
Liebe Unterstützer*innen! Das Mercosur-Abkommen bedroht nicht nur die Natur in Südamerika, sondern auch europäische Standards zu Tierwohl und Umweltschutz. Denn viele Agrarprodukte wie Soja oder Fleisch können in den Mercosurländern deutlich billiger produziert werden. Deren Import würde sich unweigerlich negativ auf europäische Produkte auswirken. Massentierhaltung zu Niedrigpreisen und Monokulturen mit massivem Einsatz von Agrarchemikalien könnten dadurch bei uns noch mehr zunehmen. Bitte helft uns heute noch mit eurer Jaguar-Patenschaft dagegen zu kämpfen!
Gerade Rindfleisch aus Brasilien oder Argentinien profitiert bei vielen EU-Konsument*innen immer noch vom romantischen Gaucho-Image, bei dem Rinder in kleinen Herden durch die Steppe ziehen. Zu Unrecht: Denn auch dort ist die Massentierhaltung in engen Verschlägen unter offenen Himmel weit verbreitet. Die Rindfleischproduktion ist der mit Abstand wichtigste Treiber für Entwaldungen in Südamerika. Auch eine nur leicht erhöhte Auslandsnachfrage durch das Mercosur-Abkommen hat hier bereits katastrophale Auswirkungen.
Vor dem Hintergrund der Veröffentlichung der EU-Handelsstrategie bezieht nun sogar der Deutsche Bauernverband Stellung gegen das Mercosur-Abkommen. Der Verband befürchtet, dass durch das Abkommen massenhaft billige Konkurrenzprodukte aus den Mercosur-Staaten auf den europäischen Markt geschwemmt werden. Viele Landwirte könnten einem erneuten Preisverfall nicht standhalten. Während der Deutsche Bauernverband sonst immer für aggressive Exportstrategien eintritt, muss er nun selbst Billigimporte aus Südamerika fürchten.
Wir kämpfen weiter für eine naturverträgliche Landwirtschaft und für Lieferketten, die Standards zum Tierwohl und zum Umweltschutz berücksichtigen – und zwar in Deutschland und in Südamerika. Auf beiden Kontinenten muss endlich Schluss sein mit Billigprodukten auf Kosten unserer Natur! Bitte unterstützt uns dabei mit eurer Jaguar-Patenschaft. Vielen Dank euch allen!
Eure Deutsche Umwelthilfe