Lola HerreroBremen, Germany
Oct 26, 2023

Liebe Unterstützer und liebe Unterstützerinnen,

wir sind nicht untätig geblieben. Wir haben die Petition beim Niedersächsischen Landtag eingereicht und von dort Antworten erhalten. (Unser Schreiben und die Eingangsbestätigung finden Sie an diese E-Mail.)

Um es kurz zu fassen: Man plant nicht, die Rechte von Frauen während der Geburt und der Schwangerschaft zu stärken, und es werden auch keine Untersuchungen zu den Geschehnissen im Krankenhaus Winsen/Luhe und im Städtischen Klinikum Lüneburg veranlasst, wurde uns aus Hannover mitgeteilt.

Unsere anschließenden Proteste und Bitten wurden nicht abgeholfen. Gegen diese Art von unmenschlichem und bürokratischem Vorgehen kommen wir nicht an.

Wir haben die Petition auch beim Bundesparlament eingereicht und ähnliche Antworten erhalten. Die Antworten werden wir versuchen zu scannen und zu posten.

Mit freundlichen Grüßen,
Lola

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Lola Herrero 

28719 Bremen

Bremen, 23. Januar 2020

An

Die Präsidentin des Niedersächsischen Landtages

- Landtagsverwaltung -

Herr Diedrich

Hannah-Arendt-Platz 1

30159 Hannover

Betreff: Petition mit der Bitte um Maßnahmen gegen Gewalt gegen Frauen

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Diedrich,

mit dieser Petition bitten wir Sie und die Unterzeichnenden, Maßnahmen zu ergreifen, um Gewalt gegen Frauen zu untersuchen und zu verhindern.

Während meiner medizinischen Behandlung bei der Geburt meines Sohnes Jan Antonio wurde ich misshandelt. Jan Antonio verstarb infolgedessen aufgrund medizinischer Misshandlungen.

Solche Misshandlungen von Schwangeren, bei denen ihnen die ordnungsgemäße und rechtzeitige medizinische Versorgung durch medizinische Dienstleister verweigert wird, stellen Gewalt gegen Frauen dar. Gemäß der UN-Organisation OHCHR-UNOG spricht man von "Gewalt gegen Frauen im Bereich der reproduktiven Gesundheit" oder von geburtshilflicher Gewalt gegen Schwangere.

Es gibt eine UN-Resolution zur Gewalt gegen Frauen (https://undocs.org/en/A/RES/71/170 und ein kürzlich veröffentlichter Bericht vom 11. Juli 2019 erläutert die Probleme schwangerer Frauen und schlägt eine Reihe von Maßnahmen zur Bekämpfung von "Gewalt gegen Frauen im Bereich der reproduktiven Gesundheit, insbesondere während der Geburt und bei geburtshilflicher Gewalt" vor.

In diesem Bericht der OHCHR werden Sie als staatliche Autorität aufgefordert, betroffenen Frauen zu helfen und diese Art von Gewalt gegen Frauen zu untersuchen (siehe Teil IV des Berichts ab Seite 21). Wir fügen den Bericht diesem Schreiben bei.

Im meinem Fall ist das Justizsystem des Landes Niedersachsen nicht daran interessiert, von meinem Missbrauch zu erfahren dem ich ausgesetzt war oder Informationen darüber zu erlangen. Es hat vor, dies weiterhin zu vertuschen.

Wir vermuten, dass es im Krankenhaus, in dem ich misshandelt wurde, dutzende ähnliche Fälle von Gewalt gegen schwangere Frauen gibt.

Aus diesem Grund haben wir diese Online-Petition gestartet, um Maßnahmen zum Schutz schwangerer Frauen zu ergreifen:

- https://www.change.org/p/dear-mr-president-members-of-european-parliament-we-protest-against-the-malpractice-and-killing-of-jan-antonio-in-germany

- https://www.change.org/p/ein-guter-anfang-zwischenbilanz-nach-100-tagen-wir-protestieren-gegen-die-misshandlung-und-das-unvernünftige-die-tötung-unseres-babys

Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns bei der Aufklärung von Fällen von Gewalt gegen schwangere Frauen unterstützen würden, sodass meine und ähnliche Probleme gehört und verhindert werden können. Dies sollte im Einklang mit der Resolution der Vereinten Nationen und dem Bericht der OHCHR vom 11. Juli 2019 geschehen.

Konkret bitten wir Sie:

1. die Niedersächsische Landesregierung aufzufordern, ein unabhängiges Gremium mit Ärzten aus anderen Bundesländern zu etablieren, um den Tod unseres Babys und aller anderen Babys zu untersuchen sowie die Misshandlungen schwangerer Frauen in der Region Winsen/Luhe.

2. die Niedersächsische Landesregierung aufzufordern, den betroffenen Frauen, die misshandelt wurden, eine Plattform bereitzustellen, auf der sie ihre Erfahrungen und Probleme schildern können, ohne Angst vor Verfolgung und Repressalien.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen,

Lola Herrero

Anlagen:

- Unterschriften der Petition

- Petition

- Bericht der OHCHR vom 11. Juli 2019

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