

Es ist ein Jahr her, dass Zirkuselefant Diana bei einem dramatischen Verkehrsunfall in Spanien ums Leben kam. Diana starb qualvoll in einem Straßengraben, während ihre vier verletzten und unter Schock stehenden Artgenossen die spanische Autobahn A30 blockierten.
Für die vier überlebenden Tiere - Thai, Pira, Belinda und Baby - ging nach dem Unfall das katastrophale Zirkusleben mit ständigen Transporten und erbärmlichen Darbietungen weiter. Die vier Elefanten, in freier Wildbahn gefangen und 49-55 Jahre alt, treten immer noch in ganz Europa auf, anstatt nach der traumatischen Erfahrung und nach jahrzehntelanger Ausbeutung in unterschiedlichen Zirkussen einen würdigen Ruhestand zu erhalten.
Nach dem Autounfall wurden die Elefanten heimlich nach Italien gebracht, wo sie monatelang in einem Zirkus auftraten, in dem es zu einem Brand kam. Nach der Station in Italien traten sie dann beim Zirkusfestival von Monte Carlo auf; anschließend tourten sie weiter in Frankreich und wurden schließlich an einen anderen Zirkus in der Slowakei verliehen, wo sie sich derzeit noch befinden. Seit ihrer Ankunft in der Slowakei gibt es nur Sichtungen von drei der Elefanten, wir wissen nicht, was mit dem vierten Tier passiert ist.
So ist das Leben von Zirkustieren: endlose Kilometer, harte Arbeit, Gefangenschaft, Entbehrung und Einsamkeit.
Im letzten Jahr haben wir leider erfolglos versucht, EU-Kommissar Andriukaitis über 725.000 Unterschriften europäischer Bürger zu übergeben. Sie alle fordern das Ende von Zirkussen mit Wildtieren in der EU. Wir geben nicht auf und versuchen weiter, Wege zu finden, damit die Europäische Kommission uns erhört.
Die Verwendung von Wildtieren in Zirkussen widerspricht nicht nur dem Tierschutz, sondern gefährdet auch die Gesundheit und Sicherheit der Europäer. Die große Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten hat bereits Zirkusse mit Wildtieren verboten oder stark eingeschränkt, aber nur ein EU-weites komplettes Verbot wird diese Tierquälerei beenden. Ein Verbot auf EU-Ebene ist die einzig wirksame Lösung, um das körperliche und seelische Leiden von Wildtieren in Zirkussen und die damit verbundenen Sicherheitsrisiken für die Öffentlichkeit zu beenden.
Die europäischen Tierärztevereinigung FVE (Federation of Veterinarians of Europe) hat die Behörden nachdrücklich aufgefordert, die Verwendung von Wildtieren in Zirkussen zu verbieten, da Tierwohl, öffentliche Gesundheit und Sicherheit nicht gewährleistet werden können. Darüber hinaus fordert die große Mehrheit der europäischen Bevölkerung das Ende dieser grausamen, veralteten Praxis. Eine im Jahr 2018 durchgeführte Umfrage zeigt, dass 65% der Europäer die Verwendung von Wildtieren in Zirkussen ablehnen.
Seit dem Autounfall, dem Diana vor einem Jahr zum Opfer gefallen ist, gab es in ganz Europa immer wieder Vorfälle mit Wildtieren in Zirkussen.
DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION MUSS HANDELN. WIR WERDEN NICHT AUFGEBEN, BIS DIE KOMMISSION UNS EMPFÄNGT UND AUF DIE FAST EINE MILLION STIMMEN HÖRT, DIE EIN EUROPA MIT WILDTIERFREIEN ZIRKUSSEN FORDERN.