

Liebe UnterstützerInnen für den Erhalt des SEZ,
am 20. März jährt sich die Eröffnung des einzigartigen SEZ zum 44. Mal. Das nehmen wir zum Anlass, das SEZ zu feiern und eine Wiedereröffnung sowie erneute Zwischennutzungen zu fordern.
Deshalb laden wir alle UnterstützerInnen herzlich ein, gemeinsam mit uns am
Samstag, den 22.03.2025, ab 14 Uhr auf der
"44. Geburtstags-SportKultur-Fest: Demo!"
vor dem Haupteingang in der Landsberger Allee 77
zu feiern, Sport zu machen und für den Erhalt des SEZ zu demonstrieren.
Neben Redebeiträgen diverser ExpertInnen gibt es wieder aktivierende "Medizin nach Noten" mit Moderator-Legende Karl-Heinz Wendorff, musikalische Unterhaltung und eine mobile Sauna - wer möchte, kann vor Ort saunieren. Das weitere Programm planen wir gerade, es wird für große und kleine SEZ-Fans etwas dabei sein.
Deshalb bitte alle kommen, alle(s) mitbringen und Krach machen für die Zukunft des SEZ!
Wer bei den Vorbereitungen zur Demo und beim Verteilen von Flyern oder Plakaten helfen mag, ist gern zu unserem nächsten offenen Ini-Treffen eingeladen. Sobald Ort (im Friedrichshain nahe dem SEZ) und Uhrzeit (montags abends) feststehen, wird dies über den Ini-Newsletter angekündigt.
Um in den Verteiler aufgenommen zu werden, schreiben Sie bitte an info@sez-fuer-alle.de.
Hier der Flyer zum Online- und Offline-Teilen: https://sez-fuer-alle.de/wp-content/uploads/2025/02/SEZ-Geburtstag-final.pdf
Kurz vor der Demo lädt Gemeingut in BürgerInnenhand am Donnerstag, 20.03.2025, ab 17 Uhr politisch Verantwortliche und fachliche Experten zum Runden Tisch zum SEZ ein. Das Einladungsschreiben folgt am Ende.
Im Abgeordnetenhaus wird derzeit über den Antrag "Das SEZ nicht abreißen!" (Drucksache 19/2217, https://www.parlament-berlin.de/ados/19/Sport/vorgang/sp19-0141-v.pdf) der Linken beraten. Darin werden ein Baugutachten, eine Machbarkeitsstudie, ein städtebaulicher Ideenwettbewerb und Zwischennutzungen des SEZ gefordert. Am Freitag, 28.02.2025, tagt dazu der Sportausschuss von 10-13 Uhr im Abgeordnetenhaus, Raum 311 (Bernhard-Letterhaus-Saal), Niederkirchnerstraße 5, 10117 Berlin öffentlich. Wer vor Ort zuschauen mag, kann sich hier als Besucher anmelden: https://www.parlament-berlin.de/termine/ticket-reservation/3872
Nach der Beratung im Sport-Ausschuss geht der Antrag in den federführenden Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen.
In der Tageszeitung nd erschien dazu und zur aktuellen Situation des SEZ ein ausführlicher und fundierter Artikel: "DDR-Erbe in Berlin: Letzte Chance für das SEZ. Hauptstadt-Linke drängt auf Baugutachten zum ehemaligen Sport- und Erholungszentrum in Friedrichshain"
Bitte unterstützen Sie uns weiter durch Unterschreiben und Teilen der Petitionen
✍ https://www.change.org/p/das-sez-sanieren-und-als-sport-und-freizeitfläche-für-alle-wiederöffnen
✍ https://www.gemeingut.org/sez-retten-abriss-stoppen/
✍ https://www.gemeingut.org/SEZ-schuetzen
durch Ideen, fachliche Hinweise und aktive Teilnahme an unseren Treffen und Veranstaltungen. Danke.
Herzlichst, Susanne Lorenz
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Einladung von Gemeingut in BürgerInnenhand:
Wir müssen reden! Erster Runder Tisch zum SEZ am 20. März ab 17 Uhr
Liebe Freundinnen und Freunde des SEZ,
am 12. Januar haben wir im ausverkauften Roten Salon der Volksbühne über den drohenden Abriss des SEZ diskutiert. Eingangs spielte eine Geigerin „Am Fenster“ von City. Dann kam eine Schauspielerin auf die Bühne, nahm die Geige, stieß ein Messer hinein und hebelte ein ellengroßes Stück Holz heraus. Die Geige war zerstört, man kann nie wieder darauf spielen. Das tat weh, auch uns. Wir hatten uns für diese drastische Veranschaulichung entschieden, weil wir hoffen, weit größere Zerstörungen verhindern zu können. Das Jahn-Stadion stand zu diesem Zeitpunkt noch. Heute, sechs Wochen später, ist das Jahn-Stadion kaputter als die Geige. Leider ist das kein Theater, sondern die reale Abrisswut von CDU und SPD.
Und das ist noch nicht alles. Auch beim SEZ ist der schwarz-rote Senat entschlossener denn je, das Gebäude zu zerstören. Mit Baggern soll es kleingeschlagen werden und abgetragen bis auf die Fundamente. Am Ende wird nur noch ein Loch im Boden bleiben. Die Planungen für den Abriss wurden bereits ausgeschrieben. Mit den Bürgerinnen und Bürgern über das Schicksal des SEZ zu reden halten der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, Bausenator Christian Gaebler und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey für überflüssig. Bisher haben wir auf unsere Gesprächsanfragen nur Absagen bekommen – oder sie wurden gar nicht beantwortet.
Der Senat spricht lieber per Pressekonferenz mit der Mitwelt. Dort erfährt man, dass auf dem Gelände eine Schule entstehen soll und bezahlbarer Wohnraum. Eine Schule? Den Kitas der Umgebung gehen die Kinder aus, in Kürze werden sich auch die Schulen leeren. Bezahlbarer Wohnraum? Preist man die enormen Abrisskosten ein, werden die Mieten bei 15 Euro pro Quadratmeter aufwärts liegen. Übrigens: Der Bebauungsplan sieht vor allem enorme Gewerbeflächen vor, und Stadtvillen.
Derweil wird das SEZ wissentlich zur Bauruine gemacht. Noch ist das Gebäude fast völlig intakt, von wenigen Stellen abgesehen, wo es hineintropft. Zwischennutzungen sind möglich und würden Kürzungs-Berlin auch Geld einbringen. Aber das Gebäude wurde abgeriegelt und Strom und Wasser abgestellt. Damit steht auch eine wichtige Entwässerungspumpe still, und so läuft der Keller seit acht Wochen voll Wasser. Was dem Pseudo-Investor in 20 Jahren nicht gelungen war, das schafft der Senat in wenigen Monaten: das wertvolle Multifunktionsgebäude zu einer Bauruine zu machen.
An den Senat: Wir wollen reden. Es geht um unser Geld, um unsere soziale Infrastruktur, um den Klimaschutz für die Zukunft unserer Kinder. Um unser kulturelles Erbe, um unsere Stadt. Dazu laden wir zu einem Runden Tisch zum SEZ ein. Wenn es gute Argumente für das gibt, was gerade mit dem SEZ passiert: Am 20. März bekommen Sie Gelegenheit, sich zu erklären. Unten fügen wir eine Liste der Eingeladenen aus Politik und Gesellschaft bei. Bitte beachten: Der Runde Tisch wird in jedem Fall stattfinden. Kommt niemand aus der Regierung, werden wir mit allen Interessierten beraten, was daraufhin zu tun ist. Um Anmeldung wird gebeten unter info@gemeingut.org.
Im Parlament wird derzeit über einen Antrag zum SEZ beraten, den die Linke eingebracht hat. Gefordert werden ein Baugutachten, eine Machbarkeitsstudie zur Wiederinbetriebnahme sowie Sport- und Freizeitangebote über Zwischennutzungen. Am Freitag tagt dazu der Sportausschuss des Abgeordnetenhauses von 10 bis 13 Uhr öffentlich. Kommt zahlreich, das macht Eindruck! Wer möchte, kann sich hier einen Platz reservieren lassen: besucherdienst@parlament-berlin.de.
Herzlich grüßen
Jorinde Schulz | Carl Waßmuth
für das Team von Gemeingut
PS: Beim SEZ versagt auch der Denkmalschutz. Die zuständige Behörde ist Bausenator Christian Gaebler unterstellt. Und so wurde im Westen den Teufelsberg unter Schutz gestellt und das ICC. Im Osten waren es Plattenbauten und einige U-Bahnhöfe – aber nicht das SEZ! In einer Demokratie sollte Denkmalschutz nicht nach Gutsherrenart gewährt oder verweigert werden. Das SEZ ist wegen seiner geschichtlichen, künstlerischen, wissenschaftlichen und städtebaulichen Bedeutung schutzwürdig. Unterstützt unseren Brief an Landeskonservator Dr. Christoph Rauhut: gemeingut.org/sez-schuetzen
PPS: Jetzt schon vormerken: Die zweite Sitzung vom Runden Tisch zum SEZ findet am 9. April um 18:30 Uhr statt. Der Ort steht noch nicht fest, aber man kann sich jetzt schon anmelden unter info@gemeingut.org
Erster Runder Tisch zum SEZ am 20. März ab 17 Uhr: eingeladen wurden:
• Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister, abgesagt am 11.02.
• Dr. Christoph Rauhut, Landeskonservator, abgesagt am 17.2
• Iris Spranger (SPD), Sportsenatorin, abgesagt am 19.2.
• Joe Chialo (CDU), Kultursenator, abgesagt am 21.2.
• Christian Gaebler (SPD), Bausenator, bisher keine Antwort
• Franzika Giffey, (SPD) Wirtschaftssenatorin, bisher keine Antwort
• Geschäftsführung der WBM, bisher keine Antwort
Entschuldigt durch einen parallelen Termin in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg:
• Clara Herrmann (B90/Grüne), Bezirksbürgermeisterin Friedrichshain-Kreuzberg
• Florian Schmidt (B90/Grüne), Baustadtrat Friedrichshain-Kreuzberg
Zugesagt haben:
• Architektenkammer Berlin
• Günter Reiss, Architekt des SEZ
• Hartmut Hempel, Geschäftsführer SEZ 1991 bis 1999
• Damiano Valgolio (Die Linke), MdA, Sprecher für Arbeit und Wirtschaft
• Bürgerinitiative Jahnsportpark
• Bürgerinitiative SEZ für Alle