Aktiv gegen Hass und Hetze .. und was man sich so gefallen lassen muss


Ich möchte damit anfangen, dass wir unsere aufrichtige Anteilnahme am Tot eines jungen Menschen bekunden. Wir fühlen mit den Hinterbliebenen und sind wie die meisten für die lückenlose Aufklärung des Mordes, nicht aber für eine Vorverurteilung, wie es Hasser und Hetzer machen.
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass der oder die Täter ihrer gerechten Strafe zugeführt werden.
Wir führen das nicht weiter aus, da wir das Leid anderer Menschen, die einen Menschen verloren haben, nicht für unsere Zwecke ausschlachten und missbrauchen, ganz wie es gerade die Rechtspopulisten der AfD, Pegida und deren Sympathisanten erneut machen.
Alles in allem rechtfertigen die Vorfälle in Chemnitz keine Menschenjagd und auch keine Hetze, doch genau diesen Zustand haben wir wieder erreicht.
Ignorieren der rechten Hetzer führt zu nichts.
Die Hetze hat sich nun zusätzlich von den sozialen Netzwerken direkt auf die Straße in unseren Städten verlagert und dort werden wieder Menschen gejagt!
Aktueller Status ist, die Hetze, der Hass und die Aggressivität der AfD hat dazu geführt, dass wir in Deutschland etwas erleben was dem Zustand von 1933 bis 1939 entspricht. Der Holocaust wird offen geleugnet und es werden wieder Morddrohungen gegen Menschen ausgesprochen, vollkommen ungeniert. Ob die AfD mit ihren Sympathisanten, PEGIDA und die NPD sich der Tragweite Ihrer Handlungen bewusst sind? Ich behaupte nein. Seit dem Vorfall in Chemnitz drehen die Wutbürger komplett durch. Sie meinen das Gesetz in die eigenen Hände nehmen zu können und verhalten sich im Netz so wie auf der Straße, wie die Hüter und Beschützer des deutschen Rechtsstaates. Dabei verlassen diese den rechtlichen Boden und üben Gewalt aus. Man merkt deutlich wie absurd die Hetzer agieren. In den sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter, Google & Co.) wird zur Jagd auf Menschen aufgerufen. Einige Zitate für Aufrufe: „Los Leute. Heute ist wieder Jagdzeit. Wir, das Pack müssen zahlreich in Chemnitz erscheinen“ „Chemnitz war erst der Anfang“. Dazu gibt es Bilder die bewaffnete „Rechte“ zeigen. (Bilder, Namen und Aufrufe sind beim Staatsschutz gemeldet und es wird ermittelt).
Derzeit tummeln sich die übelsten Stimmungsmacher/ innen mit samt deren Fakeprofilen in den sozialen Netzwerken, Namen werden wir hier nicht nennen, auch nicht wo und in welchen Netzwerken diese sich befinden, denn das würde die Ermittlungen von Staatsschutz und Staatsanwaltschaft behindern.
Sie versuchen alles zu mobilisieren was naiv genug ist der Hetze auf den Leim zu gehen.
Mit dem Aufruf zur Selbstjustiz und zu Bürgerwehren sind derzeit sehr viele Beiträge in den Netzwerken zu sehen.
Auch Bilder mit der Aufschrift „Islam ausrotten“ oder „Linke, Grüne, Antifa und Merkels Goldstücke töten“, werden in Massen verbreitet.
Da die Meldungen bei den Betreibern oft erfolglos sind, gehen diese Bilder und Aufrufe an die Ermittler, denn die unternehmen etwas.
Kleiner Status zur letzten Woche:
Wir konnten Berge von Screenshots, Links zu Profilen, Links zu Beiträgen und Kommentaren.
Diese sichten wir, um möglichst nur Screenshots mit strafbaren Inhalten an die Ermittler zu übergeben. (Staatsschutz / Staatsanwaltschaft).
Weil wir das machen, resultierten daraus unzählige Drohung uns gegenüber die von Hetzern der rechten Szene ausgehen. Androhung von körperlicher Gewalt.
Wir sehen also, dass unsere Handlungen Wirkung zeigen, den die Drohungen sind Beweis genug, dass die Hetzer/innen mit dem Rücken zur Wand stehen,
Mir wollte man übrigens (so die Androhung) das Gesicht mit Ziegelsteinen zertrümmern und rief zum Ausflug in die Nordheide auf.
Dies ist selbstverständlich zur Strafanzeige gekommen und hat mich persönlich überhaupt nicht eingeschüchtert.
Man versucht uns einzuschüchtern wo es nur geht, aber wir gehen auf diese Einschüchterungen nicht ein und lassen uns auch nicht davon abhalten weiter gegen Hass und Hetze vorzugehen.
Lässt man sich aber darauf ein, so wird man zum leichten Opfer der Hass und Hetztreiber.
Wir suchen weiter und energischer die Öffentlichkeit, denn je mehr die Öffentlichkeit über das Treiben der Hass und Hetztreiber informiert ist, umso weniger können diese sich noch verstecken.
Wird einer von uns gewalttätig angegriffen, so weiß man übrigens gleich aus welcher Ecke und von wem dies kommt.
In die von uns aufgestellten *Honeypots tappen die Hasstreibenden nahe zu stündlich. Dieses freiwillige entgegenkommen kommt am Ende den Ermittlern zu Gute. *(Als Honeypot wird eine Einrichtung bezeichnet, die einen Angreifer oder Feind vom eigentlichen Ziel ablenken soll oder in einen Bereich hineinziehen soll, der ihn sonst nicht interessiert hätte — z. B. in Form eines Scheinzieles).
Während unserer Aktivität konnten wir noch sehr viele andere Portale von Neonazis und Reichsbürgern aufstöbern, auch diese sind dem Staatsschutz gemeldet.
Facebook und Co. machen ja nichts.
Meldungen die bei Facebook & Co. von uns in den letzten 7 Tagen eingegangen sind:
1343, davon gelöscht wurden 56.
Profile, die gemeldet wurden: 87 Gesperrt /blockiert wurden: 3
Mittlerweile haben wir noch mehr als 2500 Meldungen an die sozialen Netzwerke offen, bearbeitet wurden bisher 28.
Unsere Gemeinschaft hat nun die Größe von 1214 Menschen und wir werden regelmäßig mehr.
Klasse ist, wir befinden uns dadurch in noch sehr viel mehr geschlossenen oder geheimen Gruppen, und die Anzahl derer, die uns helfen möchten, wächst täglich an.
Die Hetze nimmt aber dennoch zu und die Politik befindet sich in Schockstarre.
Was die Politik sich nicht traut, machen wir sehr gern ehrenamtlich.
Und die Zusammenarbeit mit den Ermittlern ist nahezu perfekt und fruchtet.
Insgesamt lässt sich feststellen, dass gerade zu den Ereignissen von Chemnitz, gegen Leute die den rechten Arm heben und auch den Hitlergruß verbal zelebrieren, nichts unternommen wird. Auf Facebook & Co sieht es sehr ähnlich aus. Leute die gestalkt werden und man dieses Stalking als Belästigung bei Facebook & Co. meldet, die warten meist vergebens darauf, dass gegen die Belästigung von den Betreibern der sozialen Netzwerke etwas unternommen wird.
Wir müssen noch sehr viel mehr werden und vor allem zusammenstehen.
Unter dem Hashtag #WIRSINDMEHR können wir zeigen, das wir auch mehr sind.
Gestern zeigten 15.000 Menschen in Hamburg das wir mehr sind, und das Sterben im Mittelmeer politisch beendet werden muss und das sofort.
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein herzliches „Danke“ an dieser Stelle.
Machen Sie mit, schließen Sie sich uns an und lassen Sie und gemeinsam gegen Menschenfeindlichkeit, Hass und Hetze angehen.
Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf. Wir können Sie auch an entsprechende Gruppen in den sozialen Netzwerken weiterleiten.
Viele Grüße
Uwe Schulze
Anmerkung: Da Rechte, Hasser und Hetzer sich schon nach dem letzen Update dazu hinreissen lassen haben, Texte und Bilder von meiner Person ungefragt im Internet zu veröffentlichen, sei hier noch einmal in alle Öffentlichkeit erwähnt , dass dies ohne meine Einverständnis nicht erlaubt ist.
Die Personen die das taten, wissen wen ich meine und ich bringe jeden weiteren Versuch zur Anzeige.
Das offizielle verbreiten der Petition ist natürlich davon nicht betroffen.