Dialogverfahren - Zukunft der Stephanuskirche Berlin

Das Problem

Die Petition wurde am 30.11.2025 den Angesprochenen zugesandt, ich freue mich über weitere Unterschriften.

Zusammenfassung:

Eberhard Elfert, Kulturwissenschaftler und Anwohner der evangelischen Stephanuskirche in der Prinzenallee 39/40, Ecke Soldiner Straße, in 13359 Berlin (Wedding) fordert einen öffentlichen Dialog zum zukünftigen Umgang mit der Kirche. Das Gebäude besteht aus einem Gemeindehaus, einem Kirchenraum und einem Glockenturm. Es ist nicht nur ein stadtbildprägendes Baudenkmal, sondern ein Identifikationspunkt für die Menschen im Quartier. Das ca. 5000 m2 große Grundstück ist ein zentraler Ort im Soldiner Kiez. Durch langjährige, fehlende Instandsetzungen ist das Gebäude baufällig geworden. Im nächsten Jahr soll mit einer Teilsanierung begonnen werden. Die Gemeinde beabsichtigt das Gebäude und das Grundstück für eine neue Nutzung an andere abzugeben. Deswegen ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um gemeinsam spannende Ideen für eine neue zukunftsfähige Nutzung dieses bedeutenden Gebäudekomplexes und des Grundstückes zu entwickeln.

Eberhard Elfert der sich seit Jahren für partizipative Prozesse einsetzt, geht davon aus, dass Kirchen uns allen gehören. So ist es In dem auf change.org veröffentlichten „Kirchenmanifest“ formuliert. Kirchen sind das „kulturelle Erbe aller Menschen“. Sie entwickelten sich aus den kulturellen Werten der Gesellschaft. Sie wurden errichtet und instandgesetzt aus Steuergeldern, über Generationen hinweg aus dem Engagement und aus Spenden u.a. von Gemeindemitgliedern. Ihre Zukunft müsse „mit allen gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren ausgehandelt werden“, so das Kirchenmanifest. Deshalb und weil wir Partizipation in allen gesellschaftlichen Bereichen erwarten, setzt sich Eberhard Elfert für ein öffentliches Dialogverfahren für die zukünftige Nutzung der Stephanuskirche ein. Das Ziel ist ein Dialogverfahren, mit einer unabhängigen Moderation, mit allen sozialen, kulturellen und politischen Akteurinnen und Akteuren vor Ort, das für alle interessierte Menschen offensteht. Die Bedingung einer solchen Diskussion muss sein, dass es keine Vorfestlegung über eine zukünftige Nutzung gibt und, dass keine Entscheidungen getroffen werden, bevor diese Diskussion abgeschlossen und ausgewertet ist. Diese Forderungen richten sich an den evangelischen Bischof von Berlin, den zuständigen Baustadtrat, die Geschäftsführende Pfarrerin der Kirche sowie den Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates.

 

 

 

Petitionstext:

Im Namen der Bewohner des Soldiner Kiezes und allen interessierten Menschen bitten wir für das Baudenkmal der Stephanuskirche in der Prinzenallee 39/40 in 13359 Berlin, um ein öffentliches Dialogverfahren zur zukünftigen Nutzung der Kirche und der damit verbundenen Grundstücke, welche sich im Besitz der evangelischen Kirche befinden.

Die Stephanuskirche besteht aus einem vierstöckigen Gemeindehaus an der Prinzenallee mit mehreren Gemeindesälen und zwei vermieteten Wohnungen, einem Kirchenschiff sowie einem 79 Meter hohen Glockenturm. Das Gebäude befindet sich auf einem ca. 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Kreuzung von Prinzenallee und Soldiner Straße. Das Grundstück ist durch das Kirchengebäude und eine Kita nur zum Teil bebaut. Es soll neu geordnet werden. Dabei möchte die Gemeinde den Kitastandort erhalten. 

Das Kirchenensemble entstand 1902-1904 nach den Plänen des Architekten Adolf Bürckner. Aufgrund der geringen Kriegseinwirkungen und der wenigen Veränderungen in der Nachkriegszeit, kann das Gebäude, als eine der besterhaltenen Kirchen Berlins aus der Zeit um 1900 bezeichnet werden. Zu den Besonderheiten des Kircheninnenraumes zählen sechs überlebensgroße Standbilder, aus Sandstein welche unter anderem den Apostel Paulus den Kirchenreformer Martin Luther sowie den Hochschullehrer Friedrich Schleiermacher darstellen sollen. Eine weitere Besonderheit ist der gusseiserne Radleuchter mit einem Durchmesser von acht Metern. Die guterhaltene historistisch, neugotische Ausstattung des Kirchenschiffes kann als eine bedeutende Denkmaleigenschaft des Bauwerkes gesehen werden.

Die Stephanuskirche ist nicht nur stadtbildprägend für das Quartier, sie ist ein Identifikationspunkt der Menschen im Soldier Kiez und ein zentraler Ort im Quartier. 

Umgang der Gemeinde mit der Stephanuskirche:

Seit Jahren ist zu beobachten wie durch fehlende Instandsetzung zunehmend Bauschäden am Gebäude entstanden sind. Diese Bauschäden sind so groß, dass 10 Millionen Euro für den Substanzerhalt benötigt werden. Das bedeutet eine Dachsanierung und Instandsetzungen an der Außenhülle des Gebäudes. Da die Kirche das Geld nicht aufbringen kann, sind an verschiedenen Stellen öffentliche Gelder beantragt. Die Bewilligung der Gelder und der Beginn der Sanierung werden für das Jahr 2025 erwartet. 

Das Bemühen der Gemeinde darum die Fördergelder für die Instandsetzung zu bekommen ist zu begrüßen. Allerdings fanden wichtige Entscheidungen in der Vergangenheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Gemeinde hat bisher nicht über ihre Pläne zur Zukunft der Stephanuskirche informiert.

Lieber Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,

Lieber Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Bauen und Wohnen im Bezirk Berlin Mitte

Liebe Frau Reisenbüchler, Lieber Herrn Jeutner, Liebe Frau Angermann, Pfarrteam der ev. Kirchengemeinde am Gesundbrunnen

Lieber Patrik Meinhardt, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates der evangelischen Kirchengemeinde am Gesundbrunnen 

kommen Sie der Forderung der Petition nach, sorgen Sie dafür, dass ein öffentliches Dialogverfahren zur zukünftigen Nutzung der Stephanuskirche und den dazu gehörigen Grundstücken mit einer unabhängigen Moderation durchgeführt wird. Sorgen Sie dafür, dass es keine Vorfestlegung zur Nutzung der Kirche gibt und, dass die Entscheidung zum Umgang mit dem Gebäude erst nach Abschluss des Dialogverfahrens getroffen werden.

Wir hoffen aufrichtig, bald eine positive Antwort zu erhalten. Diese Antwort wird von den Menschen im Soldiner Kiez und allen, die sich für unser gemeinsames kulturelles Erbe einsetzen, begrüßt werden.

Wir bitten den Forderungen dieser Petition nachzukommen. 

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Weitere Informationen zum Gebäude:

https://kulturerbenetz.berlin/rote-liste-objekt/?id=162

 

 

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Das Problem

Die Petition wurde am 30.11.2025 den Angesprochenen zugesandt, ich freue mich über weitere Unterschriften.

Zusammenfassung:

Eberhard Elfert, Kulturwissenschaftler und Anwohner der evangelischen Stephanuskirche in der Prinzenallee 39/40, Ecke Soldiner Straße, in 13359 Berlin (Wedding) fordert einen öffentlichen Dialog zum zukünftigen Umgang mit der Kirche. Das Gebäude besteht aus einem Gemeindehaus, einem Kirchenraum und einem Glockenturm. Es ist nicht nur ein stadtbildprägendes Baudenkmal, sondern ein Identifikationspunkt für die Menschen im Quartier. Das ca. 5000 m2 große Grundstück ist ein zentraler Ort im Soldiner Kiez. Durch langjährige, fehlende Instandsetzungen ist das Gebäude baufällig geworden. Im nächsten Jahr soll mit einer Teilsanierung begonnen werden. Die Gemeinde beabsichtigt das Gebäude und das Grundstück für eine neue Nutzung an andere abzugeben. Deswegen ist jetzt der perfekte Zeitpunkt, um gemeinsam spannende Ideen für eine neue zukunftsfähige Nutzung dieses bedeutenden Gebäudekomplexes und des Grundstückes zu entwickeln.

Eberhard Elfert der sich seit Jahren für partizipative Prozesse einsetzt, geht davon aus, dass Kirchen uns allen gehören. So ist es In dem auf change.org veröffentlichten „Kirchenmanifest“ formuliert. Kirchen sind das „kulturelle Erbe aller Menschen“. Sie entwickelten sich aus den kulturellen Werten der Gesellschaft. Sie wurden errichtet und instandgesetzt aus Steuergeldern, über Generationen hinweg aus dem Engagement und aus Spenden u.a. von Gemeindemitgliedern. Ihre Zukunft müsse „mit allen gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren ausgehandelt werden“, so das Kirchenmanifest. Deshalb und weil wir Partizipation in allen gesellschaftlichen Bereichen erwarten, setzt sich Eberhard Elfert für ein öffentliches Dialogverfahren für die zukünftige Nutzung der Stephanuskirche ein. Das Ziel ist ein Dialogverfahren, mit einer unabhängigen Moderation, mit allen sozialen, kulturellen und politischen Akteurinnen und Akteuren vor Ort, das für alle interessierte Menschen offensteht. Die Bedingung einer solchen Diskussion muss sein, dass es keine Vorfestlegung über eine zukünftige Nutzung gibt und, dass keine Entscheidungen getroffen werden, bevor diese Diskussion abgeschlossen und ausgewertet ist. Diese Forderungen richten sich an den evangelischen Bischof von Berlin, den zuständigen Baustadtrat, die Geschäftsführende Pfarrerin der Kirche sowie den Vorsitzenden des Gemeindekirchenrates.

 

 

 

Petitionstext:

Im Namen der Bewohner des Soldiner Kiezes und allen interessierten Menschen bitten wir für das Baudenkmal der Stephanuskirche in der Prinzenallee 39/40 in 13359 Berlin, um ein öffentliches Dialogverfahren zur zukünftigen Nutzung der Kirche und der damit verbundenen Grundstücke, welche sich im Besitz der evangelischen Kirche befinden.

Die Stephanuskirche besteht aus einem vierstöckigen Gemeindehaus an der Prinzenallee mit mehreren Gemeindesälen und zwei vermieteten Wohnungen, einem Kirchenschiff sowie einem 79 Meter hohen Glockenturm. Das Gebäude befindet sich auf einem ca. 5000 Quadratmeter großen Grundstück an der Kreuzung von Prinzenallee und Soldiner Straße. Das Grundstück ist durch das Kirchengebäude und eine Kita nur zum Teil bebaut. Es soll neu geordnet werden. Dabei möchte die Gemeinde den Kitastandort erhalten. 

Das Kirchenensemble entstand 1902-1904 nach den Plänen des Architekten Adolf Bürckner. Aufgrund der geringen Kriegseinwirkungen und der wenigen Veränderungen in der Nachkriegszeit, kann das Gebäude, als eine der besterhaltenen Kirchen Berlins aus der Zeit um 1900 bezeichnet werden. Zu den Besonderheiten des Kircheninnenraumes zählen sechs überlebensgroße Standbilder, aus Sandstein welche unter anderem den Apostel Paulus den Kirchenreformer Martin Luther sowie den Hochschullehrer Friedrich Schleiermacher darstellen sollen. Eine weitere Besonderheit ist der gusseiserne Radleuchter mit einem Durchmesser von acht Metern. Die guterhaltene historistisch, neugotische Ausstattung des Kirchenschiffes kann als eine bedeutende Denkmaleigenschaft des Bauwerkes gesehen werden.

Die Stephanuskirche ist nicht nur stadtbildprägend für das Quartier, sie ist ein Identifikationspunkt der Menschen im Soldier Kiez und ein zentraler Ort im Quartier. 

Umgang der Gemeinde mit der Stephanuskirche:

Seit Jahren ist zu beobachten wie durch fehlende Instandsetzung zunehmend Bauschäden am Gebäude entstanden sind. Diese Bauschäden sind so groß, dass 10 Millionen Euro für den Substanzerhalt benötigt werden. Das bedeutet eine Dachsanierung und Instandsetzungen an der Außenhülle des Gebäudes. Da die Kirche das Geld nicht aufbringen kann, sind an verschiedenen Stellen öffentliche Gelder beantragt. Die Bewilligung der Gelder und der Beginn der Sanierung werden für das Jahr 2025 erwartet. 

Das Bemühen der Gemeinde darum die Fördergelder für die Instandsetzung zu bekommen ist zu begrüßen. Allerdings fanden wichtige Entscheidungen in der Vergangenheit unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Gemeinde hat bisher nicht über ihre Pläne zur Zukunft der Stephanuskirche informiert.

Lieber Christian Stäblein, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz,

Lieber Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung Bauen und Wohnen im Bezirk Berlin Mitte

Liebe Frau Reisenbüchler, Lieber Herrn Jeutner, Liebe Frau Angermann, Pfarrteam der ev. Kirchengemeinde am Gesundbrunnen

Lieber Patrik Meinhardt, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates der evangelischen Kirchengemeinde am Gesundbrunnen 

kommen Sie der Forderung der Petition nach, sorgen Sie dafür, dass ein öffentliches Dialogverfahren zur zukünftigen Nutzung der Stephanuskirche und den dazu gehörigen Grundstücken mit einer unabhängigen Moderation durchgeführt wird. Sorgen Sie dafür, dass es keine Vorfestlegung zur Nutzung der Kirche gibt und, dass die Entscheidung zum Umgang mit dem Gebäude erst nach Abschluss des Dialogverfahrens getroffen werden.

Wir hoffen aufrichtig, bald eine positive Antwort zu erhalten. Diese Antwort wird von den Menschen im Soldiner Kiez und allen, die sich für unser gemeinsames kulturelles Erbe einsetzen, begrüßt werden.

Wir bitten den Forderungen dieser Petition nachzukommen. 

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Weitere Informationen zum Gebäude:

https://kulturerbenetz.berlin/rote-liste-objekt/?id=162

 

 

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Petition am 7. November 2024 erstellt