Rettet die Feuchtwiese an der Hahnenstraße in Riegelsberg

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Bürgerinitiative Erhalt der Feuchtwiese an der Hahnenstraße in Riegelsberg – BI Feuchtwiese

Wir sind eine Bürgerinitiative die sich für den Erhalt eines wertvollen Ökosystems (Feuchtwiese) in Riegelsberg (Saarland, Regionalverband Saarbrücken) einsetzt. Die RAG Montan Immobilien plant auf der Freilandfläche an der Riegelsberger Hahnenstraße die Erschließung eines 4-7 Hektar umfassenden Neubaugebietes (je nach Anzahl der Bauabschnitte).

Das Areal ist seit jeher eine landwirtschaftliche Vorrangfläche. Sie wird seit vielen Jahren extensiv genutzt. Seltene Pflanzen – wie etwa das breitblätterige und das gefleckte Knabenkraut – sowie Fauna (u.a. der Rotmilan und der Bussard) sind dort heimisch. Die Wiesenfläche dient als Frischtluftschneise und beeinflusst positiv das Lokalklima. Am Ende des Wiesenareals befindet sich der sogenannte Hahnhümes. Das ist ein naturrechtlich geschützter Bachlauf.

Die örtlichen Naturschutzbeauftragten, der BUND Landesverband Saar, die BUND Regionalgruppe Köllertal sowie die BI Feuchtwiese haben sich öffentlich Anfang 2019 gegen die Erschließung und Bebauung ausgesprochen. Im Dezember 2019 wurde vom Gemeinderat jedoch die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens beschlossen.

Mit einer Dichte von mehr als 980 Einwohner je Quadratkilometern zählt die Gemeinde Riegelsberg zu den am stärksten besiedelten Gemeinden im Saarland. Zudem existieren etliche Leerstände und Einzelbaulücken in Riegelsberg. Die aus einer Bebauung resultierende Bodenversiegelung ist ein ernstzunehmendes Umweltrisiko. Aus unserer Sicht sollten Freilandflächen und landwirtschaftliche Vorrangflächen unbedingt erhalten bleiben. Eine weitere Siedlungsverdichtung würde sich drastisch auf die Luftreinheit und die Verkehrsbelastung auswirken.

Besonders bei den punktuell auftretenden Starkregenfällen ist dieses Wiesenland eine wichtige Retentionsfläche und damit ein kostenloser Hochwasserschutz. Die tiefer gelegenen Gebiete sind vom Hochwasserrisiko bei der Bebauung der Hahnenwies stark betroffen. Auch die Abwasserentsorgung durch den vorhandenen Kanal in der Hahnenstraße ist bei einer zusätzlichen Neubausiedlung überlastet.

Selbst eine sogenannte „lockere Bebauung“ der Wiese bedeutet eine Vielzahl von Häusern und führt zur vollständigen Zerstörung dieses Feuchtwiesenareals.

Die Folge einer Erschließung bedeutet für die Einwohner:

  • Drastisch zunehmendes Hochwasserrisiko bei Starkregenereignissen in den tiefergelegenen Wohngebieten
  • Negative Auswirkungen auf die Natur (Zerstörung der Flora und Vertreibung der ansässigen Tiere)
  • Negative Beeinflussung des Lokalklimas Riegelsberg durch Zubau einer Frischluftschneise
  • Weiter zunehmende Siedlungsdichte führt zu noch stärkerer Verkehrsbelastung

Wir fordern deshalb:

  • Verzicht auf Änderung des Flächennutzungsplans (keine Erschließung)
  • Erhalt des Areals als landwirtschaftliche Vorrangfläche
  • Ggf. Alternativnutzung des Areals durch Naturschutzverbände (z.B. Erklärung zum Natura 2000-Gebiet)
  • Entwicklung von Anreizen zur Marktzuführung von Bestandsimmobilien und erschlossenen Grundstücken. In der Gemeinde existiert eine Vielzahl von Leerständen und kleineren Baulücken. Ein wirkungsvolles Konzept muss endlich durch die Landes- und Regionalpolitik  vorangebracht werden.

 

Gegen den Flächenfraß durch den vorherrschenden Bauwahnsinn!

Bitte machen Sie mit und unterstützen Sie uns durch Ihre Unterschrift.

Ihre BI Feuchtwiese