Erhaltung des CanG. Offener Brief an die Bundesregierung.

Das Problem

Offener Brief an die Bundesregierung

 

Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung,

mit der Einführung des Cannabisgesetzes (CanG) haben Sie einen mutigen und längst überfälligen Schritt in Richtung einer fortschrittlichen und verantwortungsbewussten Drogenpolitik getan. Die Regulierung von Cannabis eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung, sondern stellt auch einen wichtigen Beitrag zur Entkriminalisierung und zur Entlastung des Justizsystems dar.

Jedoch mehren sich in der öffentlichen Debatte Stimmen, die eine Rückkehr zum Verbot fordern. Dies gibt Anlass zur Sorge, dass die positiven Effekte dieser Reform möglicherweise nicht ausreichend gewürdigt werden. Daher appelliere ich an Sie: Lassen Sie das CanG in seiner jetzigen Form bestehen und setzen Sie sich dafür ein, die Weichen für eine evidenzbasierte und faire Drogenpolitik zu stellen.

Sollte dennoch eine Rücknahme der Legalisierung in Betracht gezogen werden, stellt sich die Frage nach der Konsistenz und Gerechtigkeit in der Regulierung anderer legaler Substanzen, insbesondere von Alkohol. Die Forschung zeigt deutlich: Alkohol birgt weitaus größere gesundheitliche und gesellschaftliche Risiken als Cannabis. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Alkohol als eine der gefährlichsten Drogen ein, sowohl im Hinblick auf individuelle Schäden als auch auf soziale Folgen. Ein rigoroser Vergleich legt nahe, dass ein Verbot von Cannabis bei gleichzeitiger Legalisierung von Alkohol inkonsequent wäre und den Eindruck erweckt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse hinter ideologischen Entscheidungen zurückstehen.

Das CanG hat bereits wichtige Vorteile gebracht:

• Jugendschutz: Durch die staatliche Regulierung wird der Zugang für Minderjährige erschwert, was beim unkontrollierten Schwarzmarkt nicht der Fall war.

• Schwarzmarkteindämmung: Legale Verkaufsstellen und klare Qualitätsstandards schwächen die kriminellen Strukturen.

• Gesundheitsschutz: Kontrollierte Abgabe und Aufklärung ermöglichen einen bewussteren und sichereren Umgang mit der Substanz.

Diese Errungenschaften dürfen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Eine Rückkehr zum Verbot würde nicht nur alte Probleme reaktivieren, sondern auch ein Rückschritt in der Glaubwürdigkeit der deutschen Politik bedeuten.

Wir leben in einer Gesellschaft, die den mündigen Bürgerinnen und Bürgern Vertrauen entgegenbringen sollte. Die Entscheidung über den verantwortungsvollen Umgang mit Substanzen wie Cannabis und Alkohol sollte nicht durch willkürliche Verbote eingeschränkt, sondern durch Aufklärung und Prävention begleitet werden.

Ich appelliere daher an Sie, sich weiterhin für eine rationale und faire Regulierung einzusetzen und dabei die Gleichbehandlung verschiedener Substanzen zu berücksichtigen. Sollte Cannabis erneut verboten werden, wäre eine Überprüfung der Alkoholgesetze unausweichlich, um eine glaubwürdige und gerechte Drogenpolitik sicherzustellen.

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Das Problem

Offener Brief an die Bundesregierung

 

Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung,

mit der Einführung des Cannabisgesetzes (CanG) haben Sie einen mutigen und längst überfälligen Schritt in Richtung einer fortschrittlichen und verantwortungsbewussten Drogenpolitik getan. Die Regulierung von Cannabis eröffnet nicht nur neue Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung, sondern stellt auch einen wichtigen Beitrag zur Entkriminalisierung und zur Entlastung des Justizsystems dar.

Jedoch mehren sich in der öffentlichen Debatte Stimmen, die eine Rückkehr zum Verbot fordern. Dies gibt Anlass zur Sorge, dass die positiven Effekte dieser Reform möglicherweise nicht ausreichend gewürdigt werden. Daher appelliere ich an Sie: Lassen Sie das CanG in seiner jetzigen Form bestehen und setzen Sie sich dafür ein, die Weichen für eine evidenzbasierte und faire Drogenpolitik zu stellen.

Sollte dennoch eine Rücknahme der Legalisierung in Betracht gezogen werden, stellt sich die Frage nach der Konsistenz und Gerechtigkeit in der Regulierung anderer legaler Substanzen, insbesondere von Alkohol. Die Forschung zeigt deutlich: Alkohol birgt weitaus größere gesundheitliche und gesellschaftliche Risiken als Cannabis. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Alkohol als eine der gefährlichsten Drogen ein, sowohl im Hinblick auf individuelle Schäden als auch auf soziale Folgen. Ein rigoroser Vergleich legt nahe, dass ein Verbot von Cannabis bei gleichzeitiger Legalisierung von Alkohol inkonsequent wäre und den Eindruck erweckt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse hinter ideologischen Entscheidungen zurückstehen.

Das CanG hat bereits wichtige Vorteile gebracht:

• Jugendschutz: Durch die staatliche Regulierung wird der Zugang für Minderjährige erschwert, was beim unkontrollierten Schwarzmarkt nicht der Fall war.

• Schwarzmarkteindämmung: Legale Verkaufsstellen und klare Qualitätsstandards schwächen die kriminellen Strukturen.

• Gesundheitsschutz: Kontrollierte Abgabe und Aufklärung ermöglichen einen bewussteren und sichereren Umgang mit der Substanz.

Diese Errungenschaften dürfen nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Eine Rückkehr zum Verbot würde nicht nur alte Probleme reaktivieren, sondern auch ein Rückschritt in der Glaubwürdigkeit der deutschen Politik bedeuten.

Wir leben in einer Gesellschaft, die den mündigen Bürgerinnen und Bürgern Vertrauen entgegenbringen sollte. Die Entscheidung über den verantwortungsvollen Umgang mit Substanzen wie Cannabis und Alkohol sollte nicht durch willkürliche Verbote eingeschränkt, sondern durch Aufklärung und Prävention begleitet werden.

Ich appelliere daher an Sie, sich weiterhin für eine rationale und faire Regulierung einzusetzen und dabei die Gleichbehandlung verschiedener Substanzen zu berücksichtigen. Sollte Cannabis erneut verboten werden, wäre eine Überprüfung der Alkoholgesetze unausweichlich, um eine glaubwürdige und gerechte Drogenpolitik sicherzustellen.

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Petition am 24. Februar 2025 erstellt