Geben Sie dem bayerischen Jugendsender PULS eine UKW-Frequenz!

Das Problem

+++ UPDATE 2014 +++

Es hat sich einiges getan seitdem ich letztes Jahr diese Petition erstellt habe: Der BR plant inzwischen, dem Jugendsender PULS ab 2016 eine UKW-Frequenz zu geben und damit endlich auch Menschen unter 30 im UKW-Programm zu berücksichtigen. Die Entscheidung dazu soll im nächsten Monat fallen und es könnte knapp werden. Zeigen wir dem BR also, dass er die Jugend nicht vergessen darf!

Zeit wird's! Das Publikum des "jüngsten" UKW-Senders, Bayern 3, ist immerhin durchschnittlich 43 Jahre alt. Für eine jüngere Zielgruppe ist PULS zuständig. Das findet im Internet aber derweil noch nicht viele Fans. Die UKW-Frequenz könnte helfen, das Programm bei den Jungen bekannt zu machen.

Woher kommt die UKW-Frequenz? Von BR-Klassik, das auf DAB wechseln soll. Das stößt natürlich nicht nur auf Gegenliebe. Auch weil eine große bayerische Zeitung den Radiokrieg ausgerufen hat und Klassikfans gegen PULS aufhetzt. Aber sind die beiden wirklich Gegner?
Fakt ist: Gut die Hälfte der BR-Klassik-Hörer schalten nicht das UKW-Radio ein, sondern hören die Musik im Netz oder auf DAB, wo sie von besserer Klangqualität profitieren. Für den Ausbau von BR-Klassik im Netz ("virtuelle Concerthall") und auf DAB stellt der BR übrigens extra Geld zur Verfügung. Live-Konzerte sollen außerdem weiterhin auch auf UKW empfangbar sein (auf Bayern 2). Von "Abschaltung" kann also keine Rede sein!

Dass die Privatsender den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als missliebigen Konkurrenten betrachten, wenn er endlich auch jüngere Hörer erreichen will, war zu erwarten. Offensichtlich sehen es die Privaten in Bayern als ihr Recht an, dass ihre "werberelevante Zielgruppe" ihnen alleine gehört.
Aber kein Grund zur Sorge, liebe BLM: PULS ist werbefrei und bietet etwas anderes als die Mainstream-Pop-Sender, nämlich Journalismus und neben Indie und Electro auch Musik von jungen Bands aus Bayern.

 

++++++

 

Petitionstext vom letzten Jahr:

Der Bayerische Rundfunk (BR) ist die einzige regionale Sendeanstalt der ARD, die ihren Jugendsender ausschließlich digital verbreitet. Die Begründung lautet schlicht: "Das Gesetz sagt, dass der Bayerische Rundfunk fünf Frequenzen bespielen darf und die sind alle belegt." (Thomas Müller, Jugendbeauftragter des BR)

Vielleicht liegt die Zukunft des Radios im Digitalen, aber heute ist (auch bei der jugendlichen Zielgruppe) das UKW-Radio noch am weitesten verbreitet. Walter Schmich, Leiter des BR-Jugendprogramms, glaubt sogar, dass ein Jugend-UKW-Radiosender täglich 6% der Bayern erreichen könnte.

Im UKW-Programm des Bayerischen Rundfunks wird die Jugend bisher komplett ausgeklammert. Die erlaubten fünf Frequenzen sind belegt von:
Bayern 1 (Oldie- & Regionalsender)
Bayern 2 (Kultursender)
Bayern 3 (Popsender, "jüngeres Publikum")
BR-Klassik
B5 aktuell (Nachrichtensender)

Der BR soll sich als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt am ganzen Radiopublikum orientieren und der Jugend eine Alternative zu kommerziellen Radiosendern bieten! Welche Schritte dazu unternommen werden, sei dahingestellt: Ob durch eine Umgestaltung des bisherigen Programms, von dem manche Sender eher zuhörerarm sind, Platz für einen Jugendsender geschaffen wird, oder für eine Änderung des Bayerischen Rundfunkgesetzes (BayRG), das eine sechste UKW-Frequenz verbietet, geworben wird.

Dabei wird sich vor allem Widerstand von Seiten der privaten Sender mit der Zielgruppe Jugend regen - die das BayRG als Schutz vor öffentlich-rechtlicher Konkurrenz sehen. Auf den können sich die Privatsender jedoch nicht berufen - Gesetze sollten den Willen des gesamten Volkes widerspiegeln und nicht nur den von Unternehmen!

Ich komm aus München, bin 20 Jahre alt. Zur Zeit wohn ich nicht in Bayern, sondern im benachbarten Österreich. Hier leistet man sich übrigens einen Kultursender im jugendlichen Gewand samt UKW-Frequenz.

Bild: PULS Festival 2013, Quelle: BR

avatar of the starter
Dario HaPetitionsstarter*inFoto: gemeinfrei, Urheber: Rocafort8 (Wikimedia)
Diese Petition hat 3.807 Unterschriften erreicht

Das Problem

+++ UPDATE 2014 +++

Es hat sich einiges getan seitdem ich letztes Jahr diese Petition erstellt habe: Der BR plant inzwischen, dem Jugendsender PULS ab 2016 eine UKW-Frequenz zu geben und damit endlich auch Menschen unter 30 im UKW-Programm zu berücksichtigen. Die Entscheidung dazu soll im nächsten Monat fallen und es könnte knapp werden. Zeigen wir dem BR also, dass er die Jugend nicht vergessen darf!

Zeit wird's! Das Publikum des "jüngsten" UKW-Senders, Bayern 3, ist immerhin durchschnittlich 43 Jahre alt. Für eine jüngere Zielgruppe ist PULS zuständig. Das findet im Internet aber derweil noch nicht viele Fans. Die UKW-Frequenz könnte helfen, das Programm bei den Jungen bekannt zu machen.

Woher kommt die UKW-Frequenz? Von BR-Klassik, das auf DAB wechseln soll. Das stößt natürlich nicht nur auf Gegenliebe. Auch weil eine große bayerische Zeitung den Radiokrieg ausgerufen hat und Klassikfans gegen PULS aufhetzt. Aber sind die beiden wirklich Gegner?
Fakt ist: Gut die Hälfte der BR-Klassik-Hörer schalten nicht das UKW-Radio ein, sondern hören die Musik im Netz oder auf DAB, wo sie von besserer Klangqualität profitieren. Für den Ausbau von BR-Klassik im Netz ("virtuelle Concerthall") und auf DAB stellt der BR übrigens extra Geld zur Verfügung. Live-Konzerte sollen außerdem weiterhin auch auf UKW empfangbar sein (auf Bayern 2). Von "Abschaltung" kann also keine Rede sein!

Dass die Privatsender den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als missliebigen Konkurrenten betrachten, wenn er endlich auch jüngere Hörer erreichen will, war zu erwarten. Offensichtlich sehen es die Privaten in Bayern als ihr Recht an, dass ihre "werberelevante Zielgruppe" ihnen alleine gehört.
Aber kein Grund zur Sorge, liebe BLM: PULS ist werbefrei und bietet etwas anderes als die Mainstream-Pop-Sender, nämlich Journalismus und neben Indie und Electro auch Musik von jungen Bands aus Bayern.

 

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Petitionstext vom letzten Jahr:

Der Bayerische Rundfunk (BR) ist die einzige regionale Sendeanstalt der ARD, die ihren Jugendsender ausschließlich digital verbreitet. Die Begründung lautet schlicht: "Das Gesetz sagt, dass der Bayerische Rundfunk fünf Frequenzen bespielen darf und die sind alle belegt." (Thomas Müller, Jugendbeauftragter des BR)

Vielleicht liegt die Zukunft des Radios im Digitalen, aber heute ist (auch bei der jugendlichen Zielgruppe) das UKW-Radio noch am weitesten verbreitet. Walter Schmich, Leiter des BR-Jugendprogramms, glaubt sogar, dass ein Jugend-UKW-Radiosender täglich 6% der Bayern erreichen könnte.

Im UKW-Programm des Bayerischen Rundfunks wird die Jugend bisher komplett ausgeklammert. Die erlaubten fünf Frequenzen sind belegt von:
Bayern 1 (Oldie- & Regionalsender)
Bayern 2 (Kultursender)
Bayern 3 (Popsender, "jüngeres Publikum")
BR-Klassik
B5 aktuell (Nachrichtensender)

Der BR soll sich als öffentlich-rechtliche Sendeanstalt am ganzen Radiopublikum orientieren und der Jugend eine Alternative zu kommerziellen Radiosendern bieten! Welche Schritte dazu unternommen werden, sei dahingestellt: Ob durch eine Umgestaltung des bisherigen Programms, von dem manche Sender eher zuhörerarm sind, Platz für einen Jugendsender geschaffen wird, oder für eine Änderung des Bayerischen Rundfunkgesetzes (BayRG), das eine sechste UKW-Frequenz verbietet, geworben wird.

Dabei wird sich vor allem Widerstand von Seiten der privaten Sender mit der Zielgruppe Jugend regen - die das BayRG als Schutz vor öffentlich-rechtlicher Konkurrenz sehen. Auf den können sich die Privatsender jedoch nicht berufen - Gesetze sollten den Willen des gesamten Volkes widerspiegeln und nicht nur den von Unternehmen!

Ich komm aus München, bin 20 Jahre alt. Zur Zeit wohn ich nicht in Bayern, sondern im benachbarten Österreich. Hier leistet man sich übrigens einen Kultursender im jugendlichen Gewand samt UKW-Frequenz.

Bild: PULS Festival 2013, Quelle: BR

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Dario HaPetitionsstarter*inFoto: gemeinfrei, Urheber: Rocafort8 (Wikimedia)

Die Entscheidungsträger*innen

Florian Pronold
Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium
Hans Herold
Hans Herold
CSU, Landtag
Hans Schaidinger
Hans Schaidinger
Bayerischer Städtetag
Manfred Ländner
Manfred Ländner
CSU, Landtag
Thomas Kreuzer
Thomas Kreuzer
Bayerischer Landtag

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Petition am 16. Juni 2013 erstellt