CAPITOL & PALATIN erhalten!

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Yannik Richter hat diese Petition an Frank Röhr (Geschäftsführer Fischer & Co. GmbH & Co. KG) und gestartet.

Das PALATIN soll abgerissen werden, das CAPITOL stünde damit ebenfalls vor dem Aus. Helfen Sie, die letzten Mainzer Programmkinos zu retten!

Haben Sie es nicht auch vermisst, mit Freund*innen Filme gemeinsam im Kino zu erleben und sich anschließend auszutauschen? Wann waren Sie zuletzt im Kino? Wissen Sie noch, welcher Film Sie begeistern konnte? Mehrere Monate waren die Türen der Mainzer Kinos wie in der ganzen Republik geschlossen. Lockdown. Gerade hat das 1933 eröffnete „Capitol“ wieder den Spielbetrieb aufgenommen, da erreicht uns die schlechte Nachricht: Das Partnerkino „Palatin“ in der Hinteren Bleiche 6-8 wird von einer anderen Krise bedroht. Das Gebäude hat einen neuen Eigentümer und die Zukunft der vier Säle ist ungewiss.

Seit 2009 sind die Kinos Capitol und Palatin vereint unter dem Motto „Kino für Mainz“. Die Betreiber haben den Schritt gewagt das damals bereits über ein Jahr stillgelegte „Capitol“ zu übernehmen und mit den seinerzeit noch „City-Kinos“ genannten Sälen in der Hinteren Bleiche zum „Capitol & Palatin“ zu fusionieren. Das Konzept umfasst von Anfang an neben anspruchsvollen Filmen auch Lesungen, Regiegespräche und Konzerte. Autor Heinz Strunk, der gebürtige Mainzer Uwe Boll sowie die (inter)national ausgezeichneten Regisseure Olivier Assayas, Peter Greenaway, Christian Petzold und Volker Schlöndorff waren unter anderem in den Kinos zu Gast. Insbesondere die kleineren Kinosäle im Palatin ermöglichen es, ein vielfältiges Kinoprogramm zu gestalten. Japanische Musicals, philippinische Marathonfilme, Abschlussfilme der Hochschule Mainz. Darüber hinaus programmieren die Kinomacher viele Filme im Originalton – nicht nur englischsprachig. Mandarin, Farsi, Russisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch und viele mehr. Auch die European Outdoor Film Tour, der Science Slam und nicht zuletzt das Mainzer Filmfestival FILMZ finden in den Sälen eine Heimat.

Wir haben allen Grund zur Sorge und fürchten um die Weiterführung der Mainzer Programmkinos. Neben dem Cinestar-Kino, in dem vor allem Blockbuster gespielt werden und dem Stadtkino „CinéMayence“ am Schillerplatz mit einem kleinen, aber wohl kuratierten Programm jenseits des Mainstreams, sind die Mainzer Programmkinos die letzten verbliebenen Spielstätten für Kinofilme geblieben. Erst 2017 wurden die prestigeträchtigen Säle des Residenz & Prinzess für immer geschlossen. Der Grund damals: Eigentümerwechsel der Liegenschaft, schlechte Bausubstanz, Neubau, Wohnungen, Arztpraxen. Für Kino war kein Platz.

Die gleiche Baufirma Fischer & Co. GmbH & Co. KG wird nun auch Eigentümer des Gebäudes, in dem neben dem Palatin auch der Rockclub „Alexander the Great“ Mieter ist und stellt allem Anschein nach in Aussicht, dass dem Gebäude das gleiche Schicksal droht wie der Residenz-Passage. Das Schicksal des Mainzer Palatin mit seinen vier Sälen, gerade erst frisch innen renoviert, hängt am seidenen Faden. Und damit nicht genug: Sollte tatsächlich das „Palatin“ über den im April 2022 auslaufenden Pachtvertrag keine Zukunft haben, so wird das angegliederte „Capitol“ mit seiner knapp 90jährigen Geschichte und der in Mainzer Kinos inzwischen einzigartigen, historischen Galerie ebenfalls vor dem Aus stehen. Damit verlöre die Landeshauptstadt von Rheinland Pfalz mit einem Schlag die einzigen Programmkinos, fünf Kinosäle, über 600 Sitzplätze und obendrein das älteste bestehende Kino der Stadt!

Eine Landeshauptstadt ohne Programmkino ist eine kulturelle Bankrotterklärung, erst recht für die selbsternannte „Medienstadt“ Mainz! Auch bei klammen Kassen müssen die Entscheidungsträger*innen nicht nur darüber nachdenken, was sie sich leisten können, sondern auch, was man sich nicht leisten darf. Anders formuliert: Mainz MUSS es sich leisten, Orten wie den Mainzer Programmkinos eine Perspektive zu bieten.

Wir fordern deshalb Fischer & Co. und dessen Geschäftsführer Frank Röhr dazu auf, dem „Palatin“-Kino eine planbare Zukunft in Aussicht zu stellen. Wir wenden uns an die Mitglieder des Mainzer Stadtrats, an die Bau- und Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Mainz, Marianne Grosse, und an den Oberbürgermeister Michael Ebling, sich klar für den Erhalt der Kinos zu positionieren und die Weichen zu stellen, um den Erhalt zu sichern. 

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