FIFA boykottieren - Free Nations Cup gründen!

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Das Problem

Der Welt-Fußball befindet sich an einem Wendepunkt

Die Fußball-Weltmeisterschaft war einmal ein Fest des Sports. Heute wird sie immer stärker zu einer Bühne politischer Macht und wirtschaftlicher Interessen.

Autoritäre Machthaber investieren Milliarden, um Weltmeisterschaften auszurichten, obwohl ihre Länder fußballerisch häufig kaum eine prägende Rolle spielen. Die Bilder der Weltmeisterschaft dienen nicht mehr allein dem Sport – sie dienen der internationalen Selbstdarstellung von Machthabern, die demokratische Grundrechte einschränken und politische Freiheit unterdrücken.

Gleichzeitig entwickelt sich die FIFA immer weiter zu einem kommerziellen Konzern. Immer größere Shows, immer mehr Vermarktung und immer höhere Einnahmen verdrängen den eigentlichen Gedanken des Sports.

Viele Fußballfans erkennen ihre Weltmeisterschaft kaum noch wieder.

Eine bemerkenswerte Beobachtung

Wer die Geschichte des internationalen Fußballs betrachtet, stellt fest, dass die großen Fußballnationen überwiegend demokratische Staaten sind.

Die dauerhaft erfolgreichen Nationalmannschaften stammen fast ausschließlich aus vollständigen oder zumindest unvollständigen Demokratien, wie sich am Demokratieindex des The Economist erkennen lässt. Das zeigt sich nicht nur bei einzelnen Turnieren, sondern über Jahrzehnte hinweg.

Ob dies Zufall ist oder ob Freiheit, gesellschaftliche Offenheit und eine starke Vereinskultur besonders gute Voraussetzungen für Spitzenfußball schaffen, mag jeder selbst beurteilen.

Fest steht jedoch: Die sportliche Substanz des Weltfußballs entsteht überwiegend in demokratischen Gesellschaften.

Dort investieren Millionen Ehrenamtliche, Vereine, Verbände und Steuerzahler Zeit, Geld und Leidenschaft in den Fußball.

Wer profitiert davon?

Immer häufiger profitieren davon Regierungen, die genau jene demokratischen Werte ablehnen, auf denen dieser Erfolg gewachsen ist.

  • Sie nutzen den Fußball als Instrument ihrer Außenpolitik.
  • Sie kaufen sich internationale Aufmerksamkeit.
  • Sie verbessern ihr Image.
  • Sie legitimieren ihre Herrschaft.
  • Und die FIFA verdient dabei Milliarden.

Dabei werden demokratische Gesellschaften gleich doppelt ausgenutzt. Ihre Vereine, Verbände, Ehrenamtlichen und Fans schaffen die Strukturen, aus denen der internationale Spitzenfußball hervorgeht. Zugleich bilden gerade diese fußballbegeisterten Nationen mit ihren großen Zuschauermärkten und den Einnahmen aus Übertragungsrechten eine wesentliche wirtschaftliche Grundlage der Weltmeisterschaft.

Mit diesem Geld und dem Glanz des  Spitzenfußballs können ausgerechnet jene Machthaber ihre internationale Reputation aufbessern, die unsere Werte mit Füßen treten. Diese Farce muss aufhören.

Unsere Forderung

Wir fordern alle nationalen Fußballverbände in freiheitlichen Gesellschaften auf, die FIFA zu boykottieren und den Aufbau einer neuen internationalen Fußballorganisation zu initiieren.

Diese neue Organisation soll den Namen  Federation of Free Nations Football (FFNF) tragen und unter dem Namen The Free Nations Cup eine neue internationale Fußball-Weltmeisterschaft ins Leben rufen und organisieren.

An ihren Weltmeisterschaften sollen nur Staaten teilnehmen können, die grundlegende demokratische Mindeststandards erfüllen. Als objektive Grundlage könnte beispielsweise der Democracy Index des Economist Intelligence Unit dienen (seihe oben).

Ebenso sollen Weltmeisterschaften ausschließlich in demokratischen Staaten stattfinden.

Diese Regel ist ausdrücklich offen:  Jedes Land kann teilnehmen, sobald es die demokratischen Voraussetzungen erfüllt.

Es geht nicht darum, Menschen auszuschließen. Es geht darum, demokratische Werte sichtbar zu verteidigen.

Ein offener Cup auf höchstem sportlichem Niveau

Mit The Free Nations Cup würde sich der sportliche Charakter der Weltmeisterschaft nicht grundlegend verändern. Die großen und dauerhaft erfolgreichen Nationalmannschaften stammen bereits heute überwiegend aus demokratischen Gesellschaften. Der neue Wettbewerb würde deshalb weiterhin die besten Mannschaften der Welt zusammenbringen und Fußball auf höchstem Niveau bieten.

Gleichzeitig würde autoritären Machthabern die Grundlage entzogen, den Fußball für ihre persönlichen politischen Ziele zu missbrauchen. Der Glanz des Spitzenfußballs käme nicht länger autoritären Regimen zugute, sondern würde mit Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und demokratischer Teilhabe verbunden.

Gerade für Länder an der Schwelle zur Demokratie kann diese Aussicht einen zusätzlichen Anreiz bieten, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und politische Teilhabe weiter zu stärken. Die Teilnahme an The Free Nations Cup  wäre nicht nur eine neue sportliche Chance, sondern zugleich eine weltweit sichtbare Anerkennung tatsächlicher demokratischer Fortschritte.

So kann der Fußball zu einer positiven Motivation für gesellschaftliche Entwicklung werden – offen für alle und verbunden durch gemeinsame demokratische Werte.

Fußball darf Haltung zeigen

Die FIFA behauptet seit Jahrzehnten, unpolitisch zu sein.

Das ist sie längst nicht mehr!

Wenn autoritäre Staaten den Fußball für ihre politische Selbstdarstellung nutzen dürfen, dann dürfen Demokratien den Fußball auch bewusst für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie einsetzen.

Gerade in einer Zeit, in der freiheitliche Demokratien weltweit unter Druck stehen, dürfen wir den Spitzenfußball – eine Leistung ihrer offenen Gesellschaften – nicht zur Bühne für jene machen, die ihre Werte bekämpfen.

Die größte Sportveranstaltung der Welt sollte nicht denen gehören, die Freiheit unterdrücken. 
Sie sollte denen gehören, die sie leben.

 

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