Liebe Unterstützer:innen! Das Lieferkettengesetz steht nach monatelangem Ringen nun endlich kurz vor seiner finalen Abstimmung im Bundestag. Auch wenn das ein erster wichtiger Schritt ist, reicht das Gesetz bei Weitem nicht aus: Die Zerstörung von Klima, Wäldern und Artenvielfalt in den Lieferketten deutscher Unternehmen bleibt mit diesem Gesetz in den allermeisten Fällen folgenlos. Bitte unterstützt uns weiter in unserem Kampf für nachhaltige Lieferketten, die frei sind von Umweltverschmutzung und Zerstörung natürlicher Ökosysteme.
Das Lieferkettengesetz ist ein erster wichtiger Schritt, der deutlich macht, dass die Unternehmen Verantwortung für Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten tragen müssen. Doch das Gesetz ist eine reine Minimallösung:
- Es umfasst bisher fast ausschließlich menschenrechtsbezogene Umweltsorgfaltspflichten. Wir fordern gesetzliche Vorgaben, die auch Biodiversität und Klimaschutz mit einbeziehen und für die gesamte Lieferkette durchsetzen.
- Es beschränkt sich meist auf direkte Zulieferer. Dadurch fällt ein Großteil der Lieferketten durchs Raster.
- Die Sorgfaltspflicht ist auf Unternehmen mit zunächst 3.000 und später 1.000 Mitarbeiter:innen beschränkt. Dadurch werden ganze Branchen in Deutschland ausgeschlossen – selbst wenn diese ein besonders hohes Risiko für Umweltbeeinträchtigungen und Menschenrechtsverletzungen in ihren Geschäftsfeldern mitbringen.
- Da die zivilrechtliche Haftung ausgeschlossen wird, wird das Gesetz nicht wie gewünscht wirken.
Unser Ziel sind Lieferkettengesetze in Deutschland und auf EU-Ebene, die Umweltschäden durch Unternehmenstätigkeiten sicher vorbeugen. Es braucht nachhaltige und verantwortungsvolle Lieferketten, die frei von Umweltverschmutzung und Zerstörung natürlicher Ökosysteme wie Wäldern sind. Bitte helft uns heute mit eurer Jaguar-Patenschaft dafür zu kämpfen!
Vielen Dank euch allen!
Eure Deutsche Umwelthilfe