Das System hinter der Erzieherausbildung muss sich ändern.


Das System hinter der Erzieherausbildung muss sich ändern.
Das Problem
Die Erzieherausbildung, bei den derzeitigen Bedingungen sowohl für die Auszubildenden als auch für die Träger der Einrichtungen, die äußerst belastet sind und unter Fachkräftemangel leiden, muss reformiert werden. In den Schulen wird von Standort zu Standort eine unfassbar unterschiedliche Theorie gelehrt, ohne Rücksicht auf die Kinder in den Einrichtungen, deren Eltern und Chancengleichheit oder spezifische Bedürfnisse der Schüler zu nehmen. Dies führt zu einer Bildung, die oft nicht den Anforderungen der modernen Welt entspricht. In vielen Bereichen ist das System der Ausbildung nicht mehr realitätsnah und führt bei zahlreichen Auszubildenden zu psychischer Belastung und Ausbildungsabbrüchen.
Genau dort wo die Zukunft der Kinder gesichert werden soll, entscheiden sich zukünftige Erzieher ihren Weg abzubrechen.
Das Problem ist die übermäßige Belastung durch die tägliche Arbeitszeit. Viele angehende Erzieher sind gezwungen, neben der praktischen Ausbildung auch schulische Leistungen zu erbringen. Dies führt in vielen Fällen dazu, dass Quantität über Qualität steht. Angehende Fachkräfte arbeiten Aufgaben ab ohne jeglichen Kontext damit Abgaben erreicht und eine gute Note erzielt wird. Eine Reduktion der täglichen Arbeitszeit auf maximal sechs Stunden, reiner Gruppenarbeit pro Tag, für die Auszubildenden würde diese Doppelbelastung mindern und die Qualität der Ausbildung verbessern. Eine Überlastung in der Ausbildung führt zu Burn-out bereits vor Berufseinstieg und immer weiter steigendem Fachkräftemangel.
Ein weiteres Anliegen ist die Regelung bezüglich Fehltagen. Diese strikte Regel führt häufig zu vorzeitigem ungewolltem Abbruch, da Fehltage unverhältnismäßig hoch angerechnet werden. Die enormen Krankheitswellen in Kitas führen logischerweise zu erhöhten Fehlzeiten. Durch eine beispielsweise 10% Fehltage Regelung entsteht häufig die Situation dass sich Azubis trotz Krankheit in den Arbeitsalltag schleppen und somit weitere Menschen anstecken. Eine Begrenzung der täglichen Arbeitszeit (reiner Gruppenarbeit) und eine Schutzregelung vor Überlastung können Abhilfe schaffen. Gesundheit muss geschützt werden um den frühen Renteneintritt und Langzeitige folgen vorzubeugen.
Die häufigsten Ursachen für längere Krankschreibungen entstehen aus psychischen Gründen (Techniker Krankenkasse). So kann definitiv keine langfristige stabile Fachkräftesicherung gewährleistet werden.
Die Tatigkeit in einer Kindertagesstätte sowie in allen anderen Bereichen in denen ein/e Erzieher/Erzieherin arbeiten kann sind körperlich und emotional anspruchsvoll. Tägliche Lärmbelastung, dauerhafte Interaktion, Konfliktmanagement und Verantwortung für Kindergruppen fordern Gesunde und erfahrene Fachkräfte. Dazu gehören auch immer häufiger Kinder die höhere Bedarfe mit in die Kindertagesstätten bringen. Denen werden kaum noch die Fachkräfte gerecht und Auszubildende sollen trotzdem handeln wie es für das einfache Kind gedacht ist. Für Auszubildende, die sich noch in einem Lernprozess befinden und parallel schulische Leistungen erbringen müssen, ist eine tägliche Arbeitszeit mit 8 Stunden und anschließender Nachbereitung, Planung von Aktivitäten und Berichten schreiben besonders belastend.
Darüber hinaus wird von vielen Auszubildenden kritisiert, das Praxisbesuche häufig künstlich hergestellte Situationen darstellen. So könnte im Alltag mit den Kindern nicht eine umfassende Planung verschriftlicht und daraufhin jemanden vorgeführt, sondern spontan und individuell an den Interessen der Kinder gehandelt. Solche Planungen werden meist vorab von der Schule und den Betrieben verlangt um den Praxisbesuch und das theoretische Verständnis auch kontrollieren zu können. Bis zu dem Zeitpunkt der Durchführung können Interessen und Themen längst vorüber und geändert sein. Eine stärkere Orientierung an der tatsächlichen pädagogischen Arbeit würde nicht nur die strenge Bewertung sonder auch die Ausbildungsqualität erhöhen. Daher wird gefordert das Praxisbesuche keine langen bzw. Verkürzte Planungen benötigen und die tatsächliche Durchführung der pädagogischen Arbeit bewertet wird. So können Kinder die vorab eingeplant wurden erkranken oder plötzliche größere Krankeitsstände in den Kitas umgangen werden. Die Bewertung wird fairer da der Auszubildenden bei seiner eigentliche Arbeit beobachtet wird.
Ergänzend sind klare Schutzmechanismen gegen unangemessenes Verhalten von Praxisanleitungen erforderlich. So sollte es für jede Kindertageseinrichtung ausgewählte, von externen Fachkräften geschulte, Praxisanleitungen geben die in ihrem Alltag die benötigte Zeit und Fürsorge dem Auszubildenden geben. Eine entsprechende Vergütung aufgrund der höher qualifizierten Fachkräfte ist unumstritten. Ziel soll es sein das Praxisanleitungen sich mit allen Berufsfeldern und Ausbildungsinhalten der Erzieher, Kinderpfleger und Sozialassistenzen etc. auskennen und den Auszubildenden auch emotionalen beistand schaffen können. Denn nicht gerade wenige der Auszubildenden kommen an ihre Grenzen und benötigen Zuspruch. Verbindliche Qualifizierungen und eine unabhängige Beschwerdemöglichkeit würden die Professionalität des Ausbildungssystem stärken.
Angesichts des bestehenden Fachkräftemangels ist es widersprüchlich, motivierte Auszubildende durch starre Regelungen und übermäßige Belastung zu verlieren. Eine Reform der Ausbildungsbedingungen ist daher nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber Auszubildenden, sondern auch eine Notwendigkeit auf dem Arbeitsmarkt und in der Bildung. Wer langfristig qualifizierte Pädagogische Fachkräfte gewinnen möchte, muss bereits in der Ausbildung gesundheitsfördernde, realitatsnahe und faire Rahmenbedingungen schaffen.
Zusätzlich benötigt Deutschland endlich eine Bundeslandübergreifend einheitliche Ausbildungsstruktur.
Aktuell unterscheidet sich die Ausbildung – insbesondere im sozialen, pädagogischen und pflegerischen Bereich – von Bundesland zu Bundesland erheblich. Ausbildungsdauer, Zugangsvoraussetzungen, Vergütung, Anerkennung von Abschlüssen sowie Praxisanteile variieren teilweise stark. Diese Unterschiede führen zu Unsicherheiten, Ungleichbehandlung und unnötigen Hürden für Auszubildende.
Wer in ein anderes Bundesland umzieht, steht häufig vor bürokratischen Problemen. Abschlüsse werden nicht automatisch anerkannt, Ausbildungsinhalte unterscheiden sich, und ein Wechsel während der Ausbildung ist oftmals kompliziert oder kaum möglich. Das widerspricht einem modernen, flexiblen Arbeitsmarkt und benachteiligt junge Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung.
Eine bundesweit einheitliche Ausbildung würde:
Chancengleichheit schaffen, unabhängig vom Wohnort
Mobilität ermöglichen, ohne Angst vor Anerkennungsproblemen
Qualitätsstandards sichern, durch einheitliche Rahmenpläne.
Fachkräftemangel entgegenwirken, da Abschlüsse überall gleichermaßen gelten.
Bürokratie abbauen und Planungssicherheit für Betriebe und Auszubildende schaffen.
Gerade in sozialen Berufen, in denen Verantwortung für Kinder, Jugendliche oder pflegebedürftige Menschen übernommen wird, muss die Ausbildungsqualität überall denselben hohen Standard erfüllen. Unterschiedliche Vorgaben führen hier nicht zu Vielfalt, sondern zu Ungleichheit.
Wir fordern daher die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene auf, gemeinsam verbindliche, bundesweit einheitliche Ausbildungsstandards zu schaffen. Ziel muss ein transparentes, gerechtes und vergleichbares Ausbildungssystem sein, das junge Menschen stärkt und Fachkräfte nachhaltig sichert.
Ausbildung darf nicht vom Wohnort abhängen.
Gleiche Ausbildung. Gleiche Chancen. Deutschlandweit.
Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift, um eine positive Veränderung in der Erzieherausbildung zu erreichen.
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Das Problem
Die Erzieherausbildung, bei den derzeitigen Bedingungen sowohl für die Auszubildenden als auch für die Träger der Einrichtungen, die äußerst belastet sind und unter Fachkräftemangel leiden, muss reformiert werden. In den Schulen wird von Standort zu Standort eine unfassbar unterschiedliche Theorie gelehrt, ohne Rücksicht auf die Kinder in den Einrichtungen, deren Eltern und Chancengleichheit oder spezifische Bedürfnisse der Schüler zu nehmen. Dies führt zu einer Bildung, die oft nicht den Anforderungen der modernen Welt entspricht. In vielen Bereichen ist das System der Ausbildung nicht mehr realitätsnah und führt bei zahlreichen Auszubildenden zu psychischer Belastung und Ausbildungsabbrüchen.
Genau dort wo die Zukunft der Kinder gesichert werden soll, entscheiden sich zukünftige Erzieher ihren Weg abzubrechen.
Das Problem ist die übermäßige Belastung durch die tägliche Arbeitszeit. Viele angehende Erzieher sind gezwungen, neben der praktischen Ausbildung auch schulische Leistungen zu erbringen. Dies führt in vielen Fällen dazu, dass Quantität über Qualität steht. Angehende Fachkräfte arbeiten Aufgaben ab ohne jeglichen Kontext damit Abgaben erreicht und eine gute Note erzielt wird. Eine Reduktion der täglichen Arbeitszeit auf maximal sechs Stunden, reiner Gruppenarbeit pro Tag, für die Auszubildenden würde diese Doppelbelastung mindern und die Qualität der Ausbildung verbessern. Eine Überlastung in der Ausbildung führt zu Burn-out bereits vor Berufseinstieg und immer weiter steigendem Fachkräftemangel.
Ein weiteres Anliegen ist die Regelung bezüglich Fehltagen. Diese strikte Regel führt häufig zu vorzeitigem ungewolltem Abbruch, da Fehltage unverhältnismäßig hoch angerechnet werden. Die enormen Krankheitswellen in Kitas führen logischerweise zu erhöhten Fehlzeiten. Durch eine beispielsweise 10% Fehltage Regelung entsteht häufig die Situation dass sich Azubis trotz Krankheit in den Arbeitsalltag schleppen und somit weitere Menschen anstecken. Eine Begrenzung der täglichen Arbeitszeit (reiner Gruppenarbeit) und eine Schutzregelung vor Überlastung können Abhilfe schaffen. Gesundheit muss geschützt werden um den frühen Renteneintritt und Langzeitige folgen vorzubeugen.
Die häufigsten Ursachen für längere Krankschreibungen entstehen aus psychischen Gründen (Techniker Krankenkasse). So kann definitiv keine langfristige stabile Fachkräftesicherung gewährleistet werden.
Die Tatigkeit in einer Kindertagesstätte sowie in allen anderen Bereichen in denen ein/e Erzieher/Erzieherin arbeiten kann sind körperlich und emotional anspruchsvoll. Tägliche Lärmbelastung, dauerhafte Interaktion, Konfliktmanagement und Verantwortung für Kindergruppen fordern Gesunde und erfahrene Fachkräfte. Dazu gehören auch immer häufiger Kinder die höhere Bedarfe mit in die Kindertagesstätten bringen. Denen werden kaum noch die Fachkräfte gerecht und Auszubildende sollen trotzdem handeln wie es für das einfache Kind gedacht ist. Für Auszubildende, die sich noch in einem Lernprozess befinden und parallel schulische Leistungen erbringen müssen, ist eine tägliche Arbeitszeit mit 8 Stunden und anschließender Nachbereitung, Planung von Aktivitäten und Berichten schreiben besonders belastend.
Darüber hinaus wird von vielen Auszubildenden kritisiert, das Praxisbesuche häufig künstlich hergestellte Situationen darstellen. So könnte im Alltag mit den Kindern nicht eine umfassende Planung verschriftlicht und daraufhin jemanden vorgeführt, sondern spontan und individuell an den Interessen der Kinder gehandelt. Solche Planungen werden meist vorab von der Schule und den Betrieben verlangt um den Praxisbesuch und das theoretische Verständnis auch kontrollieren zu können. Bis zu dem Zeitpunkt der Durchführung können Interessen und Themen längst vorüber und geändert sein. Eine stärkere Orientierung an der tatsächlichen pädagogischen Arbeit würde nicht nur die strenge Bewertung sonder auch die Ausbildungsqualität erhöhen. Daher wird gefordert das Praxisbesuche keine langen bzw. Verkürzte Planungen benötigen und die tatsächliche Durchführung der pädagogischen Arbeit bewertet wird. So können Kinder die vorab eingeplant wurden erkranken oder plötzliche größere Krankeitsstände in den Kitas umgangen werden. Die Bewertung wird fairer da der Auszubildenden bei seiner eigentliche Arbeit beobachtet wird.
Ergänzend sind klare Schutzmechanismen gegen unangemessenes Verhalten von Praxisanleitungen erforderlich. So sollte es für jede Kindertageseinrichtung ausgewählte, von externen Fachkräften geschulte, Praxisanleitungen geben die in ihrem Alltag die benötigte Zeit und Fürsorge dem Auszubildenden geben. Eine entsprechende Vergütung aufgrund der höher qualifizierten Fachkräfte ist unumstritten. Ziel soll es sein das Praxisanleitungen sich mit allen Berufsfeldern und Ausbildungsinhalten der Erzieher, Kinderpfleger und Sozialassistenzen etc. auskennen und den Auszubildenden auch emotionalen beistand schaffen können. Denn nicht gerade wenige der Auszubildenden kommen an ihre Grenzen und benötigen Zuspruch. Verbindliche Qualifizierungen und eine unabhängige Beschwerdemöglichkeit würden die Professionalität des Ausbildungssystem stärken.
Angesichts des bestehenden Fachkräftemangels ist es widersprüchlich, motivierte Auszubildende durch starre Regelungen und übermäßige Belastung zu verlieren. Eine Reform der Ausbildungsbedingungen ist daher nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit gegenüber Auszubildenden, sondern auch eine Notwendigkeit auf dem Arbeitsmarkt und in der Bildung. Wer langfristig qualifizierte Pädagogische Fachkräfte gewinnen möchte, muss bereits in der Ausbildung gesundheitsfördernde, realitatsnahe und faire Rahmenbedingungen schaffen.
Zusätzlich benötigt Deutschland endlich eine Bundeslandübergreifend einheitliche Ausbildungsstruktur.
Aktuell unterscheidet sich die Ausbildung – insbesondere im sozialen, pädagogischen und pflegerischen Bereich – von Bundesland zu Bundesland erheblich. Ausbildungsdauer, Zugangsvoraussetzungen, Vergütung, Anerkennung von Abschlüssen sowie Praxisanteile variieren teilweise stark. Diese Unterschiede führen zu Unsicherheiten, Ungleichbehandlung und unnötigen Hürden für Auszubildende.
Wer in ein anderes Bundesland umzieht, steht häufig vor bürokratischen Problemen. Abschlüsse werden nicht automatisch anerkannt, Ausbildungsinhalte unterscheiden sich, und ein Wechsel während der Ausbildung ist oftmals kompliziert oder kaum möglich. Das widerspricht einem modernen, flexiblen Arbeitsmarkt und benachteiligt junge Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung.
Eine bundesweit einheitliche Ausbildung würde:
Chancengleichheit schaffen, unabhängig vom Wohnort
Mobilität ermöglichen, ohne Angst vor Anerkennungsproblemen
Qualitätsstandards sichern, durch einheitliche Rahmenpläne.
Fachkräftemangel entgegenwirken, da Abschlüsse überall gleichermaßen gelten.
Bürokratie abbauen und Planungssicherheit für Betriebe und Auszubildende schaffen.
Gerade in sozialen Berufen, in denen Verantwortung für Kinder, Jugendliche oder pflegebedürftige Menschen übernommen wird, muss die Ausbildungsqualität überall denselben hohen Standard erfüllen. Unterschiedliche Vorgaben führen hier nicht zu Vielfalt, sondern zu Ungleichheit.
Wir fordern daher die politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene auf, gemeinsam verbindliche, bundesweit einheitliche Ausbildungsstandards zu schaffen. Ziel muss ein transparentes, gerechtes und vergleichbares Ausbildungssystem sein, das junge Menschen stärkt und Fachkräfte nachhaltig sichert.
Ausbildung darf nicht vom Wohnort abhängen.
Gleiche Ausbildung. Gleiche Chancen. Deutschlandweit.
Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift, um eine positive Veränderung in der Erzieherausbildung zu erreichen.
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Petition am 1. März 2026 erstellt