
Liebe Unterstützer und Patientendatenschützer,
Es ist entgegen den Wünschen von Jens Spahn und den Telematik-Lobbyisten nicht ruhig geworden um die TI-Problemtik in Zeiten von Corona, sondern dank zahlreicher Proteste und auch Pannen im Einsatz ist diese nach wie vor unnütze und unsichere Infrastruktur ein Zankapfel und wird zusehends auch von Standespolitikern in Frage gestellt.
Es fehlt noch immer die Datenschutzfolgeabschätzung seitens der gematik, diese muß nach DSGVO vor der Inbetriebnahme vorliegen, daher ist eigentlich eine Teilnahme an der TI derzeit illegal.
Dennoch werden Ärzte und Psychotherapeuten mit der Androhung von empfindlichen Geldstrafen (derzeit 1% des Kassenhonorars) zur Teilnahme gezwungen. Dies ist jedoch nicht mit der ärztlichen Schweigeplicht vereinbar, und wird auf dem Rücken der Ärzte dennoch unter dem Deckmantel der "Digitalisierung" vorangetrieben.
In einem Artikel war unlängst zu lesen, dass langfristig nur ein outsourcing des Datenschutzes dem Arzt diese schwere Aufgabe erleichtern würde. Leider kann man die Haftung nicht outsourcen, aber viel Geld kosten wird es in jedem Fall. Und mehr Geld für die Ärzte ist nicht vorgesehen, im Gegenteil, für das Anlegen der elektonischen Patientenakte sehen die kranken Kassen ein grosszügiges Honorar von 10€ vor.
Das ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Arztes. für 10€ bekommen sie auf ihrer Kommunalverwaltung wenn überhaupt eine beglaubigte Kopie. Und ein Akademiker soll für dieses Geld alle relevanten Befunde digitalisieren? Das kann Stunden dauern bei manch Chroniker oder Multimorbidem Patienten.
Das lassen wir Ärzte nicht mit uns machen. Ünterstützen sie uns bitte, wenn Sie auch in Zukunft eine gute Behandlung unter der Wahrung des Arzt-Patienten Geheimnisses wünschen.