen Druck standgehalten und die SPARTA-Veranstaltung am 21. Januar 2026 nicht abgesagt. Nicht aus Provokationslust. Nicht aus Naivität. Sondern weil es zu unserem institutionellen Auftrag gehört, künstlerischen Positionen Raum zu geben, auch denjenigen, die wir nicht unbedingt teilen, auch denjenigen, die komplex sind, die irritieren, die Widerspruch oder Kritik auslösen.“

Dass Frau Fioretti ihrer Eingangsbehauptung selbst widerspricht, mag der Tatsache geschuldet sein, dass ein Zeitungsinterview von ihr wahrscheinlich auch nur als ein „Vereinfachung belohnendes soziales Medium“ angesehen wird. Die künstlerische Arbeit von Basma al-Sharif, ihre künstlerischen Positionen standen nie im Zentrum der Kritik, sondern ihre extremistischen. Wir bezweifeln, dass es der institutionelle Auftrag der Kunstakademie Düsseldorf ist, diesen Positionen einen Raum zu bieten.

Der Forderung, Komplexität zuzulassen, möchten wir ein Zitat des Antisemitismusbeauftragten von Brandenburg, nach einem Brandanschlag auf seinem Wohngrundstück gegenüberstellen: „[…] Aber Anschläge sind nicht kompliziert“. Die roten Dreiecke in den Posts von Basma al-Sharif sind es auch nicht!

Quellen zu Positionen von Basma al-Sharif

Umgang mit dem 7. Oktober 2023

Wenige Tage nach dem 7. Oktober 2023 veröffentlicht Basma al-Sharif ein Statement, in dem die Angriffe der Hamas nicht verurteilt werden (12.10.2023). In späteren Beiträgen stellt sie die Einordnung des Angriffs der HAMAS am 7. Oktober als brutalen Terrorangriff infrage (z.B. am 10.01.2024). Die 252 von der Hamas entführten israelischen, deutschen, amerikanischen, tansanischen und thailändischen, französischen, britischen und nepalesischen Geiseln werden in ihren Beiträgen nicht erwähnt. Ebenso wenig die Misshandlungen der entführten Frauen, der Tod von Kindern und älteren Menschen in Gefangenschaft oder die brutale Zurschaustellung bei der Übergabe der Geiseln.

Boykottaufrufe und Delegitimierung Israels

Am 12. Oktober 2023 bezeichnet Basma al-Sharif Israel als „zionist entity“ und „Mini-Empire“. Am 14.11.2024 spricht sie Israel ausdrücklich das Existenzrecht ab: „1$RA3L has zero right to exist. Dismantle it.“. Am selben Tag veröffentlicht sie das Bild eines Mülleimers mit der Aufschrift „Israel“ und dem Hashtag „#trash“. Wiederholt ruft sie als Anhängerin der BDS-Bewegung zum Boykott auf (u.a. am 19.02.2024).

Bezug zur PFLP (Popular Front for the Liberation of Palestine)

Basma al-Sharif postet ein Bild von sich mit einem Buch der PFLP. Auch hier ohne kritische Einordnung. Die PFLP wird u.a. in Deutschland als Terrororganisation eingestuft. Basma al-Sharif dagegen bezeichnet den Terror der PFLP als „Selbstverteidigung“.

Verwendung des roten Dreiecks

Basma al-Sharif verwendet in ihrem Instagram-Feed regelmäßig das rote Dreieck (u.a. am 29.07.2024). Dieses Symbol wurde seit dem 7. Oktober 2023 in Videoveröffentlichungen der Al-Qassam-Brigaden, dem militärischen Flügel der Hamas, zur Markierung feindlicher Ziele und Personen eingesetzt und in sozialen Medien von Hamas-nahen Akteuren und Aktivisten übernommen.

Am 31.10.2025 veröffentlicht sie ein Bild mit dem Text: „May our martyrs find the rest and peace they deserve“. Auf diesem Bild trägt sie grüne Kleidung mit einem roten Dreieck auf der Brust. Im Vordergrund liegen ein Messer und ein in roter Flüssigkeit getränktes Gehirn.

Weiterverbreitung eines Hamas-Interviews

Am 18.02.2026 teilt Basma al-Sharif in ihrer Instagram-Story ein Interview mit Osama Hamdan, einem Mitglied des Politbüros der in Deutschland verbotenen Terrororganisation Hamas. In diesem Interview wird der brutale Angriff am 7. Oktober 2023 nicht etwa verurteilt, sondern als Folge von „Besatzung“ in ein Narrativ des Widerstands umgedeutet.

Die Petition wird gestartet von Rivkah Young & Peter Wildanger, Iron Dome Düsseldorf

Liste der Erstunterzeichner: innen

  • Dr. Stephan Keller – Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf
  • Dr. Oded Horowitz – Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf
  • Wolfgang Rolshoven – Beauftragter zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens in Düsseldorf
  • DUS for JEWS – Gemeinsam Stark e.V.
  • DIG Düsseldorf - Deutsch-Israelische Gesellschaft Düsseldorf e.V.

 

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Rivkah YoungPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Ina Brandes,
Ina Brandes,
Ministerin für Kultur & Wissenschaft des Landes Nordrhein Westfalen

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