
JOBABBAU IN DER INDUSTRIE
Brandbrief an Kanzler Merz – „Nie waren so viele gute Arbeitsplätze bedroht wie heute“
Autor: Daniel Wetzel, Wirtschaftsredakteur
Welt Online
04.07.2025, 17.46 Uhr
Abstract:
Nach dem Verlust von rund 100.000 Industriearbeitsplätzen fordern Arbeitnehmervertreter der größten ostdeutschen Industriebetriebe ein Energiewende-Moratorium. Die Regierung soll keine Kraftwerke abschalten und aufhören „Subventionen nach Gutsherrenart“ zu verteilen.
Zitat:
„… Die Arbeitnehmervertreter der ostdeutschen Chemie- und Stahlindustrie sind mit ihrer Geduld am Ende. Betriebsräte der Branchenriesen BASF Schwarzheide und Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt haben in einem Brandbrief an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in drastischen Formulierungen das Scheitern der deutschen Energiewende festgestellt und einen radikalen Kurswechsel gefordert. Das Schreiben liegt WELT vor.…“
Zusammenfassung:
Die deutsche Energiewende stellt nicht die Mengen preiswerter Energie zur Verfügung, die die Industrie zum effektiven Überleben benötigt. Arbeitsplätze werden in Massen vernichtet, allein im Jahr 2024 mindestens 100.000 Arbeitsplätze. Mitten in Ostdeutschland.
Die ArbeitNEHMERvertreter fordern einen radikalen Kurswechsel von der Bundesregierung, um nicht noch mehr Arbeitsplätze zu gefährden. Die Ursachen der Energiekrise müssen bekämpft werden. Die eigentlichen Probleme sind Knappheit an Elektrizität und Probleme bei der Integration schwankender erneuerbarer Energien.
Und so weiter.
Zusammenfassung: Ideologie-getriebener Umbau der Energiegewinnung ohne das Vorhandensein technisch ausgereifter Innovationen, um den Umbau zu gewährleisten, genügend preiswerte Energie zur Verfügung zu stellen, und gleichzeitig die Abstellung leistungsfähiger Kraftwerke führt zur Vernichtung von Arbeitsplätzen. Arbeitnehmervertreter beginnen sich zu wehren.