Mehr Regisseurinnen auf Berliner Opernbühnen!

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(Bild: Rainer Sturm / pixelio.de)

Die jetzt veröffentlichten Spielpläne für die Saison 2019/2020 der großen Berliner Opernhäuser aber hauen dem Fass den Boden aus: Bei ingesamt 22 Premieren auf den großen Bühnen führen 21 x Männer Regie, nur einmal eine Frau.

  • Staatsoper unter den Linden: 7 Premieren auf der Hauptbühne, 7 männliche Regisseure, Frauenanteil 0 %
  • Deutsche Oper Berlin: 6 Premieren auf der Hauptbühne, 6 männliche Regisseure, Frauenanteil 0%
  • Komische Oper Berlin: 9 Premieren auf der Hauptbühne, 8 männliche Regisseure, Frauenanteil 11%

Wir finden nicht, dass das ewig so weitergehen kann.

  • Wir fordern die Kulturpolitiker und Kulturpolitikerinnen auf, gegen diesen eklatanten Missstand einzuschreiten und die Intendanten umgehend ihrerseits aufzufordern, diesen Sachverhalt öffentlich zu erläutern und ihn soweit noch möglich zu korrigieren.
  • Wir fordern die Kulturpolitiker*innen auf, Anträge einzubringen, die eine Quotierung bei der Besetzung von Führungspositionen innerhalb der Häuser verbindlich vorschreiben. Das sollte innerhalb von drei Monaten möglich sein.
  • Wir fordern die Intendanten der drei großen Häuser auf, in einer Selbstverpflichtung zu garantieren, den Frauenanteil in der übernächsten Saison 2020/2021 auf 50% zu erhöhen.
  • Wir fordern Kulturförderer wie Lotto-Stiftung, Hauptstadtkulturfonds usw. auf, Anträge von Häusern, die diese Selbstverpflichtung nicht abzugeben bereit sind, nicht mehr zu berücksichtigen.
  • Wir fordern den Kultursenator auf, seine Haltung zu der Problematik öffentlich zu erklären.

Erstunterzeichner*innen:

Judith Adam, Kostümbildnerin, Vorsitzende Bund der Szenografen

Sabine Amirdschanjan, Referentin Europäische Kommission

Janina Benduski, Vorsitzende BFDK Bundesverband Freie Darstellende Künste

Dr. Dagmar Entholt-Laudien, Rechtsanwältin

Ute Fesquet, Musikproduzentin, Managerin, Journalistin

Sona Gharami-Safaian, Grafik-Designerin

Therese Hämer, Schauspielerin

Corinna Hesse, Verlegerin

Ulrike Hinrichs, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Bundesverbandes dt. Kapitalbeteiligungsgesellschaften

Jessica Jacoby, Filmjournalistin

Jördis Jung, CEO Amblank Jung GmbH

Johanna Louise Kamerichs, Saint Gobain Life Sciences, Vertriebsleiterin Medical Components

Sonja Kloevekorn, Bühnenbildnerin und Autorin

Kerstin Koch-Klopp, Fulbright Programm

Karen Kramatschek, Filmeditorin und Musikerin

Gabriele Kramatschek, Modedesignerin

Sascha Krieger, Kulturblogger, PR-Berater

Landesverband freie darstellende Künste Berlin

Petra Lange, Rechtsanwältin

Anne-Christine Liske, Produktionsmanagerin Theater

Dr. Susanne Litzel, Unternehmerin

Prof. Dr. Friedrich Loock, Professor für Kulturmanagement

Magdalena Lösch, Sprecherin LAG Kultur der Berliner Grünen

Dr. Helga Lukoschat, Vorsitzende der EAF Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft

Moritz Malsch, Lettrétage e.V.

Beatrice Niehoff, Opernsängerin

Netzwerk freie Literaturszene Berlin e.V. 

Petra Luise Meyer, Regisseurin

Imke Nikolai-Kaiser, Studienrätin

Prof. Kathrin Prick, ehemalige Leiterin der Opernschule Stuttgart

Pro Quote Bühne e.V.

Dr. A. Retz-Englesos, Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Barbara Rohm, Vorstandsvorsitzende Pro Quote Film

Ulle Schauws, MdB, Sprecherin der Grünen für Frauen- und Queerpolitik

Konscha Schostak, Bildhauerin

Ilka Seifert, freie Dramaturgin / Konzertdesignerin

Antonia Simon, Micromovie Gmbh

Kerstin Steeb, Musiktheaterregisseurin

Lena Tietgen, Journalistin und Schriftstellerin

Prof. Dr. med. Cornelia Thiels MPhil, Member of the Royal College of Psychiatrists

Prof. apl. Dr. Carla Umbach, Linguistin

Annemie Vanackere und das Team des HAU / Hebbel am Ufer

Eva Walzik, Leiterin des Hauptstadtbüros der DAK-Gesundheit

Brigitte Magdalena Wanitschek, Rechtsanwältin

Gerlinde Waz, Filmkuratorin

Angelika Zacek, Vorsitzende Pro Quote Bühne

Stefan Zednik, Journalist (Initiator)