Deutscher Alpenverein: Fordert den Ausschluss Israels vom Internationalen Kletterverband!

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Till Scheppler und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir, Climb4Palestine Berlin, fordern einen Ausschluss Israels vom Internationalen Kletterverband (IFSC), womit wir uns weiteren internationalen Klettergruppierungen anschließen (siehe https://www.banisraelfromifsc.com/ )

Ein solcher Ausschluss muss beim IFSC von einem nationalen Kletterverband beantragt werden, weshalb wir den Deutschen Alpenverein (DAV) dazu auffordern, einen solchen Antrag zu stellen.

Warum Israel?

Kurz: Weil wir gleiche Standards für alle Staaten fordern.

Immerhin wurden auch Russland und Weißrussland 2022 aus dem IFSC ausgeschlossen, im Fall von Russland sogar nur wenige Wochen nach dem Einmarsch in die Ukraine. Der Einmarsch war ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht und zog auch viele weitere Sanktionen nach sich. 

Israel jedoch begeht seit 1948 Kriegsverbrechen gegen die palästinensische Bevölkerung, seit 1967 besetzt es illegal palästinensisches Land, und spätestens seit dem 7. Oktober 2023 demonstriert es unmissverständlich sein Ziel: die ethnische Säuberung Palästinas.
Israel verletzt eindeutig internationales Völkerrecht und Menschenrechte. Zahlreiche Organisationen – darunter Amnesty International, Human Rights Watch, Ärzte ohne Grenzen, das Internationale Komitee des Roten Kreuzes, UNICEF und der norwegische Flüchtlingsrat – haben Israels Vorgehen als Völkermord eingestuft.
Trotzdem wurden bisher keine Sanktionen verhängt. Selbst nach über zwei Jahren, in denen der Völkermord live online verfolgt werden konnte, bleiben Maßnahmen aus. Israel kann ungehindert auf internationalen Bühnen auftreten – es ist höchste Zeit, dem ein Ende zu setzen.

Was hat das mit Klettern zu tun?

Einerseits möchten wir als Kletterer*innen nicht, dass unser Sport Kriegsverbrechern eine Bühne bietet.

Andererseits ist auch die israelische Klettervereinigung (ILCA) unmittelbar an der ethnischen Säuberung Palästinas beteiligt. Die ILCA hat Klettergebiete im illegal besetztem palästinensischem Westjordanland entwickelt und die Nutzung dieser Klettergebiete durch Siedler gefördert. Damit verstößt sie gegen die Genfer Konventionen, wie vom Internationalen Gerichtshof und zahlreichen großen Menschenrechtsorganisationen festgestellt wurde.

Die ILCA organisiert außerdem Trainingscamps für das israelische Militär und arbeitet eng mit einigen israelischen Spezialeinheiten zusammen (mehr Details unter https://www.banisraelfromifsc.com/ ).

Palästinensische Kletterer*innen im Westjordanland werden zudem durch fortschreitenden Siedlungsbau, Schließungen von Checkpoints, oder sogar willkürliche Verhaftungen daran gehindert, auf ihrem eigenen Land zu klettern. Für sie ist das Klettern wortwörtlich ein Akt der Freiheit im Angesicht der Unterdrückung (siehe z.B. https://www.instagram.com/wadiclimbingpalestine/ ).

Warum hat der Deutsche Alpenverein (DAV) eine besondere Verantwortung?

Nach dem 7. Oktober 2023 hat der DAV auf seiner Website erklärt, „der Krieg zwischen der terroristischen Hamas und Israel sei auch in Deutschland präsent.“ Er äußerte „großes Entsetzen über antisemitische Kundgebungen und Übergriffe in den letzten Wochen“ und stellte klar, dass man an der Seite der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger stehe.

Diese Äußerungen sind inakzeptabel, da sie eine undifferenzierte Gleichsetzung von pro-palästinensischen Demonstrationen mit Antisemitismus vornehmen und damit den wichtigen Unterschied zwischen der politischen Ideologie des Zionismus und dem Judentum ignorieren. Dadurch wird die reale Gefahr von rechtsextremem Antisemitismus verharmlost. Die Aussage leugnet außerdem die legitimen Stimmen jüdischer Menschen, die sich für Palästina einsetzen, und schließt sich an rassistische Narrative an, die in Deutschland insbesondere Muslim*innen und BIPOC-Menschen betrifft. Der DAV macht mit solchen Aussagen einen sachlichen, differenzierten Diskurs unmöglich. Jüdische Menschen sind ein wichtiger Teil der propalästinensischen Bewegung, wie etwa IJAN oder Jewish Voice for Peace (Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahost) deutlich zeigen. Viele jüdische Menschen in Deutschland, die sich für Palästina einsetzen, sind Polizeigewalt, Verhaftungen und staatlicher Einschüchterung ausgesetzt.

Wir fordern den DAV daher hiermit auch auf, seinen Standpunkt zu überdenken und nicht länger einen Siedlerstaat zu unterstützen, der Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen und Völkermord begeht. Gerade aufgrund seiner eigenen Geschichte von Antisemitismus und Komplizenschaft mit dem Nazi-Regime sollte der DAV Verantwortung übernehmen: Nie wieder gilt für alle!


Sind Sie Mitglied des DAV? Dann laden Sie hier unsere E-Mail-Vorlage herunter und senden Sie eine persönliche Aufforderung: https://linktr.ee/climb4palestine.berlin

 

— English —

German Alpine Club: Demand banning Israel from the International Climbing Federation!

We, Climb4Palestine Berlin, demand banning Israel from the International Federation of Sports Climbing (IFSC), joining voices with other international climbing collectives (see https://www.banisraelfromifsc.com/ ).

Such a ban must be requested at the IFSC by a national climbing federation, which is why we call for the German Alpine Club (DAV) to file such a request.

Why Israel?

In short: we demand equal standards for all states.

After all, Russia and Belarus were banned from the IFSC in 2022, in the case of Russia only weeks after the invasion of Ukraine. The invasion was a clear violation of international law and also resulted in many further sanctions. However, Israel has been committing war crimes against the Palestinian population since 1948, has been illegally occupying Palestinian land since 1967, and, since October 7 2023 at the latest, has been unmistakeably demonstrating its goal: the ethnic cleansing of Palestine. Israel is clearly violating international law and human rights. Numerous organizations — including Amnesty International, Human Rights Watch, Médecins Sans Frontières, the International Committee of the Red Cross, UNICEF, and the Norwegian Refugee Council — have classified Israel's actions as genocide.

Nevertheless, no sanctions have been imposed to date. Even after more than two years of live-streamed genocide, no action has been taken. Israel is able to perform unhindered on the international stage – it is high time to put an end to this.

What does this have to do with climbing?

On the one hand, as climbers, we do not want our sport to provide a platform for war criminals.

On the other hand, the Israeli Climbing Association (ILCA) is also directly involved in the ethnic cleansing of Palestine. The ILCA has developed climbing areas in the illegally occupied Palestinian West Bank and promoted the use of these climbing areas by settlers. In doing so, it violates the Geneva Conventions, as determined by the International Court of Justice and numerous major human rights organizations.

The ILCA also organizes training camps for the Israeli military and works closely with some Israeli special forces (more details at https://www.banisraelfromifsc.com/ ).

Palestinian climbers in the West Bank are also prevented from climbing on their own land by ongoing settlement expansion, checkpoint closures, and even arbitrary arrests. For them, climbing is literally an act of freedom in the face of oppression (see e.g. https://www.instagram.com/wadiclimbingpalestine/ ).

Why does the German Alpine Club (DAV) have a special responsibility?

After October 7, 2023, the DAV stated on its website that “the war between the terrorist Hamas and Israel is also present in Germany.” It expressed “great horror in light of anti-Semitic rallies and attacks in recent weeks” and made it clear that it stands alongside its Jewish fellow citizens.

These statements are unacceptable because they make an undifferentiated equation of pro-Palestinian demonstrations with anti-Semitism, thereby ignoring the important difference between the political ideology of Zionism and Judaism. It also downplays the real danger of right-wing extremist anti-Semitism.
The statement further denies the legitimate voices of Jewish people who support Palestine and aligns itself with racist narratives that particularly affect Muslims and BIPOC people in Germany. With statements like this, the DAV makes objective, nuanced discourse impossible.

Jewish people are an important part of the pro-Palestinian movement, as organizations such as IJAN and Jewish Voice for Peace
clearly demonstrate. Many Jewish people in Germany who advocate for Palestine are subjected to police violence, arrests, and state intimidation.

We therefore call on the DAV to reconsider its position and to stop supporting a settler colonial state that commits war crimes, ethnic cleansing, and genocide.
Precisely because of its own history of anti-Semitism and complicity with the Nazi regime, the DAV should take responsibility: Never again applies to everyone!


Are you a member of the DAV? Download our email template (in German) and send them a personal request: https://linktr.ee/climb4palestine.berlin

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Till Scheppler und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Wir, Climb4Palestine Berlin, fordern einen Ausschluss Israels vom Internationalen Kletterverband (IFSC), womit wir uns weiteren internationalen Klettergruppierungen anschließen (siehe https://www.banisraelfromifsc.com/ )

Ein solcher Ausschluss muss beim IFSC von einem nationalen Kletterverband beantragt werden, weshalb wir den Deutschen Alpenverein (DAV) dazu auffordern, einen solchen Antrag zu stellen.

Warum Israel?

Kurz: Weil wir gleiche Standards für alle Staaten fordern.

Immerhin wurden auch Russland und Weißrussland 2022 aus dem IFSC ausgeschlossen, im Fall von Russland sogar nur wenige Wochen nach dem Einmarsch in die Ukraine. Der Einmarsch war ein klarer Verstoß gegen das Völkerrecht und zog auch viele weitere Sanktionen nach sich. 

Israel jedoch begeht seit 1948 Kriegsverbrechen gegen die palästinensische Bevölkerung, seit 1967 besetzt es illegal palästinensisches Land, und spätestens seit dem 7. Oktober 2023 demonstriert es unmissverständlich sein Ziel: die ethnische Säuberung Palästinas.
Israel verletzt eindeutig internationales Völkerrecht und Menschenrechte. Zahlreiche Organisationen – darunter Amnesty International, Human Rights Watch, Ärzte ohne Grenzen, das Internationale Komitee des Roten Kreuzes, UNICEF und der norwegische Flüchtlingsrat – haben Israels Vorgehen als Völkermord eingestuft.
Trotzdem wurden bisher keine Sanktionen verhängt. Selbst nach über zwei Jahren, in denen der Völkermord live online verfolgt werden konnte, bleiben Maßnahmen aus. Israel kann ungehindert auf internationalen Bühnen auftreten – es ist höchste Zeit, dem ein Ende zu setzen.

Was hat das mit Klettern zu tun?

Einerseits möchten wir als Kletterer*innen nicht, dass unser Sport Kriegsverbrechern eine Bühne bietet.

Andererseits ist auch die israelische Klettervereinigung (ILCA) unmittelbar an der ethnischen Säuberung Palästinas beteiligt. Die ILCA hat Klettergebiete im illegal besetztem palästinensischem Westjordanland entwickelt und die Nutzung dieser Klettergebiete durch Siedler gefördert. Damit verstößt sie gegen die Genfer Konventionen, wie vom Internationalen Gerichtshof und zahlreichen großen Menschenrechtsorganisationen festgestellt wurde.

Die ILCA organisiert außerdem Trainingscamps für das israelische Militär und arbeitet eng mit einigen israelischen Spezialeinheiten zusammen (mehr Details unter https://www.banisraelfromifsc.com/ ).

Palästinensische Kletterer*innen im Westjordanland werden zudem durch fortschreitenden Siedlungsbau, Schließungen von Checkpoints, oder sogar willkürliche Verhaftungen daran gehindert, auf ihrem eigenen Land zu klettern. Für sie ist das Klettern wortwörtlich ein Akt der Freiheit im Angesicht der Unterdrückung (siehe z.B. https://www.instagram.com/wadiclimbingpalestine/ ).

Warum hat der Deutsche Alpenverein (DAV) eine besondere Verantwortung?

Nach dem 7. Oktober 2023 hat der DAV auf seiner Website erklärt, „der Krieg zwischen der terroristischen Hamas und Israel sei auch in Deutschland präsent.“ Er äußerte „großes Entsetzen über antisemitische Kundgebungen und Übergriffe in den letzten Wochen“ und stellte klar, dass man an der Seite der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger stehe.

Diese Äußerungen sind inakzeptabel, da sie eine undifferenzierte Gleichsetzung von pro-palästinensischen Demonstrationen mit Antisemitismus vornehmen und damit den wichtigen Unterschied zwischen der politischen Ideologie des Zionismus und dem Judentum ignorieren. Dadurch wird die reale Gefahr von rechtsextremem Antisemitismus verharmlost. Die Aussage leugnet außerdem die legitimen Stimmen jüdischer Menschen, die sich für Palästina einsetzen, und schließt sich an rassistische Narrative an, die in Deutschland insbesondere Muslim*innen und BIPOC-Menschen betrifft. Der DAV macht mit solchen Aussagen einen sachlichen, differenzierten Diskurs unmöglich. Jüdische Menschen sind ein wichtiger Teil der propalästinensischen Bewegung, wie etwa IJAN oder Jewish Voice for Peace (Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahost) deutlich zeigen. Viele jüdische Menschen in Deutschland, die sich für Palästina einsetzen, sind Polizeigewalt, Verhaftungen und staatlicher Einschüchterung ausgesetzt.

Wir fordern den DAV daher hiermit auch auf, seinen Standpunkt zu überdenken und nicht länger einen Siedlerstaat zu unterstützen, der Kriegsverbrechen, ethnische Säuberungen und Völkermord begeht. Gerade aufgrund seiner eigenen Geschichte von Antisemitismus und Komplizenschaft mit dem Nazi-Regime sollte der DAV Verantwortung übernehmen: Nie wieder gilt für alle!


Sind Sie Mitglied des DAV? Dann laden Sie hier unsere E-Mail-Vorlage herunter und senden Sie eine persönliche Aufforderung: https://linktr.ee/climb4palestine.berlin

 

— English —

German Alpine Club: Demand banning Israel from the International Climbing Federation!

We, Climb4Palestine Berlin, demand banning Israel from the International Federation of Sports Climbing (IFSC), joining voices with other international climbing collectives (see https://www.banisraelfromifsc.com/ ).

Such a ban must be requested at the IFSC by a national climbing federation, which is why we call for the German Alpine Club (DAV) to file such a request.

Why Israel?

In short: we demand equal standards for all states.

After all, Russia and Belarus were banned from the IFSC in 2022, in the case of Russia only weeks after the invasion of Ukraine. The invasion was a clear violation of international law and also resulted in many further sanctions. However, Israel has been committing war crimes against the Palestinian population since 1948, has been illegally occupying Palestinian land since 1967, and, since October 7 2023 at the latest, has been unmistakeably demonstrating its goal: the ethnic cleansing of Palestine. Israel is clearly violating international law and human rights. Numerous organizations — including Amnesty International, Human Rights Watch, Médecins Sans Frontières, the International Committee of the Red Cross, UNICEF, and the Norwegian Refugee Council — have classified Israel's actions as genocide.

Nevertheless, no sanctions have been imposed to date. Even after more than two years of live-streamed genocide, no action has been taken. Israel is able to perform unhindered on the international stage – it is high time to put an end to this.

What does this have to do with climbing?

On the one hand, as climbers, we do not want our sport to provide a platform for war criminals.

On the other hand, the Israeli Climbing Association (ILCA) is also directly involved in the ethnic cleansing of Palestine. The ILCA has developed climbing areas in the illegally occupied Palestinian West Bank and promoted the use of these climbing areas by settlers. In doing so, it violates the Geneva Conventions, as determined by the International Court of Justice and numerous major human rights organizations.

The ILCA also organizes training camps for the Israeli military and works closely with some Israeli special forces (more details at https://www.banisraelfromifsc.com/ ).

Palestinian climbers in the West Bank are also prevented from climbing on their own land by ongoing settlement expansion, checkpoint closures, and even arbitrary arrests. For them, climbing is literally an act of freedom in the face of oppression (see e.g. https://www.instagram.com/wadiclimbingpalestine/ ).

Why does the German Alpine Club (DAV) have a special responsibility?

After October 7, 2023, the DAV stated on its website that “the war between the terrorist Hamas and Israel is also present in Germany.” It expressed “great horror in light of anti-Semitic rallies and attacks in recent weeks” and made it clear that it stands alongside its Jewish fellow citizens.

These statements are unacceptable because they make an undifferentiated equation of pro-Palestinian demonstrations with anti-Semitism, thereby ignoring the important difference between the political ideology of Zionism and Judaism. It also downplays the real danger of right-wing extremist anti-Semitism.
The statement further denies the legitimate voices of Jewish people who support Palestine and aligns itself with racist narratives that particularly affect Muslims and BIPOC people in Germany. With statements like this, the DAV makes objective, nuanced discourse impossible.

Jewish people are an important part of the pro-Palestinian movement, as organizations such as IJAN and Jewish Voice for Peace
clearly demonstrate. Many Jewish people in Germany who advocate for Palestine are subjected to police violence, arrests, and state intimidation.

We therefore call on the DAV to reconsider its position and to stop supporting a settler colonial state that commits war crimes, ethnic cleansing, and genocide.
Precisely because of its own history of anti-Semitism and complicity with the Nazi regime, the DAV should take responsibility: Never again applies to everyone!


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