Liebe Unterstützer*innen! Die EU-Kommission ist fest entschlossen, das Mercosur-Abkommen bald in Kraft zu setzen. Das machte sie bei der Vorstellung der EU-Handelsstrategie letzte Woche noch einmal deutlich. Das wäre eine Katastrophe für den Jaguar und viele weitere Arten, die in Südamerikas Regen- und Trockenwäldern heimisch sind. Vielen Dank an alle, die uns mit ihrer Patenschaft unterstützen, den Lebensraum des Jaguars zu schützen. Bitte sei auch du noch dabei mit deiner Jaguar-Patenschaft! Je mehr Menschen hinter uns stehen, desto schlagkräftiger können wir für den Schutz von Südamerikas Natur kämpfen.
Die Autobranche wäre ein Hauptprofiteur des Mercosur-Abkommens und macht dementsprechend Druck, allen voran der Verband der Automobilindustrie (VDA). Derzeit behindern hohe Zölle der Mercosur-Länder ihr Geschäft. Das Abkommen würde die Zölle für PKW und Kleinlaster deutlich abbauen und so den Zugang zum Mercosur-Markt mit mehr als 260 Mio. Verbraucher*innen ebnen. Als Gegenleistung würde die EU z.B. mehr Rind- und Hühnerfleisch sowie Ethanol und Soja auf ihren Markt lassen. Verschiedene Studien zeigen, dass dies den Druck auf die Wälder Südamerikas erhöhen, sowie die soziale Ungleichheit verschärfen würde. Dieser Deal – schmutzige Autos gegen Rohstoffe mit hohem Entwaldungsrisiko – wäre doppelt schlecht für das Klima.
Die EU-Kommission verhandelt gerade mit den Mercosur-Ländern über Zusatzvereinbarungen zum Schutz der Wälder und des Klimas. Diese Zusatzvereinbarungen wären aber weder verbindlich noch an konkrete Sanktionen gebunden und damit völlig nutzlos. Wir sehen in Lippenbekenntnissen von Populisten wie dem brasilianischen Präsidenten Bolsonaro keinen wirksamen Schutz des Regenwaldes. Das Abkommen darf in seiner jetzigen Form nicht verabschiedet werden. Bitte helft uns heute noch mit eurer Jaguar-Patenschaft, dagegen zu kämpfen. Vielen Dank euch allen!
Eure Deutsche Umwelthilfe