

Eine Milliarde Euro für Kinder statt für Flugverkehr über Wohngebieten
Das Problem
Nach aktuellem Stand müssen bereits für den BER über 5,3 Milliarden Euro von deutschen Steuerzahlern aufgebracht werden. Dennoch fordern die CDU und die FDP in Berlin, dass der bisherige Flughafen Berlin Tegel zusätzlich offen bleibt. Die dafür notwendigen Investitionen liegen laut dem Flughafenchef bei mindestens einer weiteren Milliarde Euro - und das ohne Lärmschutz (die Berliner Zeitung hat dazu eine Infografik veröffentlicht). Dabei landen und starten die Flugzeuge in Tegel über dichtbesiedeltem Innenstadtgebiet und belasten dabei laut offiziellen Zahlen über 300.000 Menschen, darunter auch unsere Familie.
Rund 185.000 Flugbewegungen wurden in Tegel im Jahr 2016 gezählt und sie sollen nach Plänen verschiedener Airlines noch zunehmen. Nicht von ungefähr finanziert der englische Billigflieger Ryanair Plakate für den Erhalt von Tegel.
Was die Belastung der Anwohner angeht, wird bisher vor allem über die direkt angrenzenden Bezirke des Flughafens gesprochen - aber kaum über das wirkliche Ausmaß in der Fläche. Wir wohnen beispielsweise in Berlin Pankow (rund 395.000 Einwohner) in mehreren Kilometern Entfernung. Dennoch leiden wir wie viele andere zehntausende Kinder und Erwachsene unter dem Fluglärm, besonders wenn der Wind ungünstig steht.
Am frühen Morgen und am Abend hören die Fluggeräusche häufig gar nicht mehr auf. Im Minutentakt landet oder startet ein Jet, so dass ein Fluggeräusch ins andere übergeht. Selbst mit geschlossenem Fenster wird es laut, bei offenem Fenster ist an Ruhe nicht zu denken. Wir warten seit der ursprünglich geplanten Schließung im Jahr 2012 bereits fast 5 Jahre auf eine Besserung, nun soll es auf Dauer so weitergehen?
Wenn die Berliner CDU und FDP über eine Milliarde Euro zusätzlich für Berlin mobilisieren möchten, ist das erfreulich. Wir fordern: investieren Sie eine Milliarde Euro in Kinder und nicht in zusätzlichen Flugverkehr über dichtbesiedeltem Wohngebiet.
Beispielsweise ist gerade in den Berliner Innenstadtbezirken die Kita- und Schulsituation sehr angespannt. Radio Berlin Brandenburg sagt dazu: „Mittlerweile herrscht auch in bisher recht entspannten Kiezen Alarmstufe Rot“. Wir mussten uns bei 11 Kitas bewerben, um dann das Glück zu haben, im Losverfahren „vom Koch“ gezogen zu werden. Der Personalschlüssel der Kitas ist in Berlin so gestaltet, dass es bei Krankheitsfällen im Erzieherkreis permanent zu Engpässen kommt, die sich auf die Betreuungsqualität der Kinder auswirken. Wäre das Geld hier nicht wesentlich besser angelegt als in zusätzlichem Flugverkehr?
Quelle der Lärmkarte: Senatsverwaltung für Stadt und Umwelt Berlin
Das Problem
Nach aktuellem Stand müssen bereits für den BER über 5,3 Milliarden Euro von deutschen Steuerzahlern aufgebracht werden. Dennoch fordern die CDU und die FDP in Berlin, dass der bisherige Flughafen Berlin Tegel zusätzlich offen bleibt. Die dafür notwendigen Investitionen liegen laut dem Flughafenchef bei mindestens einer weiteren Milliarde Euro - und das ohne Lärmschutz (die Berliner Zeitung hat dazu eine Infografik veröffentlicht). Dabei landen und starten die Flugzeuge in Tegel über dichtbesiedeltem Innenstadtgebiet und belasten dabei laut offiziellen Zahlen über 300.000 Menschen, darunter auch unsere Familie.
Rund 185.000 Flugbewegungen wurden in Tegel im Jahr 2016 gezählt und sie sollen nach Plänen verschiedener Airlines noch zunehmen. Nicht von ungefähr finanziert der englische Billigflieger Ryanair Plakate für den Erhalt von Tegel.
Was die Belastung der Anwohner angeht, wird bisher vor allem über die direkt angrenzenden Bezirke des Flughafens gesprochen - aber kaum über das wirkliche Ausmaß in der Fläche. Wir wohnen beispielsweise in Berlin Pankow (rund 395.000 Einwohner) in mehreren Kilometern Entfernung. Dennoch leiden wir wie viele andere zehntausende Kinder und Erwachsene unter dem Fluglärm, besonders wenn der Wind ungünstig steht.
Am frühen Morgen und am Abend hören die Fluggeräusche häufig gar nicht mehr auf. Im Minutentakt landet oder startet ein Jet, so dass ein Fluggeräusch ins andere übergeht. Selbst mit geschlossenem Fenster wird es laut, bei offenem Fenster ist an Ruhe nicht zu denken. Wir warten seit der ursprünglich geplanten Schließung im Jahr 2012 bereits fast 5 Jahre auf eine Besserung, nun soll es auf Dauer so weitergehen?
Wenn die Berliner CDU und FDP über eine Milliarde Euro zusätzlich für Berlin mobilisieren möchten, ist das erfreulich. Wir fordern: investieren Sie eine Milliarde Euro in Kinder und nicht in zusätzlichen Flugverkehr über dichtbesiedeltem Wohngebiet.
Beispielsweise ist gerade in den Berliner Innenstadtbezirken die Kita- und Schulsituation sehr angespannt. Radio Berlin Brandenburg sagt dazu: „Mittlerweile herrscht auch in bisher recht entspannten Kiezen Alarmstufe Rot“. Wir mussten uns bei 11 Kitas bewerben, um dann das Glück zu haben, im Losverfahren „vom Koch“ gezogen zu werden. Der Personalschlüssel der Kitas ist in Berlin so gestaltet, dass es bei Krankheitsfällen im Erzieherkreis permanent zu Engpässen kommt, die sich auf die Betreuungsqualität der Kinder auswirken. Wäre das Geld hier nicht wesentlich besser angelegt als in zusätzlichem Flugverkehr?
Quelle der Lärmkarte: Senatsverwaltung für Stadt und Umwelt Berlin
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Petition am 14. August 2017 erstellt