Petitioning Stadt Frankfurt am Main – Dezernat VIII für Soziales, Senioren, Jugend und Recht Frau Prof. Dr. Daniela Birkenfeld

Frankfurt: 19 mehrfach schwerstbehinderte Kinder verlieren ihr Zuhause

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Mein Sohn Paul ist mehrfach schwerstbehindert. Der 15-jährige ist blind, kann nicht stehen, nicht alleine sitzen, ist immer auf seinen Rollstuhl angewiesen. Deshalb kann er auch nicht bei mir leben. Ich habe lange gesucht, bis ich die richtige Unterbringung für Paul in meiner Nähe gefunden habe. Das Kinderhaus Frank in Frankfurt ist ein Glücksgriff: Hier lebt Paul mit 18 anderen Kindern und wird liebevoll umsorgt.

Kurz vor Weihnachten, am 19.12.2016 kommt plötzlich die Hiobsbotschaft: Das Kinderhaus soll schließen und zwar schon zum 03.04.2017. Paul verliert damit nicht nur sein Zuhause, sondern auch die nahe Anbindung an seine Familie. Wie es mit den Paul und den anderen Kindern weitergeht, ist noch nicht geklärt. Für uns und die anderen Eltern ist das eine Katastrophe. Abschließend kann ich mitteilen, dass wir in den drei Monaten keine Folgeeinrichtung finden konnten. Alle geeigneten Einrichtungen im Umkreis – außer denen des St. Vincenzstiftes – waren belegt.

Die Ursache:
Der stadtnahe Träger des Kinderhaus Frank, der Verein Arbeits- und Erziehungshilfe (vae), wird das Kinderhaus Frank zum 01.04. an das St. Vincenzstift verkaufen. Im Kinderhaus Frank wohnen aktuell 19 mehrfach-schwerstbehinderte Kinder. Es gibt seit Mai 2016 keine Leitung im Kinderhaus Frank mehr.

Die zwei Hauptgründe des vae für den Verkauf des Kinderhaus Frank:
Zum einen „wirtschaftet“ das Kinderhaus Frank defizitär (200.000 EUR Verlust pro Jahr). Zum anderen ist der vae nach nur 21 Jahren zu dem Schluss gekommen ungeeignet zu sein, eine stationäre Einrichtung zu betreiben.

Die Eltern sollen als Folgeeinrichtung den neuen Träger wählen
Als Lösung wurde den Eltern der zum Teil schwerkranken Kinder die Unterbringung in Häusern des St. Vincenzstifts und der Stiftung Zwergnase nahegelegt. Es seien Plätze für die Kinder freigehalten worden.
Leider kann der neue Träger, das St. Vincenzstift, die Versprechen nicht erfüllen. Es sollten laut der Information drei Kinder ins Haus Zwergnase in Wiesbaden ziehen. Diese Einrichtung hat jedoch keine Plätze frei.
Laut Information der Leitungen aus den jeweiligen Häusern des St. Vincenzstifts haben die beiden Häuser in Hofheim und Offenbach nicht ausreichend Plätze für die Kinder aus dem Kinderhaus Frank.

Der Hessische Rundfunk hatte darüber berichtet in der Sendung "defacto" im hr-fernsehen am 22.01. Sehen Sie sich die Sendung auf der Seite des Hessischen Rundfunks an.

Unsere Forderung:

Der Magistrat wird aufgefordert, sich mit allen ihm zu Verfügung stehenden Mitteln dafür einzusetzen, dass der vae e.V. (Verein Arbeits- und Erziehungshilfe e.V. und vae gGmbh) Träger des Kinderhauses Frank bleibt und der jetzige Standort erhalten wird.


Sollte ein Um- bzw. Neubau unumgänglich sein, muss dieser im laufenden Betrieb stattfinden.

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    Frau Prof. Dr. Daniela Birkenfeld


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