Einspruch gegen das Baugebiet Flaring! Heimat, Traditionen und Zukunft schützen

Das Problem

Griaß Gohd, Servus und Hallo,

sicherlich habt ihr alle mitbekommen, dass die Gemeinde Taufkirchen Vils am 19.06.2024 entgegen aller Bedenken, rechtlichen Grundlagen und bürgerlichen Sorgen beschlossen hat ein riesiges Areal in Flaring (4,5h) zu bebauen. Der Plan sieht eine derart enge Bebauung vor, dass selbst der engagierte Architekt darauf hinweist, dass es zwingend erforderlich sei, „dass entlang der Vils schöne Naherholungsflächen entstehen.“ – wie das klappen soll? Das bleibt in den Sternen! Aktuell ist der gesamte Bereich die letzte Naherholungsfläche, die wir Taufkirchner noch zu Fuß erreichen können!

Ihr findet den Plan der Gemeinde unter folgendem Link:

https://kompass-taufkirchen.de2024/03/13/entwicklung-eines-neuen-wohnbaugebietes-in-flaring/

Zusammengefasst: 128 Wohneinheiten (Geschosswohnungen), 21 Reihenhäuser, 2 Doppelhäuser, 15 Einfamilienhäuser, 8 Tiny House, 315 Stellplätze, 181 Tiefgaragenplätze, 27 öffentliche Parkplätze und 77 Parkplätze für die Häuser.

600- 700 Menschen werden hier Platz haben.

Auf den Punkt gebracht: Vom Areal wie wir es heute kennen, wird nichts bleiben und die Auswirkungen werden uns alle treffen.

Doch was spricht gegen das Gebiet? Alle Aspekte haben wir detailliert in unserem Widerspruch aufgearbeitet und erörtert. Und den findet ihr hier:

https://drive.google.com/file/d/1zzEgisV7iJ0tqVJM96Z-krl4uJEomTwO/view?usp=sharing

Und hier die Zusammenfassung:

1)        Verdichtung und Hochwassergefahr- wir werden zahlen!

Die Verdichtung wird die Hochwassergefahr für alle, die flussnah wohnen, deutlich erhöhen. Denn es ist keine Versickerung geplant, sondern ein stumpfes Ableiten! Damit kommt an einem normalen Regentag die Menge Wasser „mehr“ in den Fluss, die mindestens 1 Becken im Schwimmbad füllt! Die Kosten für Folgen und Schäden zahlen wir!

2)        Millionenkosten für eine neue Straße- wir werden zahlen!

Die Straße des Baugebiets ist „anderthalbspurig“ und soll in Zukunft für 600- 700 Menschen Zuwegung sein. Ein Ausbau ist unvermeidlich und wird uns als Gemeinde mehrere Millionen Euro kosten- die Machbarkeit steht in den Sternen, denn die örtlichen Gegebenheiten geben einen Ausbau eigentlich nicht her.

3)        Millionenkosten für marode und fehlende Infrastruktur- wir werden zahlen!

Unsere Infrakstruktur in Taufkirchen ist schon jetzt in einem katastrophalen Zustand. Im Schwimmbad und im Ort stinkt es aus den Gullys weil die Abwasserkanäle überlastet sind- seit Jahren brauchen wir eine neue Kläranlage- die Abwassergebühren steigen schon jetzt. Die Straßen sind marode, die Plätze für unsere Kinder in KiGa und Schule reichen für die, die hier wohnen hin! Wo sollen die Räume, neue Ärzte und Erzieher herkommen, wenn es auf einmal 700 Menschen mehr sind?

Finanziell hat es nicht mal für einen ordentlichen Christbaum am Rathaus gereicht- woher sollen denn die Millionen kommen, um Taufkirchen sattelfest für derart viele neue Bürger zu machen?

4)        Existenzgefährung landwirtschaftlicher Betriebe 

Die umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe werden durch die Entscheidung in ihrer Existenz gefährdet. Klagen wegen Geruch, Verkehrsbehinderungen, Unfälle und nasse Wiesen und Felder werden die Betriebe zum Erliegen bringen.  

5)        Zerstörung unserer Heimat und der von vielen geschützten Tierarten

Das Baugebiet wird die letzte Aulandschaft im Süden Taufkirchens nachhaltig beeinträchtigen. Der Naturlernpfad, der seit Jahren liebevoll vom Heimatverein gepflegt wird soll zur Ausweichstrecke für das Baugebiet werden. Die vielen besonderen und teilweise streng geschützten Tierarten, die dort leben, werden hochwahrscheinlich verschwinden. 

6)        Am Bedarf vorbei

Die Bürger in Taufkirchen brauchen Wohnraum. So wird das Baugebiet begründet. Doch wer kann sich denn eine Wohnung für 650.000€ oder ein Einfamilienhaus für ca. 950.00€ mit monatlichen Raten ab 3400€ noch leisten?

Seien wir realistisch- wir werden einen massiven Zuzug erleben. Nicht nur in diesem Baugebiet, denn es sind noch viel mehr Gebiete geplant. Was Taufkirchen braucht, ist bezahlbarer Wohnraum und auch Mehrgenerationenhäuser für ältere Gemeindemitglieder und Familien. Wir brauchen offene Flächen, Spielplätze, Naherholungsbereiche und sichere Wege. 

7)        Unser Trinkwasser ist gefährdet

Während andere Gemeinden Versickerungsbereiche für den Erhalt unseres Grundwassers schaffen, bauen wir diese Bereiche mit Beton zu? Denn das Baugebiet liegt großteils in unserem Trinkwasserschutzgebiet!

Trinkwasser wird knapp werden. Egal wie tief unser Brunnen und egal wie überzeugt wir aktuell sind, dass es nicht passieren wird. 4,5h im Trinkwasserschutzgebiet zuzubauen ist unverantwortlich.

Die Gemeinde verstößt mit diesem Baugebiet gegen den Leitsatz Taufkirchens! Dort heißt es „Unser Bestreben ist es, die Lebensqualität in unserer Gemeinde nachhaltig zu sichern, zu stärken und weiterzuentwickeln!“

Ein Baugebiet dieses Ausmaßes und in dieser Lage ist nicht nachhaltig, es schwächt unsere Gemeinde finanziell und sozial und führt zu einer Gefährdung unserer Lebensqualität in allen Bereichen.

Deshalb fordern wir den Stop der aktuellen Baupläne und eine Umnutzung des Areals.

Herauszuheben ist:

  • Die Schaffung von Wohnraum für Ältere und Familien aus Taufkirchen
  • Den Aufbau von Versickerungsbereichen zur Sicherung des Trinkwassers
  • Den Ausbau von Hochwasserschutzmaßnahmen 
  • Eine nachhaltige Wohnraumplanung mit Berücksichtigung der besonderen Lage in unserer Au- Landschaft!
  • Rücksichtnahme und Konsensgespräche mit unseren Landwirten und Versorgern

Bitte unterstützt uns mit Eurer Unterschrift für ein Taufkirchen!

Für unsere Heimat,  unsere Traditionen und unsere Zukunft!

 

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Ienje GatzPetitionsstarter*in
Erfolg
Diese Petition war mit 876 Unterstützer*innen erfolgreich!

Das Problem

Griaß Gohd, Servus und Hallo,

sicherlich habt ihr alle mitbekommen, dass die Gemeinde Taufkirchen Vils am 19.06.2024 entgegen aller Bedenken, rechtlichen Grundlagen und bürgerlichen Sorgen beschlossen hat ein riesiges Areal in Flaring (4,5h) zu bebauen. Der Plan sieht eine derart enge Bebauung vor, dass selbst der engagierte Architekt darauf hinweist, dass es zwingend erforderlich sei, „dass entlang der Vils schöne Naherholungsflächen entstehen.“ – wie das klappen soll? Das bleibt in den Sternen! Aktuell ist der gesamte Bereich die letzte Naherholungsfläche, die wir Taufkirchner noch zu Fuß erreichen können!

Ihr findet den Plan der Gemeinde unter folgendem Link:

https://kompass-taufkirchen.de2024/03/13/entwicklung-eines-neuen-wohnbaugebietes-in-flaring/

Zusammengefasst: 128 Wohneinheiten (Geschosswohnungen), 21 Reihenhäuser, 2 Doppelhäuser, 15 Einfamilienhäuser, 8 Tiny House, 315 Stellplätze, 181 Tiefgaragenplätze, 27 öffentliche Parkplätze und 77 Parkplätze für die Häuser.

600- 700 Menschen werden hier Platz haben.

Auf den Punkt gebracht: Vom Areal wie wir es heute kennen, wird nichts bleiben und die Auswirkungen werden uns alle treffen.

Doch was spricht gegen das Gebiet? Alle Aspekte haben wir detailliert in unserem Widerspruch aufgearbeitet und erörtert. Und den findet ihr hier:

https://drive.google.com/file/d/1zzEgisV7iJ0tqVJM96Z-krl4uJEomTwO/view?usp=sharing

Und hier die Zusammenfassung:

1)        Verdichtung und Hochwassergefahr- wir werden zahlen!

Die Verdichtung wird die Hochwassergefahr für alle, die flussnah wohnen, deutlich erhöhen. Denn es ist keine Versickerung geplant, sondern ein stumpfes Ableiten! Damit kommt an einem normalen Regentag die Menge Wasser „mehr“ in den Fluss, die mindestens 1 Becken im Schwimmbad füllt! Die Kosten für Folgen und Schäden zahlen wir!

2)        Millionenkosten für eine neue Straße- wir werden zahlen!

Die Straße des Baugebiets ist „anderthalbspurig“ und soll in Zukunft für 600- 700 Menschen Zuwegung sein. Ein Ausbau ist unvermeidlich und wird uns als Gemeinde mehrere Millionen Euro kosten- die Machbarkeit steht in den Sternen, denn die örtlichen Gegebenheiten geben einen Ausbau eigentlich nicht her.

3)        Millionenkosten für marode und fehlende Infrastruktur- wir werden zahlen!

Unsere Infrakstruktur in Taufkirchen ist schon jetzt in einem katastrophalen Zustand. Im Schwimmbad und im Ort stinkt es aus den Gullys weil die Abwasserkanäle überlastet sind- seit Jahren brauchen wir eine neue Kläranlage- die Abwassergebühren steigen schon jetzt. Die Straßen sind marode, die Plätze für unsere Kinder in KiGa und Schule reichen für die, die hier wohnen hin! Wo sollen die Räume, neue Ärzte und Erzieher herkommen, wenn es auf einmal 700 Menschen mehr sind?

Finanziell hat es nicht mal für einen ordentlichen Christbaum am Rathaus gereicht- woher sollen denn die Millionen kommen, um Taufkirchen sattelfest für derart viele neue Bürger zu machen?

4)        Existenzgefährung landwirtschaftlicher Betriebe 

Die umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe werden durch die Entscheidung in ihrer Existenz gefährdet. Klagen wegen Geruch, Verkehrsbehinderungen, Unfälle und nasse Wiesen und Felder werden die Betriebe zum Erliegen bringen.  

5)        Zerstörung unserer Heimat und der von vielen geschützten Tierarten

Das Baugebiet wird die letzte Aulandschaft im Süden Taufkirchens nachhaltig beeinträchtigen. Der Naturlernpfad, der seit Jahren liebevoll vom Heimatverein gepflegt wird soll zur Ausweichstrecke für das Baugebiet werden. Die vielen besonderen und teilweise streng geschützten Tierarten, die dort leben, werden hochwahrscheinlich verschwinden. 

6)        Am Bedarf vorbei

Die Bürger in Taufkirchen brauchen Wohnraum. So wird das Baugebiet begründet. Doch wer kann sich denn eine Wohnung für 650.000€ oder ein Einfamilienhaus für ca. 950.00€ mit monatlichen Raten ab 3400€ noch leisten?

Seien wir realistisch- wir werden einen massiven Zuzug erleben. Nicht nur in diesem Baugebiet, denn es sind noch viel mehr Gebiete geplant. Was Taufkirchen braucht, ist bezahlbarer Wohnraum und auch Mehrgenerationenhäuser für ältere Gemeindemitglieder und Familien. Wir brauchen offene Flächen, Spielplätze, Naherholungsbereiche und sichere Wege. 

7)        Unser Trinkwasser ist gefährdet

Während andere Gemeinden Versickerungsbereiche für den Erhalt unseres Grundwassers schaffen, bauen wir diese Bereiche mit Beton zu? Denn das Baugebiet liegt großteils in unserem Trinkwasserschutzgebiet!

Trinkwasser wird knapp werden. Egal wie tief unser Brunnen und egal wie überzeugt wir aktuell sind, dass es nicht passieren wird. 4,5h im Trinkwasserschutzgebiet zuzubauen ist unverantwortlich.

Die Gemeinde verstößt mit diesem Baugebiet gegen den Leitsatz Taufkirchens! Dort heißt es „Unser Bestreben ist es, die Lebensqualität in unserer Gemeinde nachhaltig zu sichern, zu stärken und weiterzuentwickeln!“

Ein Baugebiet dieses Ausmaßes und in dieser Lage ist nicht nachhaltig, es schwächt unsere Gemeinde finanziell und sozial und führt zu einer Gefährdung unserer Lebensqualität in allen Bereichen.

Deshalb fordern wir den Stop der aktuellen Baupläne und eine Umnutzung des Areals.

Herauszuheben ist:

  • Die Schaffung von Wohnraum für Ältere und Familien aus Taufkirchen
  • Den Aufbau von Versickerungsbereichen zur Sicherung des Trinkwassers
  • Den Ausbau von Hochwasserschutzmaßnahmen 
  • Eine nachhaltige Wohnraumplanung mit Berücksichtigung der besonderen Lage in unserer Au- Landschaft!
  • Rücksichtnahme und Konsensgespräche mit unseren Landwirten und Versorgern

Bitte unterstützt uns mit Eurer Unterschrift für ein Taufkirchen!

Für unsere Heimat,  unsere Traditionen und unsere Zukunft!

 

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Ienje GatzPetitionsstarter*in

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