

Erhalt der DDR-Garagen im Reiherweg Potsdam (und anderswo!)


Erhalt der DDR-Garagen im Reiherweg Potsdam (und anderswo!)
Das Problem
Aus Garagen sollen jetzt offene Parkplätze werden: Die DDR-Garagen im Reiherweg in Potsdam-Bornstedt sind mehr als nur Betonboxen oder einfache Stellplätze. Für viele von uns, die diese Garagen nutzen oder genutzt haben, sind sie ein integraler Bestandteil unserer Lebensgeschichte und unserer Gemeinschaft. Es geht um Erinnerungen an Kindheitstage, gemeinschaftliche Erlebnisse und das vertraute Miteinander, das durch die Nutzung dieser Garagen entstanden ist.
Aktuell sollen diese Garagen aufgrund sanierungsbedürftiger Asbestdächer abgerissen werden und statt dessen eine Parkplatzfläche entstehen. Die Notwendigkeit, die Dächer fachgerecht zu sanieren oder gegebenenfalls auszutauschen, wird dabei nicht bestritten. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass nun ohne echte Prüfung der Möglichkeiten zur Sanierung oder eines anderen Erhalts der Anlage der voreilige Komplettabriss beschlossen wurde. Wir fordern daher eine faire und gründliche Überprüfung der Optionen zur Erhaltung der Garagen, denn ansonsten entstehen dort einfach simple Parkplätze ohne Überdachung, Stromanschluss und Sicherungsmöglichkeiten für barrierefreie Hilfsmittel für Schwerbehinderte.
Laut Angaben der Propotsdam - ein stadteigener Vermieter und Unternehmensverbund der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam - sind die Dächer der Garagen aufgrund ihres Alters sanierungsbedürftig. Es wird argumentiert, dass Asbest entfernt werden muss, um Gesundheitsrisiken auszuschließen. Allerdings ist der sofortige Abriss der gesamten Anlage ohne vorherige Überprüfung anderer Lösungen weder nachhaltig noch gerecht. In anderen Städten Deutschlands wurden vergleichbare Projekte erfolgreich saniert, ohne dass ein Komplettabriss notwendig war.
Wir appellieren an die Verantwortlichen in der Potsdamer Stadtverwaltung: Lassen Sie uns über andere Lösungen sprechen, anstatt vollendete Tatsachen zu schaffen. Die Erhaltung der Garagen wäre nicht nur ein Akt der Vernunft, sondern auch ein starkes Zeichen des Respekts vor der Geschichte und der Gemeinschaft dieser Region.
Unterstützen Sie uns in unserem Anliegen und helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, den Erhalt der DDR-Garagen im Reiherweg sicherzustellen. Gemeinsam können wir eine angemessene und gerechte Entscheidung erwirken!
Uns allen ist das persönlich wichtig, weil diese Garagen für viele Menschen nie bloß Betonboxen oder einfache Stellplätze waren. Sie sind Teil einer Lebensgeschichte.
Viele dieser Garagen wurden in DDR-Zeiten mit enormer Eigenleistung gebaut oder ausgebaut. Menschen haben dort geschweißt, geschraubt, improvisiert, gesammelt, repariert und gemeinsam gearbeitet. Oft standen dort nicht nur Autos, sondern Werkbänke, Fahrräder, Angelzeug, alte Radios, Werkzeugkisten, selbstgezimmerte Regale und all die Dinge, die man nicht wegwerfen wollte, weil Erinnerungen daran hingen.
Für viele Ostdeutsche waren diese Garagen kleine Räume der Selbstbestimmung. Orte, an denen man etwas Eigenes schaffen konnte in einer Welt, die oft eng und reglementiert war. Dort wurde gebastelt, diskutiert, Bier getrunken, Musik gehört, an Mopeds gearbeitet oder einfach kurz dem Alltag entkommen. Manche Kinder erinnern sich daran, wie sie dort mit ihren Vätern oder Großvätern standen, den Geruch von Öl, Metall und kaltem Beton in der Nase, während irgendwo ein Radio lief und Erwachsene Dinge reparierten, die heute längst einfach weggeworfen würden.
Diese Garagen erzählen von einer Kultur des Erhaltens statt Wegwerfens. Von Improvisation, Nachbarschaft und einem sehr eigenen ostdeutschen Lebensgefühl. Sie sind keine spektakulären Denkmäler. Gerade deshalb berühren sie viele Menschen so stark. Weil sie echt sind.
Wenn solche Orte verschwinden, verschwindet oft nicht nur ein Gebäude, sondern ein Stück biografischer Landschaft. Erinnerungen hängen nicht nur an großen historischen Orten, sondern manchmal an rostigen Schlüsseln, alten Werkbänken, improvisierten Regalen und dem Geräusch eines Garagentores, das seit vierzig Jahren gleich klingt.
Deshalb wünschen wir uns wenigstens die Chance, genauer hinzusehen, bevor man all das endgültig abräumt.
Warum die DDR Garagen ein ECHTES KULTURANLIEGEN sind:
Deutschlandfunk Kultur: „Garagenkultur in der DDR – Viel mehr als ein Stellplatz für den Trabi“
Quintessenz: Deutschlandfunk Kultur beschreibt DDR-Garagen nicht als bloße Abstellräume, sondern als soziale Orte, fast wie ein zweites Wohnzimmer. Dort wurde repariert, getauscht, geholfen, geredet und gelebt. Genau darum geht es: Diese Garagen sind kleine Archive des Alltags, keine überflüssigen Betonwürfel.
Zitat: „Mehr als nur ein Abstellplatz für Wartburg oder Trabant sei sie gewesen, fast wie eine Art zweites Wohnzimmer.“
Deutschlandfunk: „Der Garagenhof – Mehr als nur ein Stellplatz“
Quintessenz: Der Beitrag zeigt an einem brandenburgischen Beispiel, dass Garagenhöfe Orte von Gemeinschaft und Nachbarschaft sind. Solche Orte entstehen nicht am Reißbrett und nicht in Immobilienprospekten; sie wachsen über Jahrzehnte. Wenn man sie abreißt, verschwindet nicht nur Bausubstanz, sondern ein Stück sozialer Infrastruktur.
Zitat: „Für die Einwohner Strausbergs in Brandenburg ist der Garagenhof aus DDR-Zeiten ein Ort der Gemeinschaft.“
Goethe-Institut: „Stadt der Garagen“
Quintessenz: Das Goethe-Institut ordnet DDR-Garagen als prägende Elemente ostdeutscher Stadtbilder ein. Damit wird klar: Diese Garagen sind nicht irgendein lokales Kuriosum, sondern Teil einer größeren ostdeutschen Stadtkultur. Was unscheinbar aussieht, kann trotzdem kulturgeschichtlich sprechen.
Zitat: „Wie in vielen anderen ostdeutschen Städten prägen auch in Chemnitz zahlreiche in den Siebzigern und Achtzigern errichtete Garagen das Stadtbild.“
URL:
https://www.goethe.de/ins/it/de/kul/den/26748926.html
SRF: „Garagenhöfe: Private Einblicke in die ostdeutsche Seele“
Quintessenz: Der Schweizer Rundfunk beschreibt Garagenhöfe als Orte persönlicher Erinnerung. Das trifft den Kern: In solchen Garagen liegen nicht nur Reifen, Werkzeug und alte Regale, sondern Lebensgeschichten. Manchmal hängt an einem rostigen Garagenschlüssel mehr Erinnerung als an einer glatt polierten Gedenktafel.
Zitat: „Chemnitz hat die Garagen als geheimnisvolle Orte persönlicher Erinnerung zum zentralen Projekt des Kulturhauptstadt-Jahrs gemacht.“
Märkische Allgemeine Zeitung: „Potsdamer Rathaus einverstanden: Keine Abrisse von Garagen bis 2027“
Quintessenz: In Potsdam wurde bereits politisch diskutiert, DDR-Garagen bis 2027 nicht abzureißen, sondern Erhalt und Umnutzung zu prüfen. Das ist für den Reiherweg entscheidend: Wenn die Stadt selbst solche Prüfprozesse für sinnvoll hält, darf eine konkrete Anlage nicht still und schnell verschwinden. Erst prüfen, dann baggern.
Zitat Hans-Jürgen Scharfenberg, Die Linke: „Das ist nicht bedingungslos verzichtbar oder nicht mehr zeitgemäß, sondern auch eine Form von Lebensqualität.“
Märkische Allgemeine Zeitung: „Kampf um DDR-Garagen in Potsdam: Linke und Freie Fraktion für Moratorium“
Quintessenz: Der Artikel dokumentiert, dass in Potsdam ausdrücklich vor einer übereilten Aufgabe großer Garagenstandorte gewarnt wurde. Ein Moratorium sollte Zeit schaffen, um Alternativen zu prüfen. Genau diese Zeit braucht auch der Reiherweg: nicht für Nostalgie auf Rädern, sondern für eine vernünftige Prüfung von Sanierung, Erhalt und Umnutzung.
Zitat: „Die Linken und die Freie Fraktion in Potsdam warnen vor einer übereilten Aufgabe großer Garagenstandorte.“
Tagesspiegel / PNN: „Nach Reparatur-Bitte einer Mieterin: Pro Potsdam will 20 DDR-Garagen im Reiherweg abreißen“
Quintessenz: Dieser Artikel betrifft den konkreten Fall im Reiherweg. Er zeigt die Absurdität der Situation: Erst wird wegen eines kaputten Dachs über Reparatur gesprochen, dann soll plötzlich die ganze Anlage verschwinden. Wer ein undichtes Dach hat, reißt nicht automatisch das ganze Haus ab.
Zitat: „Aufgrund maroder Dächer sollen alte Garagen im Reiherweg abgerissen werden.“
Berliner Morgenpost: „Nutzer alter DDR-Garagen kämpfen gegen Verkauf an Investoren“
Quintessenz: Der Artikel zeigt, dass das Problem nicht neu ist: Bürger bauten zu DDR-Zeiten Garagen oft in Eigenregie auf staatlichem Boden, später gerieten diese Anlagen in neue Eigentums- und Verwertungslogiken. Genau hier liegt der Gerechtigkeitskern: Menschen haben Arbeit, Geld und Lebenszeit investiert und sollen nun häufig ohne echten Ausgleich verlieren, was sie selbst mit aufgebaut haben.
Zitat: „Zu Zeiten der DDR haben Bürger Garagen in Eigenregie gebaut – auf staatlichem Boden.“
Garagenkultur.de: Interessengemeinschaft Garagen e.V.
Quintessenz: Die Seite zeigt, dass Garagenerhalt längst nicht nur ein privates Einzelinteresse ist. Hier geht es um Gemeinwesen, Nachbarschaft, gewachsene Strukturen und sogar Natur- und Umweltschutz. Eine Garage kann eben auch ein kleiner sozialer Planet sein, mit Werkzeug, Kaffeeduft, Katzenpfoten im Staub und einer erstaunlich robusten Form von Gemeinsinn.
Zitat: „Für den Erhalt von Umwelt, Natur und Garagenkultur!“
URL:
https://www.garagenkultur.de/
Bricks Don’t Lie: „Mikrokosmos DDR-Garage – Graue Fassade mit bunter Geschichte“
Quintessenz: Der Text formuliert besonders stark, warum DDR-Garagen kulturhistorisch ernst genommen werden müssen. Sie sind Orte von Werkstattkultur, Rückzug, Erinnerung, Improvisation und Nachbarschaft. Diese Garagen sind keine glamouröse Architektur, aber genau darin liegt ihr Wert: Sie erzählen nicht die Geschichte der Siegerfassaden, sondern die Geschichte des Alltags.
Zitat: „Garagenkomplexe sind das Biotop der Alltagskultur eines verschwundenen Staates.“
Zitat Luise Rellensmann, Architektur- und Kulturwissenschaftlerin: „DDR-Garagenkomplexe sind schützenswerte Alltagsarchitektur im toten Winkel der Denkmalpflege.“
URL:
https://bricks-dont-lie.de/mikrokosmos-ddr-garage-graue-fassade-mit-bunter-geschichte/
Die Quellen zeigen zusammen: Es geht nicht um Gerümpelromantik, sondern um Alltagskultur, soziale Räume und eine bisher oft übersehene Form ostdeutscher Erinnerung.

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Das Problem
Aus Garagen sollen jetzt offene Parkplätze werden: Die DDR-Garagen im Reiherweg in Potsdam-Bornstedt sind mehr als nur Betonboxen oder einfache Stellplätze. Für viele von uns, die diese Garagen nutzen oder genutzt haben, sind sie ein integraler Bestandteil unserer Lebensgeschichte und unserer Gemeinschaft. Es geht um Erinnerungen an Kindheitstage, gemeinschaftliche Erlebnisse und das vertraute Miteinander, das durch die Nutzung dieser Garagen entstanden ist.
Aktuell sollen diese Garagen aufgrund sanierungsbedürftiger Asbestdächer abgerissen werden und statt dessen eine Parkplatzfläche entstehen. Die Notwendigkeit, die Dächer fachgerecht zu sanieren oder gegebenenfalls auszutauschen, wird dabei nicht bestritten. Das eigentliche Problem ist jedoch, dass nun ohne echte Prüfung der Möglichkeiten zur Sanierung oder eines anderen Erhalts der Anlage der voreilige Komplettabriss beschlossen wurde. Wir fordern daher eine faire und gründliche Überprüfung der Optionen zur Erhaltung der Garagen, denn ansonsten entstehen dort einfach simple Parkplätze ohne Überdachung, Stromanschluss und Sicherungsmöglichkeiten für barrierefreie Hilfsmittel für Schwerbehinderte.
Laut Angaben der Propotsdam - ein stadteigener Vermieter und Unternehmensverbund der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam - sind die Dächer der Garagen aufgrund ihres Alters sanierungsbedürftig. Es wird argumentiert, dass Asbest entfernt werden muss, um Gesundheitsrisiken auszuschließen. Allerdings ist der sofortige Abriss der gesamten Anlage ohne vorherige Überprüfung anderer Lösungen weder nachhaltig noch gerecht. In anderen Städten Deutschlands wurden vergleichbare Projekte erfolgreich saniert, ohne dass ein Komplettabriss notwendig war.
Wir appellieren an die Verantwortlichen in der Potsdamer Stadtverwaltung: Lassen Sie uns über andere Lösungen sprechen, anstatt vollendete Tatsachen zu schaffen. Die Erhaltung der Garagen wäre nicht nur ein Akt der Vernunft, sondern auch ein starkes Zeichen des Respekts vor der Geschichte und der Gemeinschaft dieser Region.
Unterstützen Sie uns in unserem Anliegen und helfen Sie mit Ihrer Unterschrift, den Erhalt der DDR-Garagen im Reiherweg sicherzustellen. Gemeinsam können wir eine angemessene und gerechte Entscheidung erwirken!
Uns allen ist das persönlich wichtig, weil diese Garagen für viele Menschen nie bloß Betonboxen oder einfache Stellplätze waren. Sie sind Teil einer Lebensgeschichte.
Viele dieser Garagen wurden in DDR-Zeiten mit enormer Eigenleistung gebaut oder ausgebaut. Menschen haben dort geschweißt, geschraubt, improvisiert, gesammelt, repariert und gemeinsam gearbeitet. Oft standen dort nicht nur Autos, sondern Werkbänke, Fahrräder, Angelzeug, alte Radios, Werkzeugkisten, selbstgezimmerte Regale und all die Dinge, die man nicht wegwerfen wollte, weil Erinnerungen daran hingen.
Für viele Ostdeutsche waren diese Garagen kleine Räume der Selbstbestimmung. Orte, an denen man etwas Eigenes schaffen konnte in einer Welt, die oft eng und reglementiert war. Dort wurde gebastelt, diskutiert, Bier getrunken, Musik gehört, an Mopeds gearbeitet oder einfach kurz dem Alltag entkommen. Manche Kinder erinnern sich daran, wie sie dort mit ihren Vätern oder Großvätern standen, den Geruch von Öl, Metall und kaltem Beton in der Nase, während irgendwo ein Radio lief und Erwachsene Dinge reparierten, die heute längst einfach weggeworfen würden.
Diese Garagen erzählen von einer Kultur des Erhaltens statt Wegwerfens. Von Improvisation, Nachbarschaft und einem sehr eigenen ostdeutschen Lebensgefühl. Sie sind keine spektakulären Denkmäler. Gerade deshalb berühren sie viele Menschen so stark. Weil sie echt sind.
Wenn solche Orte verschwinden, verschwindet oft nicht nur ein Gebäude, sondern ein Stück biografischer Landschaft. Erinnerungen hängen nicht nur an großen historischen Orten, sondern manchmal an rostigen Schlüsseln, alten Werkbänken, improvisierten Regalen und dem Geräusch eines Garagentores, das seit vierzig Jahren gleich klingt.
Deshalb wünschen wir uns wenigstens die Chance, genauer hinzusehen, bevor man all das endgültig abräumt.
Warum die DDR Garagen ein ECHTES KULTURANLIEGEN sind:
Deutschlandfunk Kultur: „Garagenkultur in der DDR – Viel mehr als ein Stellplatz für den Trabi“
Quintessenz: Deutschlandfunk Kultur beschreibt DDR-Garagen nicht als bloße Abstellräume, sondern als soziale Orte, fast wie ein zweites Wohnzimmer. Dort wurde repariert, getauscht, geholfen, geredet und gelebt. Genau darum geht es: Diese Garagen sind kleine Archive des Alltags, keine überflüssigen Betonwürfel.
Zitat: „Mehr als nur ein Abstellplatz für Wartburg oder Trabant sei sie gewesen, fast wie eine Art zweites Wohnzimmer.“
Deutschlandfunk: „Der Garagenhof – Mehr als nur ein Stellplatz“
Quintessenz: Der Beitrag zeigt an einem brandenburgischen Beispiel, dass Garagenhöfe Orte von Gemeinschaft und Nachbarschaft sind. Solche Orte entstehen nicht am Reißbrett und nicht in Immobilienprospekten; sie wachsen über Jahrzehnte. Wenn man sie abreißt, verschwindet nicht nur Bausubstanz, sondern ein Stück sozialer Infrastruktur.
Zitat: „Für die Einwohner Strausbergs in Brandenburg ist der Garagenhof aus DDR-Zeiten ein Ort der Gemeinschaft.“
Goethe-Institut: „Stadt der Garagen“
Quintessenz: Das Goethe-Institut ordnet DDR-Garagen als prägende Elemente ostdeutscher Stadtbilder ein. Damit wird klar: Diese Garagen sind nicht irgendein lokales Kuriosum, sondern Teil einer größeren ostdeutschen Stadtkultur. Was unscheinbar aussieht, kann trotzdem kulturgeschichtlich sprechen.
Zitat: „Wie in vielen anderen ostdeutschen Städten prägen auch in Chemnitz zahlreiche in den Siebzigern und Achtzigern errichtete Garagen das Stadtbild.“
URL:
https://www.goethe.de/ins/it/de/kul/den/26748926.html
SRF: „Garagenhöfe: Private Einblicke in die ostdeutsche Seele“
Quintessenz: Der Schweizer Rundfunk beschreibt Garagenhöfe als Orte persönlicher Erinnerung. Das trifft den Kern: In solchen Garagen liegen nicht nur Reifen, Werkzeug und alte Regale, sondern Lebensgeschichten. Manchmal hängt an einem rostigen Garagenschlüssel mehr Erinnerung als an einer glatt polierten Gedenktafel.
Zitat: „Chemnitz hat die Garagen als geheimnisvolle Orte persönlicher Erinnerung zum zentralen Projekt des Kulturhauptstadt-Jahrs gemacht.“
Märkische Allgemeine Zeitung: „Potsdamer Rathaus einverstanden: Keine Abrisse von Garagen bis 2027“
Quintessenz: In Potsdam wurde bereits politisch diskutiert, DDR-Garagen bis 2027 nicht abzureißen, sondern Erhalt und Umnutzung zu prüfen. Das ist für den Reiherweg entscheidend: Wenn die Stadt selbst solche Prüfprozesse für sinnvoll hält, darf eine konkrete Anlage nicht still und schnell verschwinden. Erst prüfen, dann baggern.
Zitat Hans-Jürgen Scharfenberg, Die Linke: „Das ist nicht bedingungslos verzichtbar oder nicht mehr zeitgemäß, sondern auch eine Form von Lebensqualität.“
Märkische Allgemeine Zeitung: „Kampf um DDR-Garagen in Potsdam: Linke und Freie Fraktion für Moratorium“
Quintessenz: Der Artikel dokumentiert, dass in Potsdam ausdrücklich vor einer übereilten Aufgabe großer Garagenstandorte gewarnt wurde. Ein Moratorium sollte Zeit schaffen, um Alternativen zu prüfen. Genau diese Zeit braucht auch der Reiherweg: nicht für Nostalgie auf Rädern, sondern für eine vernünftige Prüfung von Sanierung, Erhalt und Umnutzung.
Zitat: „Die Linken und die Freie Fraktion in Potsdam warnen vor einer übereilten Aufgabe großer Garagenstandorte.“
Tagesspiegel / PNN: „Nach Reparatur-Bitte einer Mieterin: Pro Potsdam will 20 DDR-Garagen im Reiherweg abreißen“
Quintessenz: Dieser Artikel betrifft den konkreten Fall im Reiherweg. Er zeigt die Absurdität der Situation: Erst wird wegen eines kaputten Dachs über Reparatur gesprochen, dann soll plötzlich die ganze Anlage verschwinden. Wer ein undichtes Dach hat, reißt nicht automatisch das ganze Haus ab.
Zitat: „Aufgrund maroder Dächer sollen alte Garagen im Reiherweg abgerissen werden.“
Berliner Morgenpost: „Nutzer alter DDR-Garagen kämpfen gegen Verkauf an Investoren“
Quintessenz: Der Artikel zeigt, dass das Problem nicht neu ist: Bürger bauten zu DDR-Zeiten Garagen oft in Eigenregie auf staatlichem Boden, später gerieten diese Anlagen in neue Eigentums- und Verwertungslogiken. Genau hier liegt der Gerechtigkeitskern: Menschen haben Arbeit, Geld und Lebenszeit investiert und sollen nun häufig ohne echten Ausgleich verlieren, was sie selbst mit aufgebaut haben.
Zitat: „Zu Zeiten der DDR haben Bürger Garagen in Eigenregie gebaut – auf staatlichem Boden.“
Garagenkultur.de: Interessengemeinschaft Garagen e.V.
Quintessenz: Die Seite zeigt, dass Garagenerhalt längst nicht nur ein privates Einzelinteresse ist. Hier geht es um Gemeinwesen, Nachbarschaft, gewachsene Strukturen und sogar Natur- und Umweltschutz. Eine Garage kann eben auch ein kleiner sozialer Planet sein, mit Werkzeug, Kaffeeduft, Katzenpfoten im Staub und einer erstaunlich robusten Form von Gemeinsinn.
Zitat: „Für den Erhalt von Umwelt, Natur und Garagenkultur!“
URL:
https://www.garagenkultur.de/
Bricks Don’t Lie: „Mikrokosmos DDR-Garage – Graue Fassade mit bunter Geschichte“
Quintessenz: Der Text formuliert besonders stark, warum DDR-Garagen kulturhistorisch ernst genommen werden müssen. Sie sind Orte von Werkstattkultur, Rückzug, Erinnerung, Improvisation und Nachbarschaft. Diese Garagen sind keine glamouröse Architektur, aber genau darin liegt ihr Wert: Sie erzählen nicht die Geschichte der Siegerfassaden, sondern die Geschichte des Alltags.
Zitat: „Garagenkomplexe sind das Biotop der Alltagskultur eines verschwundenen Staates.“
Zitat Luise Rellensmann, Architektur- und Kulturwissenschaftlerin: „DDR-Garagenkomplexe sind schützenswerte Alltagsarchitektur im toten Winkel der Denkmalpflege.“
URL:
https://bricks-dont-lie.de/mikrokosmos-ddr-garage-graue-fassade-mit-bunter-geschichte/
Die Quellen zeigen zusammen: Es geht nicht um Gerümpelromantik, sondern um Alltagskultur, soziale Räume und eine bisher oft übersehene Form ostdeutscher Erinnerung.

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Petition am 14. Mai 2026 erstellt