Finger weg von der Rente mit 63

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Valerie Breidenstein und 17 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Im Wahlkampf versucht die FDP damit zu punkten, dass sie die Möglichkeit der „Rente mit 63“ abschafft. Minister „Porsche „ Lindner will damit angeblich den Fachkräftemangel verringern.

Zunächst einmal: Die Bezeichnung „Rente mit 63 „ist ein Etikettenschwindel.

Es gibt sie gar nicht. ES gibt einen früheren Renteneintritt für langjährig Versicherte nach 35 Beitragsjahren und einen früheren Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren.

Ich bin z.B. Jahrgang 1962 und habe bis heute bereits 46 Beitragsjahre eingezahlt. Dennoch kann ich erst mit 64Jahren und 8 Monaten, also mit 48,5 Beitragsjahren , als besonders langjährig Versicherter abschlagsfrei in Rente gehen. Ich darf dann auch keinen Tag früher gehen! Würde ich nur 1. Monat früher gehen, so würde das bereits einen Abzug von 7 % bedeuten, da die 0,3 % Abzug pro Monat immer von 67 gerechnet wird.

Als langjährig Versicherter könnte ich mit 64 und 8 Monaten in den früheren Ruhestand gehen. Dann allerdings mit 13,2 % Abschlag, was bei einer ohnehin schon schmalen Rente sehr viel ist.

Ps .Laut Seite der Rentenversicherung ist der Abschlag auf 10,8% gedeckelt. Nimmt man jedoch den Rentenrechner der Rentenversicherung gibt der die 13.2% aus. Das liegt daran das die Deckelung von 10,8% nur für Schwerbehinderte über 50% Behinderungsgrat gilt.

Für alle andere gelten  die 0,3 % Abzug pro Monat.

 

 

 

Renteneintritt

 

 

 

 

 

Diese Tabelle der Bundesregierung zeigt, dass es eigentlich die Rente mit 63 nur für den Jahrgang 1950, der längst schon in Rente ist, gegeben hat. Dennoch wird so getan, als würde das für die Rentner von heute immer noch gelten.

Vor 2 Tagen ist einer meiner Arbeitskollegen mit 60 Jahren Tod in der Firma zusammengebrochen.

Ein andere vor einigen Jahren, ebenfalls kurz vor der Rente. Erschöpfung, ausgebrannt sein, körperliche Beschwerden führen dazu, das man sich gut überlegt, ob man selbst mit Abschlägen nicht lieber geht, bevor man dieses Schicksal teilt. Es mag sein das jemand der nicht körperlich schwer arbeitet, theoretisch auch über 67 arbeiten könnte.

Aber das machen in der Regel nur 2 Sorten von Menschen:

1.       Diejenigen, die sonst nicht von Ihrer mickrigen Rente leben könnten, und sich deshalb, obwohl sie eigentlich nicht mehr können, zur Arbeit quälen, und

2.       Die anderen, für die die Arbeit immer das einzige war, was Ihren Lebensinhalt ausgemacht hat. Diese Menschen haben in der Regel wenig soziale Kontakte und würden vereinsamen, wenn sie nicht weiterhin zur Arbeit kämen.

Der normale Mensch, der sein Leben lang gearbeitet hat und die letzten verbleibenden Jahre noch etwas genießen möchte, solange er noch kann, der sein Leben lang Steuern an den Staat gezahlt hat, Kinder großgezogen und seine Lebenszeit der Wirtschaft geopfert hat, hat ein Recht darauf, dass diese Lebensleistung zählt.

Wer freiwillig länger arbeiten möchte kann das ja auch tun. Aber wer nicht mehr will ,weil er auch nicht mehr kann ,denn sollte man nicht dazu zwingen.

Der Mensch ist kein Verschleißteil, keine Maschine, deren Aufgabe darin besteht, Produktionsmittel für die Wirtschaft zu sein, kein Leibeigener den man bis zu brechen ausbeuten darf. Viele der Generationen, die von einem früheren Renteneintritt Gebrauch machen, haben bereits mit 15 Jahren angefangen zu arbeiten. Sie haben Ihren Dienst an der Gesellschaft erfüllt.

Das durchschnittliche Alter, mit dem Jugendliche heute eine Ausbildung anfangen liegt bei 19,6 Jahren.

Man darf den Menschen nicht nur im Lichte seiner „Verwendbarkeit“ als Leistungsmaschine, Steuerzahler und Produktivitätsfaktor sehen. Er arbeitet um zu leben, und nicht um zu arbeiten, bis man ihn in einer Urne entsorgt.

Daher fordere ich und viele andere: Finger weg von der „Rente mit 63“ Abwahl der FDP und der Parteien, die auf das Wohl ihrer Bürger keinen Wert legen.

 

 

 

avatar of the starter
Wolfgang PeterPetitionsstarter*inSoll ich in der Mitte stehen? Soll ich keine Fragen stellen? Soll ich denn im Rahmen bleiben, jeden Streit vermeiden? Geh ich allem aus dem Weg, noch eh der Kampf beginnt, Haben andere schon, was ich denken soll, bestimmt. ( Klaus Hoffmann)

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Valerie Breidenstein und 17 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Im Wahlkampf versucht die FDP damit zu punkten, dass sie die Möglichkeit der „Rente mit 63“ abschafft. Minister „Porsche „ Lindner will damit angeblich den Fachkräftemangel verringern.

Zunächst einmal: Die Bezeichnung „Rente mit 63 „ist ein Etikettenschwindel.

Es gibt sie gar nicht. ES gibt einen früheren Renteneintritt für langjährig Versicherte nach 35 Beitragsjahren und einen früheren Renteneintritt für besonders langjährig Versicherte nach 45 Beitragsjahren.

Ich bin z.B. Jahrgang 1962 und habe bis heute bereits 46 Beitragsjahre eingezahlt. Dennoch kann ich erst mit 64Jahren und 8 Monaten, also mit 48,5 Beitragsjahren , als besonders langjährig Versicherter abschlagsfrei in Rente gehen. Ich darf dann auch keinen Tag früher gehen! Würde ich nur 1. Monat früher gehen, so würde das bereits einen Abzug von 7 % bedeuten, da die 0,3 % Abzug pro Monat immer von 67 gerechnet wird.

Als langjährig Versicherter könnte ich mit 64 und 8 Monaten in den früheren Ruhestand gehen. Dann allerdings mit 13,2 % Abschlag, was bei einer ohnehin schon schmalen Rente sehr viel ist.

Ps .Laut Seite der Rentenversicherung ist der Abschlag auf 10,8% gedeckelt. Nimmt man jedoch den Rentenrechner der Rentenversicherung gibt der die 13.2% aus. Das liegt daran das die Deckelung von 10,8% nur für Schwerbehinderte über 50% Behinderungsgrat gilt.

Für alle andere gelten  die 0,3 % Abzug pro Monat.

 

 

 

Renteneintritt

 

 

 

 

 

Diese Tabelle der Bundesregierung zeigt, dass es eigentlich die Rente mit 63 nur für den Jahrgang 1950, der längst schon in Rente ist, gegeben hat. Dennoch wird so getan, als würde das für die Rentner von heute immer noch gelten.

Vor 2 Tagen ist einer meiner Arbeitskollegen mit 60 Jahren Tod in der Firma zusammengebrochen.

Ein andere vor einigen Jahren, ebenfalls kurz vor der Rente. Erschöpfung, ausgebrannt sein, körperliche Beschwerden führen dazu, das man sich gut überlegt, ob man selbst mit Abschlägen nicht lieber geht, bevor man dieses Schicksal teilt. Es mag sein das jemand der nicht körperlich schwer arbeitet, theoretisch auch über 67 arbeiten könnte.

Aber das machen in der Regel nur 2 Sorten von Menschen:

1.       Diejenigen, die sonst nicht von Ihrer mickrigen Rente leben könnten, und sich deshalb, obwohl sie eigentlich nicht mehr können, zur Arbeit quälen, und

2.       Die anderen, für die die Arbeit immer das einzige war, was Ihren Lebensinhalt ausgemacht hat. Diese Menschen haben in der Regel wenig soziale Kontakte und würden vereinsamen, wenn sie nicht weiterhin zur Arbeit kämen.

Der normale Mensch, der sein Leben lang gearbeitet hat und die letzten verbleibenden Jahre noch etwas genießen möchte, solange er noch kann, der sein Leben lang Steuern an den Staat gezahlt hat, Kinder großgezogen und seine Lebenszeit der Wirtschaft geopfert hat, hat ein Recht darauf, dass diese Lebensleistung zählt.

Wer freiwillig länger arbeiten möchte kann das ja auch tun. Aber wer nicht mehr will ,weil er auch nicht mehr kann ,denn sollte man nicht dazu zwingen.

Der Mensch ist kein Verschleißteil, keine Maschine, deren Aufgabe darin besteht, Produktionsmittel für die Wirtschaft zu sein, kein Leibeigener den man bis zu brechen ausbeuten darf. Viele der Generationen, die von einem früheren Renteneintritt Gebrauch machen, haben bereits mit 15 Jahren angefangen zu arbeiten. Sie haben Ihren Dienst an der Gesellschaft erfüllt.

Das durchschnittliche Alter, mit dem Jugendliche heute eine Ausbildung anfangen liegt bei 19,6 Jahren.

Man darf den Menschen nicht nur im Lichte seiner „Verwendbarkeit“ als Leistungsmaschine, Steuerzahler und Produktivitätsfaktor sehen. Er arbeitet um zu leben, und nicht um zu arbeiten, bis man ihn in einer Urne entsorgt.

Daher fordere ich und viele andere: Finger weg von der „Rente mit 63“ Abwahl der FDP und der Parteien, die auf das Wohl ihrer Bürger keinen Wert legen.

 

 

 

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Wolfgang PeterPetitionsstarter*inSoll ich in der Mitte stehen? Soll ich keine Fragen stellen? Soll ich denn im Rahmen bleiben, jeden Streit vermeiden? Geh ich allem aus dem Weg, noch eh der Kampf beginnt, Haben andere schon, was ich denken soll, bestimmt. ( Klaus Hoffmann)

Die Entscheidungsträger*innen

Olaf Scholz
Bundeskanzler
Hubertus Heil
Bundesminister für Arbeit und Soziales
Christian Lindner (FDP)
Bundesminister für Finanzen
Die Wähler
Die Wähler
Ministerium für Arbeit und Soziales

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Petition am 21. April 2024 erstellt