Aggiornamento sulla petizioneGesund trotz kranker Kassen? Für gerechte Arzthonorare!Gesund trotz kranker Kassen? Die öffentliche Wahrnehmung muss sich ändern!
Bodo UlrichStuttgart, Germania
5 ago 2017
Weite Teile der Bevölkerung denken, Ärzte seinen privilegierte Besserverdiener. Die Kommentare unter dieser Petition sollten sie alle lesen, denn sie zeugen davon, dass dies längst nicht mehr der Fall ist. Hier einige Beispiele: Eine Arztpraxis ist ein Kleinunternehmen. Jeder Arzt ist also Unternehmer. Der Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn sind die Kosten. Steigen diese, sinkt der Gewinn. Üblicherweise erhöht ein Unternehmen dann die Preise. Das geht bei Ärzten leider nicht, da die Honorare von Kassen diktiert werden. Es gibt außer der Inflation der letzten 20 Jahre noch viele Kostentreiber, die uns Ärzten seitens der Politik diktiert wurden: zuerst sei die stetig wachsende Bürokratie genannt, dann das Qualitätsmanagement und nicht zuletzt höhere Anforderungen an Hygiene. Das alles kostet Geld, aber die kranken Kassen sind nicht bereit, die Pauschalen an die höheren Kosten anzupassen. Durch neue, wunderbare Gesetze wurde sogar geregelt, dass wir Produkte ohne Aufpreis an Patienten weitergeben müssen, aber noch nicht genug, wenn wir seitens des Lieferanten irgendeinen Rabatt erhalten haben, muss dieser auch an den Patienten weitergegeben werden. Sagen sie das bitte mal ihrem Handwerker, der für das verarbeitete Material meist nochmals 100% oder mehr Marge aufschlägt! Besonders ungünstig, wenn das Verfallsdatum der teuren Materialien abgelaufen ist, kann man sie nur noch entsorgen. Pech gehabt! Ein weiteres Beispiel für verkehrte Risiken: Als Arbeitnehmer darf ihre Firma sie am Gewinn beteiligen, aber nicht am Risiko des Verlustes, das sagt der Gesetzgeber. Wir Ärzte sind zwar keine Angestellten der Kassen, dennoch beziehen wir den größten Teil unserer Einnahmen daraus. Am Risiko des Verlustes werden wir großzügig beteiligt, jedoch wird uns der Gewinn durch Budgetierung und Punktwertabsenkung immer vorenthalten. Ein Spiel ohne Gewinner, aber immer vielen Verlierern. Lassen Sie uns über weitere Privilegien der Freiberuflichkeit sprechen... ...viele fallen mir nicht ein, außer den üppigen Steuern, die wir dem Finanzamt abführen! Den Geschäftswagen hat uns eine Änderung des Steuerrechts genommen, seither fahren die Außendienstmitarbeiter unserer Zulieferer immer ein teureres Auto als wir... Elternzeit und Elterngeld sind zwar für alle, doch als Selbständiger kommt man nicht in den Genuss dieses Privilegs. Urlaub ist ein zweischneidiges Schwert, denn wir bekommen kein Urlaubsgeld, zahlen die Mitarbeiter und die laufenden Kosten trotzdem weiter. Krankheit kann sich ein Arzt selbst nicht leisten, ist sehr bald ruinös. Früher konnte man durch den Verkauf der Praxis den Ruhestand finanzieren. Dies ist heute nicht mehr möglich, da Praxen oft wertlos sind, meist finden die Kollegen keine Nachfolger, und müssen schließen. Wer nun fragt, warum wehren sich die Ärzte nicht gegen diese Missstände? Das haben sie getan, mehrfach sogar. Aber das Bundessozialgericht hat in einem Urteil Ende letzten Jahres den Ärzten das Recht zu streiken aberkannt. Und da die meisten Fachgruppen in der Medizin untereinander uneinig sind, ist eine große Solidarisierung gegen die Missstände im System in weiter Ferne. Wir brauchen nun die Hilfe unserer Patienten. Wir Ärzte sind in Not, helfen Sie uns und unterzeichen Sie diese Petition! Vielen Dank!
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