Petition updateDas SEZ sanieren und als Sport- und Freizeitfläche für alle wiederöffnen!Artikel im Jacobin Magazin und MieterEcho zum SEZ
Susanne LorenzBerlin, Germany
Mar 18, 2024

Liebe UnterstützerInnen für den Erhalt des SEZ,

im Jacobin Magazin ist der Artikel "Berlin braucht das SEZ" erschienen:
https://jacobin.de/artikel/sez-ostberlin-abriss-soziale-infrastruktur

Es wird darauf hingewiesen, dass der Abriss des SEZ sowohl ein dramatischer Verlust baukulturellen Erbes der DDR als auch eine verpasste Chance, dringend benötigte soziale Infrastruktur wiederzubeleben, wäre. Mit dem SEZ verschwände ein in Beton, Stahl und Glas gegossener Meilenstein der städtebaulichen Entwicklung Ostberlins und ein wichtiger Treffpunkt für tausende Menschen. Es wird beschrieben, dass in der DDR Freizeitangebote Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge und soziales Recht für alle waren, unabhängig von Rentabilitätszwängen. Nach dem Zusammenbruch der DDR genügte das SEZ betriebswirtschaftlichen Maßstäben der Marktwirtschaft nicht, weshalb es schrittweise abgewickelt und die wertvolle Immobilie mit dem Grundstück in zentraler Lage privatisiert wurde. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass es sich bei Schwimmbädern, Krankenhäusern und kommunalen Wohnungsbeständen mit günstigen Mieten im Allgemeinen um defizitäre Einrichtungen handelt, die aber wichtiger Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge sind. Der Artikel beschreibt auch die weitere Entwicklung des SEZ, insbesondere dass der Investor, der das SEZ quasi geschenkt bekam, eben nicht investierte und den Auflagen des Kaufvertrages nicht nachkam. Es wird auch dargestellt, dass die geringe Wertschätzung des baukulturellen Erbes der Ost-Moderne in einigen Fällen auch städtebaulicher Revanchismus, also ideologiegetriebene Stadtplanung mit Abriss von DDR-Bauten und Wiederaufbau historischer Symbolbauten, war. Weiterhin wurde in den Nachwende-Jahren auch viel soziale Infrastruktur abgerissen, was sich angesichts des Bevölkerungswachstums der letzten Jahre als kurzsichtig erwiesen hat. Dass aktuell der Schwerpunkt darauf liegt, vernichtete Wohnungsbestände neu aufzubauen und deshalb die Infrastruktur vernachlässigt wird, was zu einer Übernutzung vorhandener Strukturen (wie z.B. Schwimmbäder und Freibäder) führt, wird ebenfalls ausgeführt. Auch die ökologische Dimension der Vernichtung grauer Energie wird thematisiert. Zudem werden die Petition des GiB und die Kritik aus Architekturkreisen aufgegriffen.

Das MieterEcho, die Zeitschrift der Berliner MieterGemeinschaft, hat ein Interview mit Carl Waßmuth vom Verein Gemeingut in BürgerInnenhand veröffentlicht:
https://www.bmgev.de/mieterecho/archiv/2024/me-single/article/das-sez-wird-dringend-benoetigt/

Hoffentlich sehen wir uns zahlreich bei der Kundgebung am Mittwoch, 20.03.2024, 10 Uhr vorm SEZ in der Landsberger Allee 77.

https://www.gemeingut.org/events/kundgebung-rettet-das-sez-stoppt-den-abriss

Diese Petition wurde mittlerweile von mehr als 7.600 Menschen unterschrieben. Vielen Dank an alle bisherigen UnterstützerInnen. Wer kann, bitte die Petitionen auch jetzt noch weiter teilen, damit wir am Mittwoch möglichst viele Unterschriften überreichen können:

Vielen Dank, Susanne Lorenz

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