

Liebe UnterstützerInnen für den Erhalt des SEZ,
am Wochenende sind Erinnerungen ans SEZ und/oder Kreativität gefragt. Gemeingut in BürgerInnenhand veranstaltet einen Raumschiff SEZ Archiv-Workshop mit dem feministischen Science-Fiction-Künstler*innenkollektiv Spaceship Beben. Gemeinsam soll ein kreatives Archiv der Erinnerungen und Geschichten rund ums SEZ aufgebaut werden.
Wann: Samstag, 12.10.2024, 15-18 Uhr
Wo: Gemeingut in BürgerInnenhand (GiB) e.V., Weidenweg 37, 10247 Berlin
Weitere Infos: https://www.gemeingut.org/events/sez-archiv-workshop-von-spaceship-beben/
In der MOZ erschien vor wenigen Tagen ein wunderbarer Artikel über Karl-Heinz Wendorff, den "Hausmoderator" im SEZ: "SEZ Berlin vor Abriss: DDR-Moderator Karl-Heinz Wendorff erinnert sich an Wellenbad-Partys / Party-Macher kämpft für sein SEZ"
Frau Neuendorff interviewte Herrn Wendorff zu seinen Erinnerungen - von der "Polar-Disko" und Wettkämpfen in der Rollschuh- und Eislauffläche "Polarium", vom "Mitternachtsschwimmen" im Badebereich mit Tauziehen im Wasser und Wettschimmen, vom zweitägigen "SEZ komplett" mit Bespielung des ganzen Hauses inkl. Sport- und Musikveranstaltungen sowie Auftritten von Künstlern, von Sprungshows am Sprungbecken, von "Muskelpartys" mit Bodybuildern, von SEZ Faschings- und Parkfesten, von der Bowlingbahn, Sauna, Spiel- und Sporthallen, den Restaurants und natürlich der legendären Fernsehsendung "Medizin nach Noten". Der Artikel liest sich wunderbar und macht große Lust auf eine Wiederbelebung dieses einmaligen Gebäudes. Karl-Heinz Wendorff möchte sich weiterhin mit unserer Initiative "SEZ für alle" für den Erhalt des SEZ einsetzen, wofür wir sehr dankbar sind. Hoffentlich können wir bald wieder gemeinsam "Medizin nach Noten" veranstalten, wie bei der Demo-Parade, nur dieses Mal nicht hinter, sondern im SEZ.
Im Berliner Kurier erschien der ebenfalls sehr lesenswerte Artikel "Berliner Senat: Im Westen das ICC retten, im Osten das SEZ abreißen"
Herr Koch-Klaucke berichtet, wie die Stadt unter großem Aufwand einen Investor für das seit 10 Jahren leerstehende und asbest-belastete ICC im Westteil der Stadt sucht, während das gut erhaltene, immer genutzte und asbest-freie SEZ im Ostteil der Stadt nach wie vor abgerissen werden soll, obwohl es im Friedrichshain nicht eine einzige Schwimmhalle gibt.
Ebenfalls im Berliner Kurier erschien der Artikel "Jahnstadion: Richter könnten den Abriss stoppen – Eilantrag eingegangen"
Herr Gehrke berichtet, dass der trotz großen Bürgerprotesten gestartete Abriss des Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadions durch einen gerichtlichen Eilantrag von Naturschützern noch gestoppt werden könnte. Unstrittig ist, dass der Jahn-Sportpark inklusiv nutzbar sein soll. Dafür erfordert es aber keinen teuren und klimaschädlichen Abriss und Neubau. Im städtebaulichen Wettbewerb gab es auch Vorschläge für eine deutlich kostengünstigere, nachhaltigere, klima- und umweltfreundlichere Sanierung. Mit dem Geld, das man mit der Sanierung gegenüber dem Abriss und Neubau sparen würde, könnte man vermutlich auch noch das SEZ sanieren.
Wann gibt es endlich ein Umdenken im Senat? Abriss und Neubau können wir uns auf Dauer nicht mehr leisten - nicht ökonomisch, nicht ökologisch und auch nicht unter Berücksichtigung historischer und städtebaulicher Bedeutungen besonderer Orte unserer Stadt.
Liebe EntscheiderInnen im Senat, bitte hören Sie auf die Proteste der BürgerInnen dieser Stadt, erhalten sie Jahn-Stadion und SEZ und investieren Sie in nachhaltige Sanierung statt ewiggestrigem Abriss-und-Neubau-Schema!
Bitte unterstützen Sie uns weiter - durch Unterschreiben und Teilen der Petitionen, historische Materialien, Ideen, Hinweise, Vernetzung sowie Teilnahme an unseren Treffen und Veranstaltungen. Jede und jeder ist herzlich willkommen mitzuhelfen, das wunderbare Sport- und Erholungszentrum vor dem Abriss zu bewahren und eine Sanierung und Wiedereröffnung für alle zu ermöglichen. Danke.
Herzlichst, Susanne Lorenz