Der Spielfilm "Blutgeld" (ZDF, Montag, den 28. Oktober 2013 20.15 Uhr) weist auf den verheerenden Medizinskandal in den 80er Jahren hin, bei dem Bluter über verseuchte Blutgerinnungsprodukte mit den tödlichen HI-Viren infiziert wurden. Tausende sind bereits an den Folgen von AIDS gestorben. 

Der Film lässt aus, dass Bluter darüber hinaus auch mit Hepatitis-C-Viren infiziert wurden. Circa 3.000 Bluter drohen dadurch an Leberzirrhose und Leberkrebs qualvoll zugrunde zu gehen. Das ist gegenwärtig bei Blutern die häufigste Todesursache. 

Mein Name ist Andreas Bemeleit. Auch ich wurde als Bluter nicht nur mit HI-sondern auch mit Hepatitis C Viren infiziert. Seit 30 Jahren lebe ich mit beiden tödlichen Erkrankungen. Ich stehe für 3.000 Bluter, die wie ich heute die Folgen der Hepatitis C Viren fürchten: an Leberzirrhose und Leberkrebs qualvoll zu sterben. 

Bis heute weigern sich die Pharmaindustrie und die Deutsche Bundesregierung uns angemessen zu entschädigen. Daher gründete ich mit anderen Betroffenen das Netzwerk "Robin Blood".

Unser Gesuch um Hepatitis-C-Entschädigung wurde von den Parteien Bündnis 90/Grüne, DIE LINKE und SPD ausdrücklich befürwortet JEDOCH von der CDU/CSU (Jens Spahn) abgelehnt. Wir appellieren an die neue Regierung gemeinsam für sofortige Entschädigungszahlungen sorgen!

Diese Ungerechtigkeit muss sofort aufhören. Die Lebenszeit der Betroffenen wird knapp. Die meisten sind nicht mehr in der Lage, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie leben an der Grenze zur Armut.

Daher fordern die Opfer des Bluter-Skandals Gerechtigkeit und sind auf deine Unterstützung angewiesen. Deine Unterschrift für eine schnellstmögliche Hepatitis - C - Entschädigung. Jede Stimme erhöht die Chance, Politiker zu sofortigem Handeln zu bewegen.

Vielen Dank.

Letter to
Leiter Koalitionsverhandlung "Gesundheit & Pflege" Jens Spahn (CDU)
Vorstandsvorsitzender BAYER AG Dr. Marijn Dekkers
Die Zeit des Schweigens und Versteckens ist vorbei.

Gemeinsam mit den durch verseuchte Blutprodukte mit HIV und Hepatitis-C infizierten Hämophilen fordere ich Sie auf, sich öffentlich zu entschuldigen und die Betroffenen zu entschädigen.

Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bemeleit