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Plastikverpackungen bei Bio-Lebensmitteln auf ein Minimum reduzieren

Diese Petition hat 19.339 Unterschriften erreicht


Nicht nur verarbeitete Lebensmittel sondern auch Obst und Gemüse werden im Supermarkt häufig in abgepackten Portionen verkauft. Einzelne Früchte werden auf Styroporschalen und in durchsichtigem Plastik eingeschweißt, verpacktes Brot wird dreifach mit Plastik umhüllt und zwischen jede Scheibe Aufschnitt kommt eine Lage Plastik….

Das ist unnötig, unwirtschaftlich und umweltschädigend. Auch Produkte, die mit dem EU Bio-Siegel versehen sind werden zum Teil in dieser Weise verkauft. Dies widerspricht der Zielsetzung des EU Bio-Siegels ausschließlich nachhaltige Produkte zu promoten.

Wir fordern deshalb den Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt auf, sich für ein Verbot vermeidbarer Plastikverpackungen bei biologisch erzeugten Lebensmitteln einzusetzen. Diese Regel soll in die Richtlinien für das EU Bio-Siegel aufgenommen werden.

 

ERLÄUTERUNG

Europaweit werden Lebensmittel, die nach den Vorschriften des ökologischen Landbaus produziert werden, mit dem EU Bio-Siegel gekennzeichnet. Dadurch wird den Verbrauchern die Möglichkeit gegeben, nachhaltig hergestellte Produkte zu identifizieren und der Tatsache Rechnung getragen, „dass bestimmte Verbraucher Erzeugnissen, die unter Verwendung natürlicher Substanzen und nach natürlichen Verfahren erzeugt worden sind, den Vorzug geben“ (Verordnung (EG) Nr. 834/2007 des Rates vom 28. Juni 2007, Absatz 1).

Der Zielgruppe geht es dabei allerdings nicht ausschließlich um nachhaltige Produktionsverfahren, sondern in besonderem Maße auch um nachhaltige Verpackungen. Besonders kritisch sind Plastikverpackungen zu sehen, die in vielen Fällen in sehr viel größerer Menge verwendet werden, als es eine sachgerechte Verpackung erfordert. Beispielsweise stehen Verbraucher bei Obst und Gemüse heute oft vor der Entscheidung, einzeln oder in sehr kleinen Mengen in Plastik verpackte Artikel aus lokaler Erzeugung zu kaufen oder unverpackte Artikel, die aus Nordafrika oder Australien / Ozeanien importiert wurden.

Die verwendeten Kunststoffe sind weder biologisch abbaubar noch ökologisch sinnvoll recycelbar. Jährlich entstehen alleine in Deutschland 2,7 Mio. Tonnen Plastikverpackungen, mit einer „Lebensdauer“ von mehr als 300 Jahren  (Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wissen/das-zeitalter-der-kunststoffe-der-plastik-planet-1.1097177). Diese Verpackungen landen häufig in der Natur und im Meer und haben schlimme Auswirkungen auf die dortige Pflanzen- & Tierwelt und mittelbar auf das weltweite Ökosystem.

Ziel des EU Bio-Siegels ist es, Verbrauchern Produkte zu zeigen, die ökologisch sinnvoll produziert wurden. Der exzessive Einsatz von Plastikverpackungen steht diesem Ziel klar entgegen und wird von den Verbrauchern bereits seit längerem kritisch betrachtet.

Mit dieser Petition soll deshalb das Interesse der Bevölkerung dokumentiert werden, die Verwendung von Plastikverpackungen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Konsequenterweise muss dieses Ziel in den Richtlinien der EU Bio-Verordnung verankert werden.

 

WAS KÖNNEN WIR BEWIRKEN?

Die Petition wird an den Bundesminister für Landwirtschaft und Ernährung übergeben, wenn sie mindestens 1000 Unterzeichner erhält. Der Minister wird so darüber in Kenntnis gesetzt, dass ein sehr großes Bewusstsein für das beschriebene Problem existiert und dass eine Lösung in Form von leicht umsetzbaren Regeln gewollt ist. Mit der Übergabe der Unterschriftenliste geht die Forderung einher, sich auf europäischer Ebene für eine Umsetzung einer entsprechenden Regelung für Produkte, die das EU Bio-Siege tragen einzusetzen.

Mit Ihrer Unterschrift können Sie sehr viel bewirken.

Anschauliches Video zum Kreislauf von Plastikverpackungen in der Natur (nicht in deutscher Sprache, wird aber von jedem verstanden): https://www.youtube.com/watch?v=Qbadjfgwzb0



Heute: David verlässt sich auf Sie

David Schmitz - damado benötigt Ihre Hilfe zur Petition „Christian Schmidt: Plastikverpackungen bei Bio-Lebensmitteln auf ein Minimum reduzieren”. Jetzt machen Sie David und 19.338 Unterstützer*innen mit.