

Liebe UnterstützerInnen für den Erhalt des SEZ,
heute wende ich mich mit einer großen Bitte an Sie.
Die von der WBM beim Büro Stefan Forster beauftragte Machbarkeitsstudie zu Abriss des SEZ und Neubebauung des SEZ-Geländes liegt mittlerweile vor. Sie ist unter Verschluss. Den Abgeordneten des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wurde ein kleiner Auszug zur Verfügung gestellt. Auf Antrag konnten Ausschussmitglieder die weiteren Unterlagen einsehen, die jedoch wichtige Fakten wie die Kosten für den Abriss, die Schadstoffsanierung, die Geländeerschließung und Neubebauung nicht enthielten.
Währenddessen treibt die WBM unter Hochdruck den Abriss am SEZ voran. Die illegal begonnenen und nachträglich genehmigten Abrissarbeiten an Fassade und Dach der Eisbahn sowie am Außenbecken werden fortgesetzt. Zwischenzeitlich hat die WBM schon den “Rückbau Phase 2” beauftragt. Noch sind die Schäden am Gebäude überschaubar und reversibel. Aber es braucht dringend einen Abriss-Stopp.
Kommende Woche Montag, den 19.01., werden die Machbarkeitsstudie und der nach wie vor offene Antrag der Partei Die Linke zum SEZ-Erhalt im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen beraten.
Deshalb meine große Bitte: Schreiben Sie heute, morgen oder in den nächsten Tagen an die Abgeordneten des StaWo-Ausschusses, insbesondere an die Regierungsparteien SPD und CDU.
Nachfolgend finden Sie die E-Mail-Adressen, Argumente und Beispielmails.
1) E-Mail-Adressen:
- Frau Hendrikje Klein, Die Linke, klein@linksfraktion.berlin
- Herr Stefan Häntsch, CDU, info@stefan-haentsch.de
- Herr Mathias Schulz, SPD, mathias.schulz@spd.parlament-berlin.de
- Frau Katrin Schmidberger, Bündnis 90/Die Grünen, katrin.schmidberger@gruene-fraktion.berlin
- Frau Stefanie Bung, CDU, bung@cdu-fraktion.berlin.de
- Herr Johannes Kraft, CDU, post@johannes-kraft.de
- Herr Johannes Martin, CDU, buero@martin.berlin
- Herr Peer Mock-Stümer, CDU, info@mock-stuemer.de
- Herr Dr. Ersin Nas, CDU, info@ersin-nas.de
- Frau Katharina Senge, CDU, post@katharina-senge.de
- Frau Lilia Usik, CDU, kontakt@lilia-usik.de
- Frau Sevim Aydin, SPD, kontakt@sevim-aydin.de
- Herr Marcel Hopp, SPD, kontakt@marcelhopp.de
- Herr Dr. Matthias Kollatz, SPD, Matthias.Kollatz@spd.parlament-berlin.de
- Frau Dr. Maja Lasic, SPD, info@maja-lasic.de
- Frau Daniela Billig, Bündnis 90/Die Grünen, daniela.billig@gruene-fraktion.berlin
- Frau Dr. Susanna Kahlefeld, Bündnis 90/Die Grünen, susanna.kahlefeld@gruene-fraktion.berlin
- Herr Andreas Otto, Bündnis 90/Die Grünen, andreas.otto@gruene-fraktion.berlin
- Herr Julian Schwarze, Bündnis 90/Die Grünen, julian.schwarze@gruene-fraktion.berlin
- Herr Dr. Michael Efler, Die Linke, efler@linksfraktion.berlin
- Herr Niklas Schenker, Die Linke, schenker@linksfraktion.berlin
- Herr Dr. Alexander King, fraktionslos, king@alexander-king.de
2) Argumente / Aufruf von Gemeingut in BürgerInnenhand
Liebe Freundinnen und Freunde,
das SEZ braucht eure akute Unterstützung, und zwar durch Emails von euch bis spätestens Montag (!) früh.
Dem architektonisch, historisch und städtebaulich bedeutenden Bau droht der Abriss.
Damit ginge auch eine wertvolle und große Sportstätte für immer verloren.
Die Naturfreunde und Gemeingut lassen zwar eine Klage vorbereiten, aber es kann gut sein, dass wir zu spät kommen.
Wir müssen juristisch sorgfältig sein, sonst haben wir keine Chance. Das braucht Zeit. Deswegen müssen wir Zeit gewinnen.
Am Montag ist im Abgeordnetenhaus die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, das SEZ wird Thema sein.
Seit gestern (!) wissen wir durch Akteneinsicht von Abgeordneten der Grünen, dass die bisherigen Unterlagen unvollständig und widersprüchlich sind.
Bitte schreibt diesen fünf SPD-Abgeordneten, dass sie dringend am Montag eine öffentliche Anhörung zum SEZ beantragen sollen:
Dr. Matthias Kollatz, Matthias.Kollatz@spd.parlament-berlin.de
Mathias Schulz, mathias.schulz@spd.parlament-berlin.de
Sevim Aydin, kontakt@sevim-aydin.de
Marcel Hopp, kontakt@marcelhopp.de
Dr. Maja Lasic, info@maja-lasic.de
Die WBM schafft im Moment Fakten mit einem Bagger, und womöglich kommt sie damit durch. Im Rahmen einer angeblichen Schadstoffuntersuchung werden seit Wochen Gebäudeteile abgerissen. Florian Schmidt, Baustadtrat im Bezirk, hatte dagegen erfolgreich einen Baustopp verhängt. Aber jetzt liegt mit Bandscheibenvorfall im Bett und kann nicht weiter einschreiten. Kürzlich hat die WBM auch den Auftrag für den Komplettabriss unterschrieben. Dabei gibt es jede Menge Widersprüchlichkeiten bezüglich Kosten und Planung.
Mit anderen Worten: Es droht der SEZ-Abriss im Frühjahr, aber ob am Standort jemals bezahlbare Wohnungen stehen werden, ist mehr als fraglich.
Das sind die wichtigsten Unklarheiten im Moment:
- Die geplante Bebauung ist höher als der Bebauungsplan es zulässt, wie soll das gehen? Die geplante Bebauung sieht Wohnungen im ersten 1. OG zu, das lässt der Bebauungsplan auch nicht zu. Soll der Bebauungsplan geändert werden? Wie viele Jahre wird das dauern, in denen dann gar nicht gebaut wird? Wieso jetzt schon abreißen? Für den Erhalt des SEZ muss der Bebauungsplan übrigens nicht geändert werden, das SEZ genießt Bestandsschutz.
- Die Abrisskosten werden dem Parlament verheimlicht. Wenn sie sehr hoch sind, wird der Wohnraum am Standort nur für Reiche bezahlbar - oder Berlin muss viele Jahrzehnte gigantische Zuschüsse bezahlen, mit denen man anderswo viel mehr Wohnraum schaffen könnte. Kostet der Abriss etwa mehr als eine Sanierung?
- Mit dem SEZ indentifizieren sich viele Menschen, die aus Ostberlin kommen oder heute dort wohnen. Die WMB hat jedoch in einer "Machbarkeitsstudie" den Erhalt des SEZ explizit ausgeschlossen - noch nicht einmal die Möglichkeit wurde also geprüft! Warum nicht? Matthias Kollatz und Mathias Schulz haben am Runden Tisch Liegenschaftspolitik im November 2025 versprochen, wenigstens die Prüfung von einem Teilerhalt prüfen zu lassen, was ist aus dem Versprechen geworden?
- Der Senator Christian Gaebler verweigert sich jeder Diskussion. Über zwanzigtausend Unterschriften, Gesprächsanfragen -- er ignoriert alles, schlägt jede Einladung aus. Hat er keine Argumente? Ein verordneter Abriss ohne jegliche Diskussion, auch ohne Diskussion im Parlament, kann als Autoritarismus verstanden werden. Will die SPD damit Stimmen gewinnen? Welche Bürgerbeteiligung schwebt der SPD vor?
- Dass die SPD Wohnungen baut, glaubt kaum jemand - die städtischen Wohnungsbaugesellschaften schaffen seit Jahren ihre Quoten nicht, auch die WBM nicht. Anwohner werden die SPD sicher auch nicht aus Dankbarkeit für eine weitere Nachverdichtung wählen - in einem Siedlungsgebiet, das mit die höchste Einwohnerdichte in ganz Europa aufweist. Durch irre teuren Neubau in der Nachbarschaft sinken ihre Mieten auch nicht, im Gegenteil. Warum werden die Anwohner nicht beteiligt?
- Sportstätten sind in der Umgebung erwiesenermaßen krasse Mangelware, siehe soziales Infrastrukturkonzept SiKo. Es werden auch keine neuen Sportstätten geplant, trotz Nachverdichtung. Will Berlin nur noch Wohnungen, keine sonstige Infrastruktur mehr? Viele Kinder haben Adipositas - krankhafte Fettleibigkeit, oder psychische Störungen. Selbst Kleinstädte und Dörfer bieten pro Einwohner in Sachen Sport mehr an als die Hauptstadt, warum? Warum werden dann nicht auch die Opern abgerissen, die letzten Bäder und Eishallen, die Theater, die Parks und Plätze? Ist bezahlbar wohnen ist gleichbedeutend mit dem Abriss von allem anderen?
Schreibt in diesem Sinne, wählt am besten eigene Worte. Auch wenn ihr nur eine Email schreibt, hilft es!
Wichtig ist, die Bitte um Anhörung an den Anfang zu stellen oder in den Betreff zu nehmen.
Bleibt höflich, Emotionen zu zeigen ("ich bin wütend") ist aber nicht verboten.
Schickt diese Email wenn möglich auch an eine Freundin / einen Freund, mit der Bitte, ebenfalls eine kurze Email zu schreiben.
Herzliche Grüße sendet: Carl Waßmuth
3) Beispiel-E-Mail 1
Sehr geehrte/r Frau Herr …,
im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen am kommenden Montag, 19.01., wird das Sport- und Erholungszentrum (SEZ) auf der Tagesordnung stehen. Hierzu möchte ich Ihnen einige wichtige Hinweise geben.
Die nun vorliegende Machbarkeitsstudie hatte den Erhalt des SEZ kategorisch ausgeschlossen. Auch enthält sie keine konkreten Angaben zur Bereitstellung von Sportflächen, die der aktuell gültige Bebauungsplan aber vorsieht, ebenso wie den Bestandsschutz fürs SEZ.
Das vorliegende Papier enthält unrealistisch geschönte Visualisierungen, die der tatsächlichen Verkehrssituation an der vielbefahrenen Kreuzung Landsberger Allee / Danziger Straße nicht entfernt nahe kommt. Der gültige Bebauungsplan erlaubt aufgrund der sehr hohen Lärmbelastung auch keine Wohnnutzung im 1. Obergeschoss der Landsberger Allee (s. Begründung zum B-Plan vom 13.12.2018, S. 112: "Entlang der Landsberger Allee werden im ersten und zweiten Vollgeschoss ausnahmslos die höchsten Beurteilungspegel [...] prognostiziert, so dass ein Ausschluss von Wohnungen bis zu einer Höhe von 59,2 m ü. NHN folgerichtig ist."). Das erste Vollgeschoss der vorliegenden Planung des Büros Stefan Forster beginnt bei 51,30 m ü. NHN, das zweite Vollgeschoss (1. OG) beginnt bei 57 m ü. NHN und endet bei 60,15 m ü. NHN. Die Menschen wohnen aber nicht erst ab 2,20 m Raumhöhe unter der Decke. Entsprechend ist die Planung in der aktuellen Machbarkeitsstudie, im 1. OG in der Landsberger Allee Wohnungen vorzusehen, schlicht falsch. Folglich verringern sich die Angaben zu Flächen und Anzahl umsetzbarer Wohnungen.
Völlig unverständlich finde ich in der aktuellen Situation, dass bereits Phase 1 des Rückbaus des SEZ umgesetzt wird, mit Abrissarbeiten an Fassade und Dach der Eisbahn sowie dem mit dem Gebäude über eine Schwimmschleuse fest verbundenen Außenbecken, seit November 2025 und ursprünglich ohne rechtliche Grundlage (Abrissanzeige/-genehmigung). Und auch Phase 2 des Rückbaus des SEZ hat die WBM bereits beauftragt (Beauftragung Nr. 2025-0274 vom 15.12.2025, Auftragnehmer RWG I Abbruch und Tiefbau GmbH, nach beschränkter Ausschreibung).
Die Abbrucharbeiten im Auftrag der WBM begannen also lange bevor dem Parlament die Machbarkeitsstudie vorlag. Und dabei ist die WBM noch nicht gesichert Eigentümerin, weil weiterhin Klagen des vorherigen privaten Eigentümers anhängig sind. Entsprechend mussten Museen, die Inventar aus dem SEZ gesichert haben, Überlassungsvereinbarungen unterzeichnen. Weitere Klagen der Naturfreunde Berlin wurden in einer gemeinsamen Pressekonferenz zusammen mit Gemeingut in BürgerInnenhand angekündigt und werden kurzfristig eingereicht. Den Abbruch unter solch unsicheren rechtlichen Bedingungen voranzutreiben und damit Schadensersatzforderungen zu riskieren, scheint mir ein fahrlässiger Umgang mit Steuermitteln zu sein.
Auch lässt die vorliegende Machbarkeitsstudie komplett Transparenz in Bezug auf die anfallenden Kostenvermissen. Nicht nur, dass ein Erhalt oder Teilerhalt von vornherein ausgeschlossen wurde und entsprechend keine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zu Sanierung vs. Abriss und Neubau erfolgen kann. Nicht einmal die Kosten der bereits beauftragten Abrissarbeiten noch der folgenden Abriss-, Schadstoffsanierungs-, Erschließungs- und Neubauarbeiten werden mit der vorliegenden Machbarkeitsstudie dem Parlament oder gar der Öffentlichkeit transparent gemacht.
Dabei ist bekannt, dass die WBM auch nach Abriss des SEZ aus Wirtschaftlichkeitsgründen vom Projekt zurücktreten kann und der Steuerzahler dann alle bis dahin angefallenen Kosten erstattet. Es ist also gut möglich, dass mit dem Abriss nun Fakten geschaffen werden, aber die veranschlagten Wohnungen insbesondere mit dem hohen Anteil an preisgebundenem Wohnraum nie von der WBM errichtet werden, sondern das dann leere, erschlossene und enorm im Wert gestiegene Grundstück anderweitig verwertet wird. Der aktuelle B-Plan, der unter anderen Vorzeichen aufgestellt wurde (als Verhinderungsplanung) und nach sieben Jahren ohnehin auf den Prüfstand gehört, sieht entsprechend hinter der von Lärm und Schadstoffen abschirmenden Blockrandbebauung im hinteren Grundstücksteil Solitärbauten mit privater Parkanlage vor.
Die in der aktuellen Machbarkeitsstudie geplanten Flächen weichen auch vom aktuellen Bebauungsplan ab, weshalb eine Anpassung des B-Plans erforderlich wird. Die WBM hat entsprechend auch schon folgenden Auftrag vergeben: 2025-0195, Ausschreibung gemäß §50 UVgO (A50), Landsberger Allee 77, Studie zur Verdichtung mit Teil-Anpassung B-Plan, 02.09.2025, GP Planwerk GmbH. Dies sollte einen parlamentarischen Beschlusserforderlich machen. Wenn der Bebauungsplan ohnehin angepasst werden muss, sollte die Gelegenheit genutzt werden, die aktuellen Bedarfe des Bezirkes und der Wähler*innen partizipativ zu berücksichtigen.
Die in der Machbarkeitsstudie getroffenen Aussagen zum faunistischen Gutachten erscheinen fragwürdig, da die in der Begründung zum B-Plan genannte faunistische Kartierung von 2016/17 streng geschützte jagende Zwergfledermäuse und besonders geschützte Singvogelarten, teilweise Baumbrüter (s. S. 47, 75 Begründung zum B-Plan) ergab. Laut Artenschutzexperten ist auch von Gebäudebrütern im SEZ auszugehen. Da das Gelände in den vergangenen Jahren von wenig Menschen genutzt wurde, ist eher von weiteren dort heimischen Tierarten auszugehen als von weniger.
Auch die Aussage, dass Feuchtigkeit das Tragwerk aus Beton und Stahl geschädigt hätte, ist fachlich als höchst fragwürdig einzuschätzen.
Unabhängig davon, dass Feuchtigkeit das Tragwerk nicht beeinträchtigt, sollte sie trotzdem im Gebäude vermieden werden. Bekanntermaßen läuft der Keller langsam voll Wasser, weil durch die Stromabstellung im Dezember 2024 das ins Schwallbecken unter dem Schwimmbad geleitete Regenwasser nicht mehr herausgepumpt wird. Vor der Stromabstellung war der Keller im SEZ trocken, was mit Fotos belegt werden kann. Es wäre dringend geboten, die Pumpen wieder in Betrieb zu nehmen und den Keller auszupumpen, um weitere Schimmelbildung zu verhindern. Der letzte Zwischennutzer Recede Club hatte sich nach der Stromabstellung im Gebäude mit straßenseitigem Strom versorgt. Vielleicht wäre das hier auch möglich. Zudem sollten Undichtigkeiten am Dach abgedichtet werden.
Bei all den vorgenannten Ungereimtheiten im Zusammenhang mit der vorliegenden Machbarkeitsstudie und den bereits erfolgten und von der WBM beauftragten Arbeiten bitte ich Sie nicht nur um kritische Prüfung und Diskussion der vorliegenden Unterlagen, sondern auch um die Möglichkeit einer Anhörung der Initiativen "SEZ für alle!" und "Gemeingut in BürgerInnenhand" im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. Mit den aktuell vorliegenden Unterlagen halte ich eine fundierte Entscheidung auch zum zu beratenden Antrag der Partei Die Linke für nicht gegeben.
Bitte denken Sie an die Bedeutung des SEZ für die Menschen in unserer Stadt. Auch die Fachwelt und zuletzt auch namhafte Wissenschaftler*innen setzen sich für einen anderen Umgang mit diesem bedeutenden Zeugnis der deutsch-deutschen Geschichte, diesem baukulturellen Erbe der DDR und den so dringend benötigten Flächen für Sport, Erholung, Begegnung und Demokratieförderung in einem der am dichtesten besiedelten Bezirke ein. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg hat an dieser Stelle einen enormen Bedarf an sozialer Infrastruktur, insbesondere Sportflächen (s. soziales Infrastrukturkonzept SiKo) und setzt sich deshalb seit vielen Jahren und auch weiterhin für den Erhalt ein.
Wir befinden uns im Wahljahr. Ein Großteil der Wähler wird es nicht verzeihen, wenn der Abriss des SEZ weiter voran getrieben wird mit so viel Ungereimtheiten, Intransparenz und vor allem, ohne die Möglichkeit eines Erhalts überhaupt zu prüfen.
Herr Dr. Kollatz und Herr Schulz hatten kürzlich beim Runden Tisch Liegenschaftspolitik zugesagt, sich für eine weitere Machbarkeitsstudie zum SEZ-Gelände einzusetzen, sofern die zunächst von der WBM beauftragte Machbarkeitsstudie die Erwartungen an Erhalt und Sportnutzung nicht erfüllt. Darum möchte ich Sie ebenfalls bitten.
Bitte setzen Sie sich am Montag ein für eine Anhörung sowie eine weitere Machbarkeitsstudie, die eine Erhaltsbetrachtung einschließt.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung.
Mit freundlichen Grüßen
Vorname Name
4) Beispiel-E-Mail 2
Sehr geehrte/r Frau/Herr …,
am Montag steht das SEZ wieder auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung.
Wir bitten Sie ganz herzlich, eine öffentliche Anhörung zum SEZ / SEZ-Abriss zu beantragen bzw. dafür zu stimmen.
Damit würden Sie der Bürgerbeteiligung und der Transparenz in Berlin einen großen Gefallen tun.
Über die von der WBM beauftragte Machbarkeitsstudie wurden neue Informationen bekannt. Daraus ergeben sich viele neue Widersprüche und Fragen. Diese Punkte sollten geklärt werden, bevor der Abriss beginnt, alles andere geht in Richtung Vertuschung und ist sicher nicht hilfreich für den anstehenden Wahlkampf.
Wenn die WBM alles richtig gemacht und nur ungeschickt kommuniziert ha, kann das in der Anhörung geklärt werden.
Hier einige Punkte:
- Die Untersuchungen zum Lärmschutz passen nicht mit den Verkehrszahlen der Kreuzung zusammen. Im Entwurf sind im 1. OG Wohnungen vorgesehen, das wird aus Gründen des Lärmschutzes aber nicht gehen. Damit ist die Zahl "bis zu 680 Wohnungen" nicht haltbar bzw. muss im Genehmigungsprozess wieder nach unten korrigiert werden.
- Die vorgesehene Bebauung passt nicht vollständig zum B-Plan, der müsste also geändert werden. Auf den B-Plan wurde immer wieder als Sachzwang verwiesen. Es kommt die Frage auf, weswegen er für Nachverdichtung / Gewerbebau geändert werden kann, aber nicht für einen auch nur teilweisen Erhalt des SEZ?
- Die Abrisskosten wurden offenbar nicht ermittelt. Damit ist das Ganze ein ungedeckter Scheck zu Lasten der Steuerzahlenden.
- Es wird von einem "Faunistisches Gutachten" berichtet, das aber wohl wichtige artenschutzrechtliche Fragen offen lässt.
- Es wird behauptet, die Feuchtigkeit im Bauwerk würde die Standsicherheit gefährden. Das ist bei der Bauweise (Stahlbeton, Stahl) unmöglich. Ein Gutachten dazu liegt auch nicht vor. Falls es zu Abrostungen kommt, dauert es viele Jahre, bis die Querschnitte tragsicherheitsrelevant geschädigt sind.
- Es wurden Schadstoffe im Bauwerk gefunden. Diese Schadstoffe könnten im Großen und ganzen bei einem Weiterbetrieb bedenkenlos im Bauwerk verbleiben. Wird allerdings abgerissen, muss vorher sortenrein getrennt werden, sonst entsteht ein riesiger Berg Sondermüll. Es ist nicht ersichtlich, dass die WMB hierzu mit der gebotenen Sorgfalt aktiv ist.
Mit freundlichen Grüßen
Vorname Nachname
Bitte schreiben Sie ebenfalls den Abgeordneten, gern in eigenen Worten, und fordern ebenfalls eine Anhörung. Vielen Dank.
Zu den anderen wichtigen Ereignisse in der letzten Zeit (u.a. offener Brief von WissenschaftlerInnen, Pressekonferenz von Gemeingut in BürgerInnenhand und Naturfreunde Berlin zur geplanten Klage, Veröffentlichung der Denkmalschutzbefassung aus 2022), folgt bald ein weiteres Update.
Bitte unterstützen Sie uns auch weiterhin durch Unterschreiben und Teilen der Petitionen
✍ https://www.change.org/p/das-sez-sanieren-und-als-sport-und-freizeitfläche-für-alle-wiederöffnen
✍ https://www.gemeingut.org/sez-retten-abriss-stoppen/
✍ https://www.gemeingut.org/SEZ-schuetzen
durch Teilnahme an unseren Demos, am Runden Tisch, durch E-Mails oder Briefe an Politiker*innen sowie Ideen und fachliche Hinweise. Vielen Dank.
Herzlichst, Susanne Lorenz