Petition updateDas Klima verhandelt nicht! -Klimaziel einhalten, Kohleausstieg einleitenDemoaufruf: 6.10. -Wald retten - Kohle stoppen!
Ludwig EssigGermany
Sep 24, 2018

Wald retten, Kohle stoppen

Der Hambacher Wald wird zum Symbol des Widerstands gegen den Klimakiller Kohle. RWE scheint fest entschlossen, ihn abzuholzen. Wir stellen uns dagegen – mit der größten Demo, die es am „Hambi“ je gegeben hat. Bitte seien Sie am Samstag, 6. Oktober dabei: Wald retten, Kohle stoppen.
Ja, ich komme zur Demo am „Hambi“
Nein, leider kann ich nicht zur Demo kommen
 
Liebe FreundInnen,

der Hambacher Wald – vor kurzem ein weitgehend unbekannter Flecken Rheinland. Jetzt ist er zum Symbol geworden: für den Kampf um die Braunkohle, ums Klima und damit um unser aller Zukunft. Die Vertreibung der Umweltaktivist/innen ist Top-Thema in den Medien. Viele Tausende beteiligen sich an Protest-Spaziergängen durch den uralten Wald. Und in Berlin, Hamburg, Köln, überall im Land gehen Menschen für die Bäume und gegen die Kohle auf die Straße.

RWE und auch die Landesregierung NRW könnten die Rodung noch stoppen.Doch sie halten kompromisslos daran fest. Die Polizei soll jetzt möglichst schnell jeglichen Protest aus dem Wald verbannen. So kann RWE den Klimakiller ungestört aus dem Boden holen. „Die Annahme, dass der Forst gerettet werden kann, das ist Illusion“[1], gab RWE-Chef Schmitz sich letzte Woche noch als Hardliner.

Doch wir lassen uns nicht ruhigstellen. Im Gegenteil: Jetzt machen wir die Sache noch viel größer. Wir holen den Protest aus ganz Deutschland an den Hambacher Wald. Mit einer Großdemonstration am Samstag, 6. Oktober zeigen wir Gesicht gegen Räumung und Rodung. Eltern mit ihren Kindern, Rentner/innen, die sich um die Zukunft ihrer Enkel sorgen, junge Aktivist/innen von Ende Gelände: So merkt die Kohlelobby, dass die Proteste nur immer breiter werden. RWE muss die Sägen einpacken.

Die bundesweite Klimabewegung trifft sich am Samstag, 6. Oktober am Hambacher Wald und stellt sich RWE und der Kohlelobby entgegen. Sind auch Sie dabei?

Ort: S-Bahnhof Buir, Kerpen, nahe Köln (Kartenlink)
Zeit: Samstag, 6. Oktober, 12 Uhr

Für eine möglichst unkomplizierte Anreise gibt es zusätzliche Shuttle-Busse von nahegelegenen Bahnhöfen. Weitere Informationen dazu finden Sie in Kürze hier: https://www.stop-kohle.de

Für den Protest am Hambacher Wald ist es ein tragischer Einschnitt: Am Mittwoch stürzte der Journalist und Aktivist Steffen Meyn von einer Baumhaus-Brücke 15 Meter tief in den Tod.[2] Wir sind erschüttert, und unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freund/innen. Im Sinne dessen, wofür sich der Steffen Meyn über Monate selbst eingesetzt hat, sind wir überzeugt: Die Proteste müssen weitergehen. Auf der Demo wird es für Steffen Meyn eine Schweigeminute einlegen.

Schon am 15. Oktober könnte RWE die Sägen ansetzen. Bislang gab es nur Vorarbeiten – dann geht die Abholzung richtig los. 12.000 Jahre lang ist der Hambacher Wald gewachsen, in wenigen Wochen könnte er Geschichte sein. Der Kohlekonzern RWE will den Großteil des Waldes abholzen, um dort noch jahrelang Braunkohle abbauen zu können. Sabotage am Kohleausstieg: Denn gerade jetzt verhandelt die Kohlekommission der Regierung über den Zeitplan dafür.

„Ich kann einfach nicht mehr tatenlos auf der Couch sitzen und mir das angucken. Die Berichterstattung macht mich fertig“, sagte Petra aus Köln. Am Donnerstag war sie zum ersten Mal bei einem Spaziergang im Hambacher Wald dabei. „Ich will meine Solidarität besonders mit den Leuten im Wald ausdrücken.“

So wie Petra geht es vielen: Mehr als 650.000 Menschen haben inzwischen einen Appell von Campact, BUND und Greenpeace für einen Stopp der Rodung unterzeichnet. Dieser Protest aus ganz Deutschland  wird jetzt am Hambacher Wald gebündelt. Ein großes Bündnis aus Umweltorganisationen und Bürgerinitiativen ruft für den 6. Oktober zur Großdemo am Hambacher Wald auf. Sind Sie dabei?


Ja, ich komme zur Demo am „Hambi“
Nein, leider kann ich nicht zur Demo kommen

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KEINE MÄRCHEN MEHR:
Moralisch hat RWE im Hambacher Wald schon verloren, aber hat der Konzern tatsächlich juristische Rückendeckung? Zwei neue Papiere nähren massive Zweifel.:

https://www.greenpeace.de/themen/energiewende-fossile-energien/kohle/keine-maerchen-mehr

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Was jetzt schon getan werden kann:

Am heutigen Montag startet eine Aktion in den sozialen Medien, bei der Verbände, Bürger/innen, Aktivist/innen, Künstler/innen, Wissenschaftler/innen und viele mehr sich unter dem Hashtag #StopptdenWahnsinn gegen die Rodung des Hambacher Waldes aussprechen. Je mehr sich beteiligen, desto höher die Aufmerksamkeit, die wir damit schaffen. So können wir schon vor der Demo deutlich machen: Die Mehrheit will, dass der Wald bleibt.

Sind auch Sie bei Twitter? Dann legen Sie gleich jetzt los und twittern Sie mit dem Hashtag #StopptdenWahnsinn.

Dafür einfach diesem Link folgen: https://twitter.com/intent/tweet

Zur Anregung haben wir am Ende für Sie ein paar Vorschläge zusammengestellt - aber werden Sie gern selbst kreativ.

Nicht bei Twitter? Dann schreiben Sie auch gern eine Protest-E-Mail an NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Sie erreichen ihn über seinen Regierungssprecher Christian Wiermer: vz-regspr@stk.nrw.de

Beispiel-Tweets:

Der Konflikt um den #HambacherForst braucht endlich eine politische Lösung. @ArminLaschet muss jetzt Führungsstärke beweisen - und den Wald retten. Eine weitere Räumung würde einzig dem Interesse von RWE dienen. #StopptdenWahnsinn #HambiBleibt @GTSchwabenpower

Der #HambacherForst muss bleiben. Herr @ArminLaschet hören Sie auf mit der Klientelpolitik für RWE! Heizen Sie den Konflikt nicht weiter an. Reden statt roden! #StopptdenWahnsinn #HambiBleibt @GTSchwabenpower

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Auf eine ökologische, solidarische, demokratische und enkeltaugliche Zukunft!

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PS: Umfragen belegen, dass bundesweit 61 Prozent der Menschen die Waldschützer/innen im Hambacher Wald unterstützen.[3] Fast drei Viertel sprechen sich für einen schnellen Kohleausstieg aus.[4] Das wollen wir am 6. Oktober auch auf der Straße zeigen. Seien Sie dabei! Kommen Sie zur Demo am Hambacher Wald.

[1] „Dass der Hambacher Forst gerettet werden kann, ist eine Illusion“, Zeit Online, 21. September
[2] „Räumung gestoppt nach tödlichem Sturz“, Frankfurter Allgemeine Online, 20. September 2018
[3] Umfrageergebnisse des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov, 17. September 2018
[4] „Bundesbürger gegen Rodung“, klimareporter.de, 20. September 2018

Quelle und Wortlaut des Updates: Campact e.V. (Campact.de)

Bildquelle: © Bernd Lauter / Greenpeace

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