Corona: Grundschule und Lebensschutz für Vulnerable gleichzeitig realisieren

Corona: Grundschule und Lebensschutz für Vulnerable gleichzeitig realisieren

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Michael G. Gromotka hat diese Petition an Bundesregierung und gestartet.

Durch die Pandemie ist das Recht auf Bildung für die Schülerinnen und Schüler derzeit erheblich beeinträchtigt.

Dies trifft insbesondere die Jüngsten und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf: Sie sind besonders auf Präsenzunterricht angewiesen, um elementare Kompetenzen wie lesen, schreiben und rechnen zu erlernen. Hier werden die Fundamente für die gesamte Bildungskarriere gelegt.

Schule ist aber auch Sozialraum: Insbesondere kleine Kinder brauchen für ihre psychische und soziale Entwicklung und Gesundheit die Begegnung mit anderen Kindern.

Hoch sind die Belastungen außerdem für Eltern. Zumal, wenn sie berufstätig sind, stehen sie mit der Betreuung und Schulung ihrer Kinder häufig vor kaum zu bewältigenden Herausforderungen.

Lehrer und Erzieher ringen darum, ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag nachzukommen, leiden darunter, ihre Schüler aus der Distanz nur eingeschränkt  betreuen zu können und haben wie Schüler und Eltern Angst um ihre Gesundheit und die Gesundheit ihrer Angehörigen.

Gleichzeitig müssen wir nach überwiegender Meinung der Wissenschaftler in der derzeitigen Pandemie-Lage aber unbedingt die Infektionszahlen drücken. Es sterben täglich zu viele Menschen, den Intensivstationen droht der Kollaps, und mit der neuen Corona-Mutante kündigt sich eine weitere Verschärfung des Infektionsgeschehens an. Die Wiederaufnahme des Präsenzbetriebs in der derzeitigen Situation wäre daher unverantwortlich.

Für die älteren Jahrgänge sollte dies bis zu einer Inzidenz von ca. 50 beibehalten werden. Grundschüler und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf sollten jedoch baldmöglichst in die Schule zurückkehren, allerdings gilt hier zwingend:

Die Kleinsten können nur in die Schule zurückkehren, wenn wir uns in anderen Lebensbereichen einschränken.

Nur wenn wir in Beruf und privatem Lebensraum zurückstecken, können wir beides gleichzeitig erreichen: Verwirklichung des Bildungsrechts der Kleinsten und des Lebensrechts der vulnerablen Bevölkerungsgruppen. Außerdem müssen die Schulen endlich hinreichend ausgerüstet, und das pädagogische Personal geschützt werden!

Daher fordern wir von der Bundes- und den Landesregierungen: Schaffen Sie die Voraussetzungen für eine Rückkehr zur Präsenz für die Kleinsten! Machen Sie Ernst mit dem Bildungsrecht für Grundschüler durch:

  • Verbindliches Homeoffice für alle Tätigkeiten, die nicht zwingend Präsenz erfordern
  • Konsequente Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen
  • Staatlich voll bezahlten Sonderurlaub für alle Elternteile, die ihre Kinder bei der Schulbildung betreuen müssen („Homeoffice und Homeschooling gehen nicht zusammen“!)
  • sofortiges Impfangebot für Erzieher, Grundschullehrer und Sonderschullehrer (die Impfung ist erst ab 16 zugelassen, ist also für Schüler vorerst nicht möglich)
  • dauerhafte Ausrüstung aller Schüler und Lehrer mit FFP2-Masken
  • Beibehaltung des Distanzunterrichts für Schüler der 5. bis 13. Klasse, bis die Inzidenz unter 50 liegt.
  • Stärkung der digitalen Infrastruktur für den Distanzunterricht (funktionierende Lernplattformen, Sozialanschlüsse und bürokratiearme Vergabe von Tablets an Schüler jetzt). Insbesondere müssen die Schulen jetzt High-Speed-Internet-Anschlüsse bekommen, um digitalen Unterricht aus der Schule heraus überhaupt zu ermöglichen.
  • Ausrüstung aller Klassenräume mit CO2-Ampeln, auch mit Luftfiltern, sollten diese wirksam sein
  • staatliche Förderung des Öffentlichen Nahverkehrs, um durch hohes Beförderungsangebot und lange Züge Distanz zu ermöglichen.

Unter diesen Bedingungen (!) fordern wir dann die Rückkehr der Klassenstufen 1-4 und der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf in die Schulen. Dabei sollte außerdem gelten:

  • Maskenpflicht auch für die Kleinsten im Unterricht, um sich und andere zu schützen
  • Unterricht in Kleingruppen (Teilungsgruppen und Wechselunterricht)
  • Temperaturmessung vor Unterrichtsantritt, Einhaltung von Händewaschen, Mindestabstand und Maskentragen durch die Schüler in der Schule und auf dem Schulweg als zwingende Voraussetzung für die individuelle Teilnahme am Präsenzunterricht. Ermöglichen Sie Schulen, Schüler auf Distanzunterricht zu setzen, wenn sie sich nicht daran halten
  • reduziertes Unterrichtsangebot, um den Erziehern und Lehrern Ressourcen zu geben für die fortlaufende Notbetreuung und Homeschooling, falls Schüler mit vulnerablen Familienmitgliedern zu Hause bleiben müssen.

Machen Sie ernst mit dem Bildungsrecht für die Kleinsten!

Lassen Sie nicht davon ab, die vulnerablen Bevölkerungsgruppen zu schützen!

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