Effektive Behandlung gegen Zwangsstörungen anbieten
Effektive Behandlung gegen Zwangsstörungen anbieten
Das Problem
An das Bundesministerium für Gesundheit, den Gemeinsamen Bundesausschuss, den GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung
„Ich lebe seit etwa zehn Jahren mit einer Zwangserkrankung. Obwohl ich mich in therapeutischer Behandlung befinde und viel Kraft investiere, bleiben viele meiner Zwänge bestehen. Bereits die Suche nach einem Therapieplatz war mit langen Wartezeiten und zahlreichen Absagen verbunden.
Durch eine Person aus meinem Umfeld, der das Bergen 4-Day Treatment sehr geholfen hat, entstand bei mir erstmals seit längerer Zeit wieder Hoffnung. Als ich mich für eine Studie anmelden wollte, war diese jedoch bereits beendet. Ich wünsche mir, dass wissenschaftlich geprüfte, wirksame Behandlungen für Betroffene nicht vom Zufall oder von der Teilnahme an einer zeitlich begrenzten Studie abhängen.“ - J.M., 23 Jahre
Diese Erfahrung steht beispielhaft für die Situation vieler Menschen mit Zwangsstörungen.
Zwangsgedanken und Zwangshandlungen können nahezu alle Lebensbereiche beeinträchtigen. Sie kosten täglich Zeit und Kraft, belasten Familien und Partnerschaften und erschweren Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig ist der Zugang zu einer spezialisierten, leitliniengerechten Behandlung vielerorts begrenzt. Betroffene erleben lange Wartezeiten, zahlreiche Absagen oder Behandlungen, in denen Expositionstherapie nicht ausreichend oder nicht lege artis angeboten wird.
Das Bergen 4-Day Treatment, kurz B4DT, ist eine kompakte und strukturierte Form der Expositionstherapie, die innerhalb vier aufeinanderfolgender Tage durchgeführt wird. Das B4DT wurde bis jetzt in 13 Ländern eingesetzt und ist in Norwegen bereits seit Jahren die Standardversorgung bei Zwangsstörungen. Die Wirksamkeit ist auch durch Studien des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf belegt. Eine Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigte die Wirksamkeit des Behandlungsformat: Ein Jahr nach der Behandlung zeigten 78% eine klinisch relevante Verbesserung und 51 % waren frei von Zwangssymptomen.
Nach Abschluss des Forschungsprojekts drohen die bisherigen Fortschritte jedoch verloren zu gehen. Obwohl das Behandlungskonzept ins Deutsche übertragen wurde und Psychotherapeut:innen bereits in seiner Durchführung geschult sind, kann das B4DT derzeit außerhalb von Forschungsprojekten weder regelhaft angeboten noch angemessen abgerechnet werden. Ohne eine zeitnahe Überführung in die Regelversorgung bleibt Menschen mit Zwangserkrankungen der Zugang zu einer wirksamen Behandlung verwehrt, die ihnen innerhalb kurzer Zeit eine deutliche und langfristige Verbesserung ermöglichen könnte.
Unsere Forderung
Wir fordern, dass das wissenschaftlich evaluierte B4DT zeitnah Bestandteil der regulären Versorgung für Menschen mit Zwangsstörungen wird.
Dazu sind die notwendigen Bewertungs-, Finanzierungs- und Vergütungsprozesse unverzüglich einzuleiten und gemeinsam umzusetzen.
Unterzeichnen und teilen Sie diese Petition, damit aus erfolgreicher Forschung eine zugängliche Versorgung für Menschen mit Zwangsstörungen werden kann.
Datenschutzhinweis: Die Namen und allgemeinen Ortsangaben der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner können gemeinsam mit dieser Petition an die oben genannten Entscheidungsträger übermittelt werden, um die Unterstützung für dieses Anliegen zu dokumentieren. Die Verarbeitung erfolgt entsprechend den Datenschutzbestimmungen von Change.org.
402
Das Problem
An das Bundesministerium für Gesundheit, den Gemeinsamen Bundesausschuss, den GKV-Spitzenverband und die Kassenärztliche Bundesvereinigung
„Ich lebe seit etwa zehn Jahren mit einer Zwangserkrankung. Obwohl ich mich in therapeutischer Behandlung befinde und viel Kraft investiere, bleiben viele meiner Zwänge bestehen. Bereits die Suche nach einem Therapieplatz war mit langen Wartezeiten und zahlreichen Absagen verbunden.
Durch eine Person aus meinem Umfeld, der das Bergen 4-Day Treatment sehr geholfen hat, entstand bei mir erstmals seit längerer Zeit wieder Hoffnung. Als ich mich für eine Studie anmelden wollte, war diese jedoch bereits beendet. Ich wünsche mir, dass wissenschaftlich geprüfte, wirksame Behandlungen für Betroffene nicht vom Zufall oder von der Teilnahme an einer zeitlich begrenzten Studie abhängen.“ - J.M., 23 Jahre
Diese Erfahrung steht beispielhaft für die Situation vieler Menschen mit Zwangsstörungen.
Zwangsgedanken und Zwangshandlungen können nahezu alle Lebensbereiche beeinträchtigen. Sie kosten täglich Zeit und Kraft, belasten Familien und Partnerschaften und erschweren Ausbildung, Beruf und gesellschaftliche Teilhabe. Gleichzeitig ist der Zugang zu einer spezialisierten, leitliniengerechten Behandlung vielerorts begrenzt. Betroffene erleben lange Wartezeiten, zahlreiche Absagen oder Behandlungen, in denen Expositionstherapie nicht ausreichend oder nicht lege artis angeboten wird.
Das Bergen 4-Day Treatment, kurz B4DT, ist eine kompakte und strukturierte Form der Expositionstherapie, die innerhalb vier aufeinanderfolgender Tage durchgeführt wird. Das B4DT wurde bis jetzt in 13 Ländern eingesetzt und ist in Norwegen bereits seit Jahren die Standardversorgung bei Zwangsstörungen. Die Wirksamkeit ist auch durch Studien des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf belegt. Eine Studie des Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf zeigte die Wirksamkeit des Behandlungsformat: Ein Jahr nach der Behandlung zeigten 78% eine klinisch relevante Verbesserung und 51 % waren frei von Zwangssymptomen.
Nach Abschluss des Forschungsprojekts drohen die bisherigen Fortschritte jedoch verloren zu gehen. Obwohl das Behandlungskonzept ins Deutsche übertragen wurde und Psychotherapeut:innen bereits in seiner Durchführung geschult sind, kann das B4DT derzeit außerhalb von Forschungsprojekten weder regelhaft angeboten noch angemessen abgerechnet werden. Ohne eine zeitnahe Überführung in die Regelversorgung bleibt Menschen mit Zwangserkrankungen der Zugang zu einer wirksamen Behandlung verwehrt, die ihnen innerhalb kurzer Zeit eine deutliche und langfristige Verbesserung ermöglichen könnte.
Unsere Forderung
Wir fordern, dass das wissenschaftlich evaluierte B4DT zeitnah Bestandteil der regulären Versorgung für Menschen mit Zwangsstörungen wird.
Dazu sind die notwendigen Bewertungs-, Finanzierungs- und Vergütungsprozesse unverzüglich einzuleiten und gemeinsam umzusetzen.
Unterzeichnen und teilen Sie diese Petition, damit aus erfolgreicher Forschung eine zugängliche Versorgung für Menschen mit Zwangsstörungen werden kann.
Datenschutzhinweis: Die Namen und allgemeinen Ortsangaben der Unterzeichnerinnen und Unterzeichner können gemeinsam mit dieser Petition an die oben genannten Entscheidungsträger übermittelt werden, um die Unterstützung für dieses Anliegen zu dokumentieren. Die Verarbeitung erfolgt entsprechend den Datenschutzbestimmungen von Change.org.
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Petition am 14. Juli 2026 erstellt