Uwe BökenGeilenkirchen, Germany
Oct 24, 2019

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

seit Monaten sind die Ermittlungen (formal??) durch die Staatsanwaltschaft Kiel wieder aufgenommen worden. Wiederholt haben wir als Eltern gemeinsam mit unserem Rechtsanwalt der Staatsanwaltschaft den Vorschlag zu einem gemeinsamen Gespräch gemacht. Immerhin haben wir uns, im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft, über mehr als zehn Jahre permanent mit dem Fall beschäftigt und viele Dinge ermitteln können, die die Staatsanwaltschaft bei ernsthaftem Ermittlungsinteresse doch interessieren müssten!?!

So haben wir aktuell ermitteln können, dass die uns 2008 übermittelte Auffindeposition Jennys auch nicht stimmen kann.

Auf meine Bitte hin wurde seitens der Marine im Herbst 2008 ein Ausschnitt einer Seekarte erstellt, in der die Auffindeposition und die Auffindezeit eingetragen sind. Laut dieser Seekarte (siehe Ausschnitt auf Foto!) wurde Jenny am 15.09.2008 um 17:30 Uhr unter der Position 54°47,1’N 006°38,4’E (durch die Walther Herwig III) geborgen worden sein.

Uns liegt der Abschlussbericht des Johann-Heinrich-von-Thünen-Instituts (vTI) über die 315. Forschungsreise des FRV Walther Herwig III vom 29.08.2008 bis zum 19.09.2008 vor. Zunächst sei bemerkt, dass an keiner Stelle des Berichts von einer bergungsbedingten Unterbrechung der Forschungsreise berichtet wird, was wohl jeden wundern wird, denn schließlich ist eine solche Bergung ja sicher kein „normales“ Ereignis auf einer solchen Forschungsreise. Interessant aber sind die in diesem Bericht enthaltenen Schiffspositionen der Walther Herwig III. Diese angegebenen Positionen passen widerspruchsfrei zu den über die Webseite www.sailwx.info zu ermittelnden Schiffspositionen, so dass für die Walther Herwig III eine nahezu lückenlose Positionskarte für den Zeitraum um den 15.09.2008 erstellbar ist.

Die genaue Sicht dieser Schiffsdaten zeigt klar und deutlich, dass das Schiff zur angeblichen Bergungszeit überhaupt nicht aufgestoppt wurde, so dass also die Bergung bei unverminderter Fahrtgeschwindigkeit hätte durchgeführt werden müssen, was wohl niemand für möglich halten dürfte. Darüber hinaus sieht man, dass die Walther Herwig III zur angeblichen Bergungszeit (17:30 Uhr) an der vermeintlichen Fundstelle längst um über 10 Seemeilen vorbeigefahren war. Allerdings fällt jedem Betrachter auf, dass die Walther Herwig III wohl im Vormittag zwischen 08:30 Uhr und 15:00 Uhr die Position kaum gewechselt hat, was deutlich besser zu einer solchen Bergung passen dürfte. Auch der nur sehr geringe Wechsel der Position in diesem Zeitintervall deutet darauf hin, dass hier wohl ein Suchvorgang absolviert worden sein dürfte, der allerdings keinen Sinn macht, wenn man von einem zufälligen Fund von Jennys Leiche ausgeht. Die längere Suche im o. a. Zeitintervall spricht eher dafür, dass eine ungefähre Position des Leichnams bekannt war und dieser gesucht worden ist.

Selbst die Auffindeposition ist also 2008 unwahr übermittelt worden. Für uns steht somit fest, dass man uns seit 2008 eine Inszenierung aufgetischt hat!

Der WDR Aachen hat die aktuelle Entwicklung zum Anlass genommen, einen Bericht über diese neuen Erkenntnisse zu machen. Dieser wird am kommenden Montag, 28.10.2019, im Rahmen der Lokalzeit Aachen ab 19:30 Uhr im 3. Fernsehprogramm ausgestrahlt!

Eine wirkliche und ehrliche Wiederaufnahme der Ermittlungen müsste nach unserer Auffassung jetzt wirklich ein kompletter Neubeginn beim Stand null sein, d. h. alle bisher als scheinbar gesicherten Erkenntnisse müssen auf den Prüfstand!

Daher ist die weitere Unterstützung unserer Change.org-Petition von sehr sehr hoher Wichtigkeit! Wir bitten also darum, die Petition kräftig weiter zu teilen und zu zeichnen!

Uns bleibt nur, danke für die Unterstützung zu sagen!  

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X