

Die Praxis-Klinik Travemünde muss weiterleben
Das Problem

Wir fordern die Landesregierung Schleswig-Holstein auf, alle Möglichkeiten und Sonderregelungen zu nutzen, um den Erhalt der Praxisklinik in Lübeck-Travemünde zu sichern.
Die Praxisklinik in Travemünde ist seit mehr als 20 Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden. Gemeinsam mit den angeschlossenen fachärztlichen Praxen für Innere Medizin sowie Orthopädie und Chirurgie und der interdisziplinären Schmerzklinik bietet sie eine medizinische Versorgung, die qualitativ hochwertig, leistungsfähig und eng auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ausgerichtet ist.
Nun ist diese bewährte Versorgungsstruktur in Gefahr. Nach den von der schleswig-holsteinischen Gesundheitsministerin Dr. Kerstin von der Decken (CDU) angekündigten Planungen droht der Praxisklinik die Schließung.
Das nehmen wir nicht hin.
Wohnortnahe Gesundheitsversorgung darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Für die Menschen in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden vor allem an der Lübecker Bucht wäre die Schließung ein schwerer Einschnitt. Die nächsten großen Kliniken liegen rund 20 Kilometer entfernt. Besonders betroffen wären ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen.
Travemünde hat rund 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner; ein großer Anteil davon ist älter als 65 Jahre. Für diese Menschen bedeutet eine Verlagerung der medizinischen Versorgung in die Innenstadt von Lübeck längere Wege, einen erheblichen Zeitaufwand und zusätzliche organisatorische oder finanzielle Belastungen. Gleichzeitig wächst Travemünde weiter: Allein in der Neuen Teutendorfer Siedlung entstehen derzeit über 300 neue Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe der Praxisklinik.
Eine Schließung würde daher genau dort Versorgung abbauen, wo die Bevölkerung wächst.
Die Praxisklinik entlastet die großen Krankenhäuser
Die Praxisklinik übernimmt heute Akutbehandlungen, Operationen und stationäre Versorgung, die andernfalls zu einem erheblichen Teil von den bereits stark beanspruchten Notaufnahmen der großen Lübecker Krankenhäuser übernommen werden müssten.
Das gilt umso mehr im Sommerhalbjahr, wenn Hunderttausende Urlauberinnen und Urlauber nach Travemünde kommen.
Auch für den Rettungsdienst ist die Praxisklinik von großer Bedeutung: Notfallpatientinnen und -patienten können dort schnell und wohnortnah behandelt werden. Insbesondere für ältere Menschen kann dies eine entscheidende Erleichterung sein und eine unnötige Fahrt in eine überlastete zentrale Notaufnahme vermeiden.
Eine bewährte medizinische Struktur darf nicht zerstört werden
In den angeschlossenen Facharztpraxen arbeiten hochqualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen.
Die internistische Gemeinschaftspraxis deckt unter anderem die Bereiche Innere Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie, Allgemeinmedizin und Diabetologie ab. In der chirurgisch-orthopädischen Gemeinschaftspraxis arbeiten Fachärztinnen und Fachärzte für Orthopädie und Chirurgie. Das Spektrum reicht von der Diagnostik über konservative Therapien bis hin zu operativen Eingriffen.
Allein im vergangenen Jahr wurden dort 475 Patientinnen und Patienten mit einem künstlichen Gelenk versorgt. Die Praxisklinik verfügt dafür über einen modernen Operationsbereich und 27 stationäre Betten. 25 Pflegefachkräfte betreuen die Patientinnen und Patienten nach Operationen sowie bei internistischen und kardiologischen Behandlungen.
Auch die Zukunft der interdisziplinären Schmerzklinik mit ihren 13 Betten wäre betroffen.
Damit würde nicht lediglich ein einzelner Standort verschwinden. Es würde ein integriertes Versorgungsmodell verloren gehen, bei dem ambulante, operative und stationäre Behandlung eng miteinander verbunden sind.
Qualität und Wirtschaftlichkeit sprechen für den Erhalt
Die Praxisklinik steht nach Angaben der dort tätigen Ärzte und Ärztinnen wirtschaftlich gut da. Ein wesentlicher Vorteil des Verbundes liegt darin, dass die Patientinnen und Patienten den behandelnden Fachärztinnen und Fachärzten bereits aus der ambulanten Versorgung bekannt sind. Unnötige Doppeluntersuchungen können vermieden und die Nachsorge nach einem stationären Aufenthalt unmittelbar am Ort fortgesetzt werden.
Auch die Geschäftsführung der Sana-Klinik Lübeck hat wiederholt die Qualität und Leistungsfähigkeit des Verbundes aus Klinik und fachärztlichen Praxen hervorgehoben.
Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet eine funktionierende, wohnortnahe und wirtschaftlich tragfähige Versorgungsstruktur aufgegeben werden soll.
Die Facharztpraxen brauchen die Klinik – und umgekehrt
Die Aussage, die fachärztlichen Praxen könnten auch ohne die Praxisklinik eine hochwertige Versorgung gewährleisten, greift zu kurz.
Ohne Operationsmöglichkeiten und stationäre Betten würde ein wesentlicher Teil des bisherigen Leistungsspektrums wegfallen. Zugleich würde die Attraktivität des Standorts für junge Ärztinnen und Ärzte sinken. Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels wäre das ein falsches Signal.
Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Travemünde ist ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Versorgung. Patientinnen und Patienten können gezielt zur Weiterbehandlung überwiesen werden. Diese gewachsenen Kooperationen sind ein wesentlicher Vorteil einer wohnortnahen Struktur.
Krankenhausreform muss Versorgung verbessern – nicht verschlechtern
Die Krankenhausreform soll eine qualitativ hochwertige und zugleich wirtschaftliche Gesundheitsversorgung gewährleisten. Genau diesem Anspruch wird die Praxisklinik gerecht.
Deshalb fordern wir die Landesregierung Schleswig-Holstein und insbesondere Gesundheitsministerin Dr. Kerstin von der Decken auf:
Dieses Modell ist nicht mit anderen Krankenhäusern vergleichbar. Deshalb müssen hier Sonderregelungenu greifen. Erhalten Sie die Praxisklinik in Lübeck-Travemünde als wichtigen Baustein der regionalen Gesundheitsversorgung.
Wir brauchen keine weitere Zentralisierung um jeden Preis. Wir brauchen verlässliche medizinische Versorgung dort, wo die Menschen leben.
Die Praxisklinik versorgt seit mehr als zwei Jahrzehnten die Menschen in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden. Sie entlastet die großen Kliniken, unterstützt den Rettungsdienst, ermöglicht kurze Wege und verbindet ambulante, operative und stationäre Behandlung.
Diese bewährte Struktur darf nicht verloren gehen. Sie muss erhalten bleiben und ausgebaut werden.
Deshalb unsere Forderung:
Praxis-Klinik muss weiterleben!
Für Travemünde. Für Kücknitz. Für die Region. Für eine sichere, wohnortnahe und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.

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Das Problem

Wir fordern die Landesregierung Schleswig-Holstein auf, alle Möglichkeiten und Sonderregelungen zu nutzen, um den Erhalt der Praxisklinik in Lübeck-Travemünde zu sichern.
Die Praxisklinik in Travemünde ist seit mehr als 20 Jahren ein unverzichtbarer Bestandteil der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden. Gemeinsam mit den angeschlossenen fachärztlichen Praxen für Innere Medizin sowie Orthopädie und Chirurgie und der interdisziplinären Schmerzklinik bietet sie eine medizinische Versorgung, die qualitativ hochwertig, leistungsfähig und eng auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort ausgerichtet ist.
Nun ist diese bewährte Versorgungsstruktur in Gefahr. Nach den von der schleswig-holsteinischen Gesundheitsministerin Dr. Kerstin von der Decken (CDU) angekündigten Planungen droht der Praxisklinik die Schließung.
Das nehmen wir nicht hin.
Wohnortnahe Gesundheitsversorgung darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.
Für die Menschen in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden vor allem an der Lübecker Bucht wäre die Schließung ein schwerer Einschnitt. Die nächsten großen Kliniken liegen rund 20 Kilometer entfernt. Besonders betroffen wären ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen.
Travemünde hat rund 14.000 Einwohnerinnen und Einwohner; ein großer Anteil davon ist älter als 65 Jahre. Für diese Menschen bedeutet eine Verlagerung der medizinischen Versorgung in die Innenstadt von Lübeck längere Wege, einen erheblichen Zeitaufwand und zusätzliche organisatorische oder finanzielle Belastungen. Gleichzeitig wächst Travemünde weiter: Allein in der Neuen Teutendorfer Siedlung entstehen derzeit über 300 neue Wohneinheiten in unmittelbarer Nähe der Praxisklinik.
Eine Schließung würde daher genau dort Versorgung abbauen, wo die Bevölkerung wächst.
Die Praxisklinik entlastet die großen Krankenhäuser
Die Praxisklinik übernimmt heute Akutbehandlungen, Operationen und stationäre Versorgung, die andernfalls zu einem erheblichen Teil von den bereits stark beanspruchten Notaufnahmen der großen Lübecker Krankenhäuser übernommen werden müssten.
Das gilt umso mehr im Sommerhalbjahr, wenn Hunderttausende Urlauberinnen und Urlauber nach Travemünde kommen.
Auch für den Rettungsdienst ist die Praxisklinik von großer Bedeutung: Notfallpatientinnen und -patienten können dort schnell und wohnortnah behandelt werden. Insbesondere für ältere Menschen kann dies eine entscheidende Erleichterung sein und eine unnötige Fahrt in eine überlastete zentrale Notaufnahme vermeiden.
Eine bewährte medizinische Struktur darf nicht zerstört werden
In den angeschlossenen Facharztpraxen arbeiten hochqualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten verschiedener Fachrichtungen.
Die internistische Gemeinschaftspraxis deckt unter anderem die Bereiche Innere Medizin, Kardiologie, Gastroenterologie, Allgemeinmedizin und Diabetologie ab. In der chirurgisch-orthopädischen Gemeinschaftspraxis arbeiten Fachärztinnen und Fachärzte für Orthopädie und Chirurgie. Das Spektrum reicht von der Diagnostik über konservative Therapien bis hin zu operativen Eingriffen.
Allein im vergangenen Jahr wurden dort 475 Patientinnen und Patienten mit einem künstlichen Gelenk versorgt. Die Praxisklinik verfügt dafür über einen modernen Operationsbereich und 27 stationäre Betten. 25 Pflegefachkräfte betreuen die Patientinnen und Patienten nach Operationen sowie bei internistischen und kardiologischen Behandlungen.
Auch die Zukunft der interdisziplinären Schmerzklinik mit ihren 13 Betten wäre betroffen.
Damit würde nicht lediglich ein einzelner Standort verschwinden. Es würde ein integriertes Versorgungsmodell verloren gehen, bei dem ambulante, operative und stationäre Behandlung eng miteinander verbunden sind.
Qualität und Wirtschaftlichkeit sprechen für den Erhalt
Die Praxisklinik steht nach Angaben der dort tätigen Ärzte und Ärztinnen wirtschaftlich gut da. Ein wesentlicher Vorteil des Verbundes liegt darin, dass die Patientinnen und Patienten den behandelnden Fachärztinnen und Fachärzten bereits aus der ambulanten Versorgung bekannt sind. Unnötige Doppeluntersuchungen können vermieden und die Nachsorge nach einem stationären Aufenthalt unmittelbar am Ort fortgesetzt werden.
Auch die Geschäftsführung der Sana-Klinik Lübeck hat wiederholt die Qualität und Leistungsfähigkeit des Verbundes aus Klinik und fachärztlichen Praxen hervorgehoben.
Es ist daher nicht nachvollziehbar, warum ausgerechnet eine funktionierende, wohnortnahe und wirtschaftlich tragfähige Versorgungsstruktur aufgegeben werden soll.
Die Facharztpraxen brauchen die Klinik – und umgekehrt
Die Aussage, die fachärztlichen Praxen könnten auch ohne die Praxisklinik eine hochwertige Versorgung gewährleisten, greift zu kurz.
Ohne Operationsmöglichkeiten und stationäre Betten würde ein wesentlicher Teil des bisherigen Leistungsspektrums wegfallen. Zugleich würde die Attraktivität des Standorts für junge Ärztinnen und Ärzte sinken. Gerade angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels wäre das ein falsches Signal.
Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in Travemünde ist ein weiterer wichtiger Bestandteil dieser Versorgung. Patientinnen und Patienten können gezielt zur Weiterbehandlung überwiesen werden. Diese gewachsenen Kooperationen sind ein wesentlicher Vorteil einer wohnortnahen Struktur.
Krankenhausreform muss Versorgung verbessern – nicht verschlechtern
Die Krankenhausreform soll eine qualitativ hochwertige und zugleich wirtschaftliche Gesundheitsversorgung gewährleisten. Genau diesem Anspruch wird die Praxisklinik gerecht.
Deshalb fordern wir die Landesregierung Schleswig-Holstein und insbesondere Gesundheitsministerin Dr. Kerstin von der Decken auf:
Dieses Modell ist nicht mit anderen Krankenhäusern vergleichbar. Deshalb müssen hier Sonderregelungenu greifen. Erhalten Sie die Praxisklinik in Lübeck-Travemünde als wichtigen Baustein der regionalen Gesundheitsversorgung.
Wir brauchen keine weitere Zentralisierung um jeden Preis. Wir brauchen verlässliche medizinische Versorgung dort, wo die Menschen leben.
Die Praxisklinik versorgt seit mehr als zwei Jahrzehnten die Menschen in Travemünde, Kücknitz und den umliegenden Gemeinden. Sie entlastet die großen Kliniken, unterstützt den Rettungsdienst, ermöglicht kurze Wege und verbindet ambulante, operative und stationäre Behandlung.
Diese bewährte Struktur darf nicht verloren gehen. Sie muss erhalten bleiben und ausgebaut werden.
Deshalb unsere Forderung:
Praxis-Klinik muss weiterleben!
Für Travemünde. Für Kücknitz. Für die Region. Für eine sichere, wohnortnahe und zukunftsfähige Gesundheitsversorgung.

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Petition am 26. August 2026 erstellt