Das stille Leid der Tiere in Deutschland – Ein Appell für Mitgefühl und Verantwortung

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Alana Schubert und 14 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Scholz,

ich schreibe Ihnen als Bürgerin dieses Landes, als Mensch mit einem Herzen für die Schwächsten und als Stimme für jene, die keine eigene haben – unsere Tiere.

In einer Welt, die sich in atemberaubendem Tempo technologisch, wirtschaftlich und digital weiterentwickelt, scheint ein grundlegender Wert mehr und mehr verloren zu gehen: das Mitgefühl. Während wir über künstliche Intelligenz, globale Märkte und militärische Konflikte diskutieren, geschieht täglich millionenfaches Leid – leise, unsichtbar und systematisiert: das Leid der Tiere in der Massentierhaltung.

Die Realität hinter verschlossenen Türen:
Jährlich werden in Deutschland über 750 Millionen Tiere in der Landwirtschaft gehalten – die allermeisten davon unter Bedingungen, die in keinem Verhältnis zu ihrem natürlichen Verhalten oder einem artgerechten Leben stehen.

-    Schweine werden oft auf weniger als einem Quadratmeter gehalten, auf Spaltenböden, ohne Stroh oder Auslauf.

-    Rinder verbringen einen Großteil ihres Lebens angebunden, ohne Möglichkeit zur Bewegung.

-    Masthühner erreichen ihr Schlachtgewicht in nur 30 Tagen – mit Knochen und Organen, die unter dieser Belastung oft versagen.

-    Jedes Jahr sterben über 50 Millionen Tiere noch vor der Schlachtung an Krankheiten, Stress oder Verletzungen.

Diese Zahlen sind keine Randnotiz. Sie sind ein moralischer Prüfstein für eine Gesellschaft, die sich selbst als zivilisiert, gerecht und empathisch versteht.

Das Problem: Normalisierung des Unnormalen:
Das industrielle System der Tierhaltung hat es geschafft, das Unethische zu standardisieren. Tierquälerei ist verboten – aber millionenfach gesetzlich erlaubt, solange sie wirtschaftlich begründbar ist.
Das Tierwohl steht in permanentem Widerspruch zu Profiten, Wachstum und Billigpreisen. Leid wird nicht nur hingenommen – es wird eingeplant. Und wir als Gesellschaft, als Verbraucher und als Politik haben es über Jahre stillschweigend toleriert.

Lösungen, die in Ihrer Hand liegen:
Es gibt Wege aus dieser moralischen Sackgasse – und sie liegen nicht in ideologischen Extremen, sondern im verantwortungsvollen Handeln:

1.)    Einführung deutlich strengerer Haltungsstandards, die Tierverhalten, Platzbedarf, Licht, Beschäftigung und Sozialkontakte berücksichtigen.

2.)    Abschaffung der Anbindehaltung von Rindern – ein System aus einer anderen Zeit.

3.)    Förderung pflanzlicher Alternativen und der Forschung an tierfreien Produkten, z. B. durch Steuersenkungen oder Investitionshilfen.

4.)    Echte Transparenz bei Tierprodukten: verpflichtende Kennzeichnung mit Herkunft, Haltung und Transport.

5.)    Reduktion von Tiertransportzeiten, mehr Kontrollen und empfindliche Strafen bei Verstößen.

6.)    Verbindliche Obergrenzen für Tierbestände pro Betrieb, um industrielle Tierhaltung schrittweise zu begrenzen.

7.)    Tierwohl in die Gemeinwohlförderung integrieren: Landwirte unterstützen, die auf tierfreundliche, nachhaltige Landwirtschaft umstellen wollen.

Ein Appell für unsere gemeinsame Zukunft:
Herr Bundeskanzler, die Welt ist voller Krisen. Krieg, Klimawandel, soziale Ungleichheit – sie überfordern uns zuweilen. Doch gerade deshalb sollten wir nicht wegsehen, wo wir tatsächlich verändern können, mit verhältnismäßigem Aufwand und großer Wirkung. Der Umgang mit Tieren ist ein Gradmesser für die ethische Reife einer Gesellschaft. Was sagt es über uns, wenn wir technische Intelligenz feiern, aber unser Mitgefühl gleichzeitig verkümmern lassen?

Ich bitte Sie von Herzen: Machen Sie das Thema Tierwohl zu einem politischen Schwerpunkt. Nicht aus Imagegründen, nicht aus Kalkül – sondern weil es das Richtige ist.

Mit hoffnungsvollen Grüßen, 

Sarah Baumgärtner

9.199

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Alana Schubert und 14 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Scholz,

ich schreibe Ihnen als Bürgerin dieses Landes, als Mensch mit einem Herzen für die Schwächsten und als Stimme für jene, die keine eigene haben – unsere Tiere.

In einer Welt, die sich in atemberaubendem Tempo technologisch, wirtschaftlich und digital weiterentwickelt, scheint ein grundlegender Wert mehr und mehr verloren zu gehen: das Mitgefühl. Während wir über künstliche Intelligenz, globale Märkte und militärische Konflikte diskutieren, geschieht täglich millionenfaches Leid – leise, unsichtbar und systematisiert: das Leid der Tiere in der Massentierhaltung.

Die Realität hinter verschlossenen Türen:
Jährlich werden in Deutschland über 750 Millionen Tiere in der Landwirtschaft gehalten – die allermeisten davon unter Bedingungen, die in keinem Verhältnis zu ihrem natürlichen Verhalten oder einem artgerechten Leben stehen.

-    Schweine werden oft auf weniger als einem Quadratmeter gehalten, auf Spaltenböden, ohne Stroh oder Auslauf.

-    Rinder verbringen einen Großteil ihres Lebens angebunden, ohne Möglichkeit zur Bewegung.

-    Masthühner erreichen ihr Schlachtgewicht in nur 30 Tagen – mit Knochen und Organen, die unter dieser Belastung oft versagen.

-    Jedes Jahr sterben über 50 Millionen Tiere noch vor der Schlachtung an Krankheiten, Stress oder Verletzungen.

Diese Zahlen sind keine Randnotiz. Sie sind ein moralischer Prüfstein für eine Gesellschaft, die sich selbst als zivilisiert, gerecht und empathisch versteht.

Das Problem: Normalisierung des Unnormalen:
Das industrielle System der Tierhaltung hat es geschafft, das Unethische zu standardisieren. Tierquälerei ist verboten – aber millionenfach gesetzlich erlaubt, solange sie wirtschaftlich begründbar ist.
Das Tierwohl steht in permanentem Widerspruch zu Profiten, Wachstum und Billigpreisen. Leid wird nicht nur hingenommen – es wird eingeplant. Und wir als Gesellschaft, als Verbraucher und als Politik haben es über Jahre stillschweigend toleriert.

Lösungen, die in Ihrer Hand liegen:
Es gibt Wege aus dieser moralischen Sackgasse – und sie liegen nicht in ideologischen Extremen, sondern im verantwortungsvollen Handeln:

1.)    Einführung deutlich strengerer Haltungsstandards, die Tierverhalten, Platzbedarf, Licht, Beschäftigung und Sozialkontakte berücksichtigen.

2.)    Abschaffung der Anbindehaltung von Rindern – ein System aus einer anderen Zeit.

3.)    Förderung pflanzlicher Alternativen und der Forschung an tierfreien Produkten, z. B. durch Steuersenkungen oder Investitionshilfen.

4.)    Echte Transparenz bei Tierprodukten: verpflichtende Kennzeichnung mit Herkunft, Haltung und Transport.

5.)    Reduktion von Tiertransportzeiten, mehr Kontrollen und empfindliche Strafen bei Verstößen.

6.)    Verbindliche Obergrenzen für Tierbestände pro Betrieb, um industrielle Tierhaltung schrittweise zu begrenzen.

7.)    Tierwohl in die Gemeinwohlförderung integrieren: Landwirte unterstützen, die auf tierfreundliche, nachhaltige Landwirtschaft umstellen wollen.

Ein Appell für unsere gemeinsame Zukunft:
Herr Bundeskanzler, die Welt ist voller Krisen. Krieg, Klimawandel, soziale Ungleichheit – sie überfordern uns zuweilen. Doch gerade deshalb sollten wir nicht wegsehen, wo wir tatsächlich verändern können, mit verhältnismäßigem Aufwand und großer Wirkung. Der Umgang mit Tieren ist ein Gradmesser für die ethische Reife einer Gesellschaft. Was sagt es über uns, wenn wir technische Intelligenz feiern, aber unser Mitgefühl gleichzeitig verkümmern lassen?

Ich bitte Sie von Herzen: Machen Sie das Thema Tierwohl zu einem politischen Schwerpunkt. Nicht aus Imagegründen, nicht aus Kalkül – sondern weil es das Richtige ist.

Mit hoffnungsvollen Grüßen, 

Sarah Baumgärtner

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