Mehr Regisseurinnen auf Berliner Opernbühnen!


Mehr Regisseurinnen auf Berliner Opernbühnen!
Das Problem
(Bild: Thilo Beu)
Bundesweit sind noch immer viel mehr Frauen als Männer von der Armut bedroht. Frauen in Führungspositionen sind trotz allen Bemühungen eine Minderheit und das Gesetz zur Lohngleichheit zeigt bis jetzt keine sichtbaren Effekte:
Kurz gesagt, nach wie vor hängt Deutschland in Sachen Gleichberechtigung hinterher.
Da hauen die Spielpläne der großen Berliner Opernhäuser für die Saison 2019/20120 erst recht dem Fass den Boden aus: Bei insgesamt 22 Premieren auf den großen Bühnen führen 21 Mal Männer Regie. Nur einmal eine Frau.
- Staatsoper unter den Linden: 7 Premieren auf der Hauptbühne, 7 männliche Regisseure, Frauenanteil 0 %
- Deutsche Oper Berlin: 6 Premieren auf der Hauptbühne, 6 männliche Regisseure, Frauenanteil 0%
- Komische Oper Berlin: 9 Premieren auf der Hauptbühne, 8 männliche Regisseure, Frauenanteil 11%
Wir sind eine kleine private Initiative kulturpolitisch Interessierter (Susanne Litzel, Stefan Zednik, Moritz Malsch), die sich in kulturpolitische Debatten in Berlin einbringt und wir finden: Das kann so nicht ewig weitergehen!
Darum fordern wir die großen Berliner Opernhäuser dazu auf, mit gutem Beispiel voran zu gehen:
- Wir fordern die Intendanten der drei großen Häuser Dietmar Schwarz, Matthias Schulz und Barrie Kosky auf, in einer Selbstverpflichtung zu garantieren, den Frauenanteil in der übernächsten Saison 2020/2021 auf 50% zu erhöhen.
- Wir fordern den Kultursenator Klaus Lederer sowie alle weiteren Berliner Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker auf, gegen diesen eklatanten Missstand einzuschreiten die Intendanten ihrerseits zu einer Korrektur ihres Kurses aufzufordern.
- Wir fordern die Kulturpolitiker*innen auf, Anträge einzubringen, die eine Quotierung bei der Besetzung von Führungspositionen innerhalb der Häuser verbindlich vorschreiben.
- Wir fordern Kulturförderer wie Lotto-Stiftung, Hauptstadtkulturfonds usw. auf, Anträge von Häusern, die diese Selbstverpflichtung nicht abzugeben bereit sind, nicht mehr zu berücksichtigen.
Gendergerechtigkeit, Diversität, demokratische Grundprinzipien und eine transparente Kulturförderung: Das liegt uns am Herzen.
Bitte unterschreibt und teilt diese Petition, wenn es euch genauso geht!
Vielen Dank,
Moritz Malsch
Diese Petition wurde zunächst als Offener Brief an die relevanten Akteur*innen aus Politik und Kulturszene verschickt und hier leicht gekürzt und bearbeitet. Die Unterzeichner*innen des Offenen Briefs waren:
Judith Adam, Kostümbildnerin, Vorsitzende Bund der Szenografen
Sabine Amirdschanjan, Referentin Europäische Kommission
Janina Benduski, Vorsitzende BFDK Bundesverband Freie Darstellende Künste
Dr. Dagmar Entholt-Laudien, Rechtsanwältin
Ute Fesquet, Musikproduzentin, Managerin, Journalistin
Sona Gharami-Safaian, Grafik-Designerin
Therese Hämer, Schauspielerin
Corinna Hesse, Verlegerin
Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes dt. Kapitalbeteiligungsgesellschaften
Jessica Jacoby, Filmjournalistin
Jördis Jung, CEO Amblank Jung GmbH
Johanna Louise Kamerichs, Saint Gobain Life Sciences, Vertriebsleiterin Medical Components
Sonja Kloevekorn, Bühnenbildnerin und Autorin
Kerstin Koch-Klopp, Fulbright Programm
Karen Kramatschek, Filmeditorin und Musikerin
Gabriele Kramatschek, Modedesignerin
Sascha Krieger, Kulturblogger, PR-Berater
Landesverband freie darstellende Künste Berlin
Petra Lange, Rechtsanwältin
Anne-Christine Liske, Produktionsmanagerin Theater
Dr. Susanne Litzel, Unternehmerin
Prof. Dr. Friedrich Loock, Professor für Kulturmanagement
Magdalena Lösch, Sprecherin LAG Kultur der Berliner Grünen
Dr. Helga Lukoschat, Vorsitzende der EAF Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft
Moritz Malsch, Lettrétage e.V.
Beatrice Niehoff, Opernsängerin
Netzwerk freie Literaturszene Berlin e.V.
Petra Luise Meyer, Regisseurin
Imke Nikolai-Kaiser, Studienrätin
Prof. Kathrin Prick, ehemalige Leiterin der Opernschule Stuttgart
Pro Quote Bühne e.V.
Dr. A. Retz-Englesos, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Barbara Rohm, Vorstandsvorsitzende Pro Quote Film
Ulle Schauws, MdB, Sprecherin der Grünen für Frauen- und Queerpolitik
Konscha Schostak, Bildhauerin
Ilka Seifert, freie Dramaturgin / Konzertdesignerin
Antonia Simon, Micromovie Gmbh
Kerstin Steeb, Musiktheaterregisseurin
Lena Tietgen, Journalistin und Schriftstellerin
Prof. Dr. med. Cornelia Thiels MPhil, Member of the Royal College of Psychiatrists
Prof. apl. Dr. Carla Umbach, Linguistin
Annemie Vanackere und das Team des HAU / Hebbel am Ufer
Eva Walzik, Leiterin des Hauptstadtbüros der DAK-Gesundheit
Brigitte Magdalena Wanitschek, Rechtsanwältin
Gerlinde Waz, Filmkuratorin
Angelika Zacek, Vorsitzende Pro Quote Bühne
Stefan Zednik, Journalist (Initiator)
Das Problem
(Bild: Thilo Beu)
Bundesweit sind noch immer viel mehr Frauen als Männer von der Armut bedroht. Frauen in Führungspositionen sind trotz allen Bemühungen eine Minderheit und das Gesetz zur Lohngleichheit zeigt bis jetzt keine sichtbaren Effekte:
Kurz gesagt, nach wie vor hängt Deutschland in Sachen Gleichberechtigung hinterher.
Da hauen die Spielpläne der großen Berliner Opernhäuser für die Saison 2019/20120 erst recht dem Fass den Boden aus: Bei insgesamt 22 Premieren auf den großen Bühnen führen 21 Mal Männer Regie. Nur einmal eine Frau.
- Staatsoper unter den Linden: 7 Premieren auf der Hauptbühne, 7 männliche Regisseure, Frauenanteil 0 %
- Deutsche Oper Berlin: 6 Premieren auf der Hauptbühne, 6 männliche Regisseure, Frauenanteil 0%
- Komische Oper Berlin: 9 Premieren auf der Hauptbühne, 8 männliche Regisseure, Frauenanteil 11%
Wir sind eine kleine private Initiative kulturpolitisch Interessierter (Susanne Litzel, Stefan Zednik, Moritz Malsch), die sich in kulturpolitische Debatten in Berlin einbringt und wir finden: Das kann so nicht ewig weitergehen!
Darum fordern wir die großen Berliner Opernhäuser dazu auf, mit gutem Beispiel voran zu gehen:
- Wir fordern die Intendanten der drei großen Häuser Dietmar Schwarz, Matthias Schulz und Barrie Kosky auf, in einer Selbstverpflichtung zu garantieren, den Frauenanteil in der übernächsten Saison 2020/2021 auf 50% zu erhöhen.
- Wir fordern den Kultursenator Klaus Lederer sowie alle weiteren Berliner Kulturpolitikerinnen und Kulturpolitiker auf, gegen diesen eklatanten Missstand einzuschreiten die Intendanten ihrerseits zu einer Korrektur ihres Kurses aufzufordern.
- Wir fordern die Kulturpolitiker*innen auf, Anträge einzubringen, die eine Quotierung bei der Besetzung von Führungspositionen innerhalb der Häuser verbindlich vorschreiben.
- Wir fordern Kulturförderer wie Lotto-Stiftung, Hauptstadtkulturfonds usw. auf, Anträge von Häusern, die diese Selbstverpflichtung nicht abzugeben bereit sind, nicht mehr zu berücksichtigen.
Gendergerechtigkeit, Diversität, demokratische Grundprinzipien und eine transparente Kulturförderung: Das liegt uns am Herzen.
Bitte unterschreibt und teilt diese Petition, wenn es euch genauso geht!
Vielen Dank,
Moritz Malsch
Diese Petition wurde zunächst als Offener Brief an die relevanten Akteur*innen aus Politik und Kulturszene verschickt und hier leicht gekürzt und bearbeitet. Die Unterzeichner*innen des Offenen Briefs waren:
Judith Adam, Kostümbildnerin, Vorsitzende Bund der Szenografen
Sabine Amirdschanjan, Referentin Europäische Kommission
Janina Benduski, Vorsitzende BFDK Bundesverband Freie Darstellende Künste
Dr. Dagmar Entholt-Laudien, Rechtsanwältin
Ute Fesquet, Musikproduzentin, Managerin, Journalistin
Sona Gharami-Safaian, Grafik-Designerin
Therese Hämer, Schauspielerin
Corinna Hesse, Verlegerin
Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes dt. Kapitalbeteiligungsgesellschaften
Jessica Jacoby, Filmjournalistin
Jördis Jung, CEO Amblank Jung GmbH
Johanna Louise Kamerichs, Saint Gobain Life Sciences, Vertriebsleiterin Medical Components
Sonja Kloevekorn, Bühnenbildnerin und Autorin
Kerstin Koch-Klopp, Fulbright Programm
Karen Kramatschek, Filmeditorin und Musikerin
Gabriele Kramatschek, Modedesignerin
Sascha Krieger, Kulturblogger, PR-Berater
Landesverband freie darstellende Künste Berlin
Petra Lange, Rechtsanwältin
Anne-Christine Liske, Produktionsmanagerin Theater
Dr. Susanne Litzel, Unternehmerin
Prof. Dr. Friedrich Loock, Professor für Kulturmanagement
Magdalena Lösch, Sprecherin LAG Kultur der Berliner Grünen
Dr. Helga Lukoschat, Vorsitzende der EAF Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft
Moritz Malsch, Lettrétage e.V.
Beatrice Niehoff, Opernsängerin
Netzwerk freie Literaturszene Berlin e.V.
Petra Luise Meyer, Regisseurin
Imke Nikolai-Kaiser, Studienrätin
Prof. Kathrin Prick, ehemalige Leiterin der Opernschule Stuttgart
Pro Quote Bühne e.V.
Dr. A. Retz-Englesos, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie
Barbara Rohm, Vorstandsvorsitzende Pro Quote Film
Ulle Schauws, MdB, Sprecherin der Grünen für Frauen- und Queerpolitik
Konscha Schostak, Bildhauerin
Ilka Seifert, freie Dramaturgin / Konzertdesignerin
Antonia Simon, Micromovie Gmbh
Kerstin Steeb, Musiktheaterregisseurin
Lena Tietgen, Journalistin und Schriftstellerin
Prof. Dr. med. Cornelia Thiels MPhil, Member of the Royal College of Psychiatrists
Prof. apl. Dr. Carla Umbach, Linguistin
Annemie Vanackere und das Team des HAU / Hebbel am Ufer
Eva Walzik, Leiterin des Hauptstadtbüros der DAK-Gesundheit
Brigitte Magdalena Wanitschek, Rechtsanwältin
Gerlinde Waz, Filmkuratorin
Angelika Zacek, Vorsitzende Pro Quote Bühne
Stefan Zednik, Journalist (Initiator)
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Petition am 23. Mai 2019 erstellt