Petition richtet sich an Ministerin für Bildung und Forschung MV Birgit Hesse und an 2 mehr

SPD-Politikerin: "Auf Klassenfahrten wird nach Geschlecht getrennt" - STOP!

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Ich bin nicht der Erste, der auf dieser Schule den Wunsch geäußert hat, sagte mir eine Lehrerin. Trotzdem wurden die SchülerInnen in das Zimmer ihrer Geschlechtsgenossen gezwungen. Bisher hätten sich damit alle engagiert, so die Lehrerin. Diese Art von Zwang möchte ich nicht mitmachen. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, diese Petition zu erstellen! Dagegen anzukämpfen, SchülerInnen in Geschlechterrollen zu stecken und sie in ihrer freien Entfaltung zu beirren, als auch in ihren eigenen Persönlichkeitsrechten zu bestehlen. Ich komme besser mit Mädchen klar. Das sollte akzeptiert werden. Es kommt ja schon fast so rüber, als wäre es unnormal, Freunde des anderen Geschlechts zu haben. Meiner Meinung nach wird mit dieser Regelung vermittelt, dass aus einer Freundschaft zwischen zwei andersgeschlechtlichen Freunden eine sexuelle Beziehung hervorgerufen werden MUSS. Das ist aber viel zu pauschal gesagt - denn in Deutschland identifizieren sich mind. 11,2% (in Spanien sogar 14%) der Jugendlichen zwischen 14 und 29 als nicht-heterosexuell (lt. Marktforschungsinstitut Dalia). Soll diese Anzahl einfach überhört werden oder die sexuelle Orientierung in diesem jungen Alter einfach als pubertäres Verhalten abgestempelt werden? Wenn im Schulwesen weiterhin derart pauschalisiert wird, wird Homosexualität wieder etwas unnormales werden, da stetig und potentiell davon ausgegangen wird, dass zwischen Jungs und Mädchen eine sexuelle Beziehung entstehen muss. Die Gleichstellung der Ehe, wie es die SPD gefordert hatte und durchsetzte, ist nur ein kleiner Anfang - für Minderjährige allerdings bedeutungslos. Packen Sie es direkt an der Wurzel an & ziehen sie es kontinuierlich durch, sodass Akzeptanz anderer Ausrichtungen, als die Heteronormativität es zulässt, endlich auch in der Schule Einzug findet und nicht nur auf einem Stück Papier, Bildungsministerin Birgit Hesse (ebenso SPD). 

Ein LGBTIQ* äußert sehnlichst den Wunsch, mit seinen besten Freunden in ein Zimmer zu kommen, doch der Schuldirektor lehnt dies ab. Aus dem Grund: ein Junge und zwei Mädchen kommen nicht in ein Zimmer- eine Grauzone, die es zu bearbeiten gilt!

Ich, als homosexueller Junge, hatte seit Anfang an den Wunsch geäußert, mit meinen beiden besten Freundinnen ein Zimmer auf der Klassenfahrt zu teilen. Wir alle, auch unsere Eltern, waren damit vollkommen einverstanden. Plötzlich sitze ich im Zimmer des Direktors, und er argumentiert rücksichtslos mit "Deine Homosexualität ist kein triftiger Grund dafür, dass du mit Mädchen in ein Zimmer darfst. Ein triftiger Grund wäre beispielsweise, wenn du von den Jungs gemobbt werden würdest".

Ich konnte das einfach nicht verstehen. Ich fühlte mich unverstanden. Homosexualität fühlte sich zu dem Zeitpunkt falsch an. Warum darf jeder mit seinen Freunden in ein Zimmer, außer ich? Ich muss mit den Jungs in ein Zimmer, mit denen ich nicht zurechtkomme. Ich darf zuschauen, wie jeder mit seinen Freunden in ein Zimmer kommt.
Mir wurde von den Lehrern und Lehrerinnen angeraten, keinen großen Aufstand zu machen. Es wäre ja nicht schlimm, ich wäre ja nur nachts da."Und wenn dir langweilig ist, kannst du ja ein Buch lesen", wurde mir angeraten.
Jeder kann sich abends mit seinen Freunden unterhalten, während ich mich hinsetzen soll und ein Buch lesen soll, zwischen Personen mit denen ich gar keine Interessen teile? Nur weil ich lieber weibliche, als männliche Schulfreunde habe? Tut mir leid, aber meiner Meinung nach ist dies Diskriminierung. Es fühlte sich einfach nicht richtig an, überwiegend Freunde des anderen Geschlechts zu haben.

Ich dachte, die Antidiskriminierungsstelle des Bundes könnte mir helfen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes sagte mir, dass es dafür keine gesetzliche Regelung gibt und dass man dagegen nichts unternehmen kann. Ich muss es einfach hinnehmen, wie es ist. Die nette Mitarbeiterin engagierte sich und hat beim Schuldirektor angerufen. Eigentlich wäre selbst dies nicht mehr in ihrem Aufgabenfeld gewesen - aber sie tat es, so fühlte es sich für mich an, aus Mitleid. Doch auch sie traf auf taube Ohren. Der Schuldirektor meinte, dass dieser "Special-Wunsch" nur weitere Wünsche durch andere SchülerInnen hervorrufen würde.

Plötzlich war ich ganz auf mich alleine gestellt. Selbst eine staatliche Institution konnte mir nicht weiterhelfen.
Die Mitarbeiterin sagte noch, dass selbst bei einer gerichtlichen Entscheidung zugunsten des Schulleiters entschieden werden würde.
Wir haben also eine komplett veraltete Gesetzesgrundlage. Sie gibt uns Heterosexualität vor. Diese Sicherheitsvorkehrungen werden schließlich nur getroffen, um Geschlechtsverkehr mit dem anderen Geschlecht zu unterbinden. Doch ich bin nun mal nicht heterosexuell, habe es gefühlt tausende Male gesagt. Trotzdem werde ich rücksichtslos abgewiesen.

Ich möchte ein Kompromiss eingehen. Aber mein Wunsch wird einfach überhört. Ich fühle mich nicht ernst genommen und ich habe das Gefühl, man möchte sich nicht in meine Lage versetzen.

Zusammenfassend haben also all unsere Eltern eine Einverständniserklärung abgegeben. Mit der Agentur, die die Zimmer einteilt, war bereits alles abgesprochen. Doch dann meinte der Schulleiter dazwischen zu gehen - eine überzeugende Begründung konnte er nicht liefern. Auf gesetzlichen Grundlagen basiert dieses Verhalten meiner Meinung nach nicht. Sie sind genau so verwirrt wie ich? Dann unterschreiben Sie jetzt, damit solche unsinnigen Einteilungen nicht mehr vorgenommen werden können!

  • Wie soll sich ein LGBTIQ* verhalten, wenn er sich gar nicht bei den Lehrern outen möchte? 
  • Was soll ein Mädchen/Junge tun, die/der vom gleichen Geschlecht dafür gemobbt wird, da sie/er zu ihrer/seiner Orientierung bzw. zu ihrer/seiner Präferenz steht? (in der heutigen Zeit ist dies noch sehr oft der Fall)
  • Warum sollte es überhaupt möglich sein, eine solche Regelung zu finden? Jährlich kämpfen Millionen von LGBTIQ*s auf Christopher Street Day um mehr Akzeptanz und darum, beachtet/gehört zu werden. Warum wird also bei jedem Schüler/bei jeder Schülerin pauschal angenommen, er/sie sei heterosexuell?
  • Was tun, mit Menschen, die sich mit ihrem Geschlecht nicht identifizieren können -> sollen die in einem Einzelzimmer vereinsamen?

Diese Fragen sollen aufzeigen, dass eine solche Regelung mit heutiger Zeit inkompatibel sind.

Zeig mit deiner Unterschrift, dass...

  1. wir eine gesetzliche Grundlage brauchen, die diese Einteilungen abschafft. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass jeder Mensch heterosexuell ist. Jeder Mensch ist einzigartig, und jeder hat seine eigenen Präferenzen. Eine allgemeine Regelung ist nicht in Ordnung und veraltet. Es muss auf die persönlichen Begebenheiten der SchülerInnen eingegangen werden und gegen eine kompromisslose Abweisung sollte man sich wehren dürfen. Es ist unverständlich, dass mir als Schüler, oder dir als SchülerIn, oder Ihnen als Elternteil eines Kindes nicht die Freiheit gelassen wird, eine solche Entscheidung zu treffen (trotz Einwilligung der Elternteile)
  2. wir eine Stellungnahme von Birgit Hesse (SPD-Politikerin und Schulministerin von Mecklenburg-Vorpommern) erhalten wollen. Als ich ihr das Problem schilderte, brach der E-Mail-Kontakt ab. Es kam mir so vor, als würde sie meine Anfrage ignorieren. Wir wollen aber Antworten, warum eine solche übertriebene Form der Heteronormativität im Schulwesen möglich ist und was unternommen werden kann, damit solche Konflikte nicht mehr auftreten.

Hervorgehobene Kommentare von UnterstützerInnen:

Weil ich diese veraltete traditionelle Denkweise nicht unterstütze! Wenn die Eltern aller Kinder ihr Einverständnis geben, hat der Schuldirektor meines Erachtens nach keinen weiteren triftigen Grund, sich da einzumischen oder es zu verbieten, außer er kann einen WIRKLICHEN Grund nennen. Ich glaube allerdings kaum, dass es den gibt. (Matthias Röscher)

Ich mache mit, weil Ich schwule Freunde habe, die das selbe Problem treffen könnte. Ich selbst bin Pansexuell und fühle mich irgendwie dazu verpflichtet zu helfen. (Esther Steiner)

Mir ist als Kind/Jugendlicher das Gleiche wiederfahren. (Andrej Glück-Punsch)

Diese Diskriminierung nicht ok ist. Jeder Mensch ist anders. Und nur weil es "schwieriger" für Lehrer (engstirnige) Menschen wird, ist es nicht ok. Vielfalt ist Bereicherung! (Walter Cölln)

WARUM ICH GEZEICHNET HABE: Solches Verhalten des Direktors ätzend finde. (Patricia Illian)

Einem Menschen seine Menschenrechte verweigern bedeutet, ihn in seiner Menschlichkeit zu missachten. Zitat Nelson Mandela (Anita Kanitz)

Ich bin selbst Lehrer und kenne diese unsinnige Problematik. (Florian Ascher)

Ich kenne das Problem Persönlich. Du hast ganz Großen Mut mit dieser "Aktion" Bewiesen ich hoffe du bekommst ganz viele Unterschriften. Ein Daumen Hoch für Tim (Paul Kubu)

Ich unterschreibe, weil ich als schwuler Junge mit meinen besten Freundinnen auf ein Zimmer durfte, es keine Probleme gab und ich eine sehr schöne Zeit hatte. Genau die wünsche ich jedem anderen auch! (Kristian Fabeck)

Ich finde es ungerecht, dass jemand, bei dem es offensichtlich mit dem anderen Geschlecht nicht zu Geschlechtsverkehr kommt, nicht mit den Freundinnen in einem Raum übernachten darf. (Florican Jacob)

ganz stark, Tim, dass du dir das nicht gefallen lässt und möglicherweise - hoffentlich! - für folgende Generationen von Schüler*innen einen neuen Weg ebnest! (Lea Weispfennig)

... und viele weitere. Alle Kommentare sind unter diesem Link einsehbar.

 

Diese Petition wird versendet an:
  • Ministerin für Bildung und Forschung MV
    Birgit Hesse
  • Ministerin für Bildung und Forschung bundesweit
    Johanna Wanka
  • Ministerium für Bildung und Forschung MV


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