Kommunales Wildtierverbot für Zirkusbetriebe auf städtischen Flächen in Lauf a.d.Pegnitz

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Das Problem

Sehr geehrter Herr Bisping, sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrats, sehr geehrte Damen und Herren der Liegenschaftsverwaltung, Lauf a.d.Pegnitz,

vom 29. September bis 4. Oktober 2016 wird Circus Krone auf den Pegnitzwiesen in Lauf gastieren. Die Stadt hatte den Zirkus im Rahmen des Jubiläums zum 700. Geburtstag Kaiser Karls IV eingeladen. Bürgermeister Benedikt Bisping (Bündnis90/Die Grünen) kommentiert dies auf der Homepage der Stadt Lauf mit „Das ist ein Höhepunkt im Jubiläumsprogramm zum 700. Geburtstag Kaiser Karls IV. und wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen!“ 

Immer mehr Menschen haben zwischenzeitlich erkannt, dass eine Wildtierhaltung im Zirkus nicht mehr zeitgemäß und weder ethisch noch moralisch vertretbar ist. Die Redaktion von Frontal21 (ZDF) hat dazu im März 2015 eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. ,,Demnach finden es zwei Drittel der Deutschen nicht gut, wenn Wildtiere wie Elefanten, Giraffen oder Tiger in Zirkusbetrieben gehalten werden. Lediglich 15 Prozent äußern keine Bedenken", so die Redaktion.

Zahlreiche, darunter europäische Länder wie Österreich und die Niederlande, haben bereits gehandelt und ein Wildtierverbot für Zirkusse erlassen. Bereits 2003 hat der Bundesrat in einem Entschließungsantrag an den Bundestag für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus gestimmt und die Bundesregierung beauftragt, ein Verbot zu erarbeiten. Nachdem sich Jahre lang nichts getan hat und das Leid der Wildtiere im Zirkus immer größer wurde, startete der Bundesrat im November 2011 erneut eine Initiative. Doch das zuständige Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) führt seine Blockadehaltung  fort und überlässt die Elefanten, Bären, Tiger und andere Wildtiere, sowie sogenannte "domestizierte Tiere" wie Pferde, Esel, Ponys usw. weiterhin ihrem Zirkusschicksal. Am 18.03.2016 stimmte der Bundesrat erneut für einen Entschließungsantrag an die Bundesregierung. 


Übrigens spricht sich auch die Bundestierärztekammer, die SPD, die Linke und Bündnis 90/Die Grünen (dessen Mitglied Sie sind, Herr Bisping!) für ein Wildtierverbot im reisenden Zirkus aus:
(http://www.bundestieraerztekammer.de/index_btk_presse_details.php?X=20120222210840)

Da sich bundespolitisch bisher nichts an der Situation geändert hat, beschließen immer mehr Städte, keine öffentlichen Flächen mehr an Zirkusse mit Wildtieren zu vermieten. Solche Verbote gibt es bereits in über 51 Städten, darunter Erding, Mörfelden-Walldorf, Worms, Speyer, Köln und Erlangen. Während Sie diesen Text lesen, wird sich die Zahl schon wieder erhöht haben, denn ständig schießen sich neue Städte an.(http://www.peta.de/verbotwildtiereimzirkus)

Wie Videos diverser Tierschutz/Tierrechtsorganisationen und private Aufnahmen durch Tierrechtler und Tierschützer immer wieder veranschaulichen, leiden viele Zirkustiere unter Stereotypien, wie beispielsweise das "Weben" bei Elefanten und Pferden, oder das monotone Auf- und Ablaufen von Großkatzen und anderer Tierarten. Dieses Verhalten wurde bei den Krone-Tieren bereits mehrfach beobachtet und dokumentiert.


Jeder zur Empathie fähige Mensch muss zu der Erkenntnis kommen, dass dieses auf Ausbeutung basierende System falsch ist und nichts in der heutigen Zeit zu suchen hat: Die Tiere werden bei Kälte und Hitze, Wind und Wetter in engen LKWs von Ort zu Ort gekarrt, müssen bei lauter Musik und grellem Licht Kunststücke aufführen und verbringen den Rest der Zeit in ihren meist engen Gehegen. Das Wort "Wildtier" leitet sich bekanntermaßen von "wild" ab. Im 21. Jahrhundert gibt es sicherlich bessere Unterhaltungsmöglichkeiten.

Wie das bayerische Umweltministerium erst kürzlich auf Anfrage der SPD-Tierschutzexpertin Susann Biedefeld einräumen musste, wurden in Bayern seit 2010 bei fast jeder zweiten Kontrolle Verstöße gegen tierschutzrechtliche Vorschriften festgestellt (249 Verstöße bei 512 Kontrollen).

(http://bayernspd-landtag.de/workspace/media/static/20151229_antwort_schriftliche-56bf27f483036.pdf)

Ich fordere Sie hiermit im Namen aller Unterstützer auf, künftig keine städtischen Flächen mehr an Zirkusse mit Wildtieren zu vermieten und ein kommunales Verbot zu erarbeiten.

Bitte bringen Sie dieses Thema in den Stadtrat Lauf ein.


mit freundlichen Grüßen,

Das Team von Wildtierverbot Deutschland + alle Unterstützer

 

 

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Simon Fischer, Wildtierverbot DeutschlandPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Erster Bürgermeister Benedikt Bisping
Erster Bürgermeister Benedikt Bisping
Erster Bürgermeister
Stadtrat Lauf a.d.Pegnitz
Stadtrat Lauf a.d.Pegnitz
Stadrat
Liegenschaftsverwaltung Lauf a.d.Pegnitz
Liegenschaftsverwaltung Lauf a.d.Pegnitz
Norbert Maschler
Norbert Maschler
zweiter Bürgermeister
Thomas Lang
Thomas Lang
dritter Bürgermeister

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