Petition updateEinleitung eines Verbotsverfahrens gegen die AfD gemäß Artikel 21 Absatz 2 GGEinordnung der aktuellen Stimmungslage zur AfD
AfDexit Initiative für ein konsequentes AfD-VerbotHamburg, Germany
Mar 8, 2026

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

viel Menschen spüren, dass sich das gesellschaftliche Klima zur AfD verändert. Themen wie Ausgrenzung, Vereinfachung komplexer Probleme und die Normalisierung radikaler Positionen tauchen wieder häufiger auf. Historisch betrachtet waren solche Phasen oft dadurch geprägt, dass demokratische Kräfte zu spät oder zu zögerlich reagierten. 

Zeitzeugenberichte und historische Forschung zeigen, dass autoritäre Bewegungen besonders dann an Einfluss gewinnen, wenn breite Teile der Gesellschaft passiv bleiben oder Entwicklungen unterschätzen.

Warum historisches Bewusstsein heute wichtig ist

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts macht deutlich, wie gefährlich es werden kann, wenn demokratische Institutionen, Zivilgesellschaft und gesellschaftliche Gruppen nicht entschieden genug für demokratische Werte eintreten. 

Damals wie heute gilt:
• Demokratie ist kein Selbstläufer — sie braucht aktive Beteiligung.
• Radikalisierung beginnt selten abrupt, sondern oft schleichend.
• Normalisierung extremer Positionen kann langfristig das politische Gleichgewicht 
  verschieben.

Diese Erkenntnisse sind kein Alarmismus, sondern sehr gut dokumentierte historische Muster.

Die Rolle der Zivilgesellschaft

Viele Menschen fragen sich, was sie persönlich tun können. 

Die Antwort ist oft einfacher, als es scheint:

• Informiert bleiben, statt sich auf Schlagworte zu verlassen.
• Gespräche suchen, auch wenn sie unbequem sind.
• Demokratische Prozesse nutzen, etwa durch Engagement in Vereinen, Initiativen 
  oder Parteien.
• Solidarität zeigen, wenn Menschen oder Gruppen ausgegrenzt werden.

Demokratische Gesellschaften sind dann am stärksten, wenn möglichst viele Menschen Verantwortung übernehmen – nicht nur an Wahltagen.

Warum Beteiligung jetzt zählt

Es gibt Stimmen, die seit Jahren darauf hinweisen, dass bestimmte politische Entwicklungen langfristig problematisch werden könnten. Ob Petitionen, Aufklärungskampagnen oder gesellschaftliche Bündnisse: Viele dieser Initiativen leben davon, dass Menschen sich beteiligen. Wenn Beteiligung ausbleibt, verlieren solche demokratischen Werkzeuge an Wirkung.

Der entscheidende Punkt lautet: 

Es geht nicht darum, Angst zu verbreiten, sondern Bewusstsein zu schaffen.
Demokratie funktioniert nur, wenn Menschen sie aktiv gestalten.

Ein konstruktiver Appell

Die aktuelle Situation ist ernst, aber nicht hoffnungslos. Noch immer gibt es starke demokratische Institutionen, engagierte Bürgerinnen und Bürger und vielfältige Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. Die Frage ist nicht, ob wir etwas tun können – sondern ob wir es tun wollen.

Ein offener, respektvoller Dialog darüber, wie wir als Gesellschaft miteinander leben wollen, ist heute wichtiger denn je. 

Jede Stimme, die sich für demokratische Werte einsetzt, stärkt das Fundament, auf dem wir alle stehen.

Wenn wir ernsthaft darüber sprechen, unsere Demokratie zu schützen, dann müssen wir auch bereit sein, die Instrumente zu nutzen, die unser Rechtsstaat dafür vorgesehen hat. Dazu gehört – als äußerstes Mittel – auch ein mögliches Parteiverbotsverfahren.

Ein solcher Schritt richtet sich nicht gegen Wählerinnen und Wähler.
Er richtet sich ausschließlich gegen eine Partei, wenn begründet der Verdacht besteht, dass sie aktiv gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung arbeitet. Genau deshalb liegt die Entscheidung darüber auch nicht bei Parteien oder Aktivisten, sondern allein beim Bundesverfassungsgericht auf Grundlage des Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland.

Aber: Ein Verfahren beginnt nicht von selbst.

Es braucht politischen Willen – und genau dort liegt das eigentliche Problem.
Viele demokratische Parteien zögern seit Jahren, einen entsprechenden Antrag überhaupt zu prüfen oder zu stellen. 

Die Gründe dafür sind unterschiedlich: juristische Unsicherheiten, politische Risiken oder die Sorge, ein Verfahren könnte scheitern. Diese Bedenken sind nicht aus der Luft gegriffen. Die Hürden sind bewusst hoch, aber überwindbar.

Trotzdem bleibt eine einfache Frage im Raum:

Wenn wir nicht einmal bereit sind zu prüfen, ob diese Hürden überwunden werden können – wie ernst meinen wir es dann mit dem Schutz der Demokratie?
Genau an diesem Punkt setzt unsere Petition an. 

Sie ist kein Ersatz für Gerichte, keine Abkürzung durch den Rechtsstaat und kein populistischer Schnellschuss. 

Unsere Petition ist schlicht ein demokratisches Signal: 

Bürgerinnen und Bürger sagen ihren gewählten Vertreterinnen und Vertretern, dass sie erwarten, dass ein mögliches Verbotsverfahren gegen die Alternative für Deutschland zumindest ernsthaft und gewissenhaft geprüft wird.

Und dafür braucht es etwas sehr Banales – Unterstützung.

Eine Petition ohne Unterschriften ist politisch praktisch wirkungslos.
Sie erzeugt keinen Druck, keine öffentliche Debatte und erst recht keine Bewegung in der Politik.
Wer also der Meinung ist, dass diese Frage überhaupt auf den Tisch gehört, der muss auch bereit sein, sie sichtbar zu unterstützen.

Demokratie bedeutet nicht nur, alle vier Jahre ein Kreuz zu machen.
Demokratie bedeutet auch, sich einzumischen, Position zu beziehen und Verantwortung zu übernehmen – gerade dann, wenn die Lage unbequem wird.

Besser wird es jedenfalls so, nicht.

Eine Unterschrift ersetzt keine politische Lösung.
Aber sie kann der Anfang sein, damit die Diskussion überhaupt ernsthaft geführt wird.

-Team AfDexit-

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